Gdansk…!

Danzig !

Eigentlich schon wieder ein Vorgriff :  Schon in Danzig angekommen, habe ich noch gar nicht davon geschrieben, wie wir da hingekommen sind :

Aufgrund des schönen Wetters sind wir von Leba tatsächlich gleich nach Hel auf der gleichnamigen Halbinsel, die die Danziger Bucht teilweise von der Ostsee abtrennt, gefahren, Wladyslawow haben wir ausgelassen. Die Fahrt auf einer zum Teil völlig glatten blaugrünen Ostsee mit einer trotzdem mindestens einen Meter hohen Dünung, die von schräg hinten unter ELSE „durchläuft“ und sie wie einen Flummi bremst und schiebt war auch wieder völlig neu, das Meer hat tausend Gesichter und Spielarten…

Ansonsten war „Behördentag“ : Auf Höhe Wladyslawow folgt uns einige Zeit ein Patrouillenboot der „Polish Boarder Guard“, beäugt uns lange und dreht erst ab, als Uli, die die Sonnenliege achtern ziert, sich von leicht beschürzt auf moderat kleidet…

In Hel angekommen dauert es keine halbe Stunde, als auf der Pier vor der ELSE ein Fahrzeug der was wohl, wieder der „Polish Boarder Guard“ vorfährt und der einzige uniformierte Insasse, dessen Uniform mich ein wenig an die Karl-May-Festspiele erinnert, nach dem Schiffsnamen, der „Herkunft“ und den „persons on board“ fragt. Die Angaben notiert er in einem Notizbüchlein, in dem ich andere andere Eintragungen erspähe, die mir nach einer Einkaufsliste aussehen… Pässe will er nicht sehen, „we are welcome“ und wir verabschieden uns freundlich mit einem festen Händedruck. Witzig, warum tun die das, Nähe zur „Schengen-Aussengrenze“ oder was ? Egal, ausgespochen freundlich, nicht bedrohlich…

Hel ist eher Zwischenstation, wir wollen weiter nach Danzig, zuvor legen uns in den für uns frühen Morgenstunden Hafenarbeiter um, d.h., sie wollen den Putz an der Kaimauer genau da ausbessern wo die Else liegt. Dazu machen sie die Else samt schlafendem Inhalt los und ziehen sie etwa zwanzig Meter weiter, etwas entschuldigend peinlich berührt, als sie mich schlaftrunken an Deck wankend sehen…

Wir brechen von unserem neuen Liegeplatz schnell auf, sind bald mitten auf der Danziger Bucht, wie gestern schon verliert der Tiefenmesser sein Signal, hier ist die Ostsee für uns ungewohnt richtig tief.

Kurz vor Danzig liegen einige große Schiffe auf Reede, am letzen Tonnenpaar vor der Einfahrt erhalten wir vom „Kapitanat“ die „permission to enter the harbour“ und rein geht`s nach Danzig !

Zunächst passieren wir die „Westerplatte“, ein Ehren- und Mahnmal, welches an die Beschießung durch die „Schleswig Holstein“ am 01.09.1939 und den Beginn des zweiten Weltkrieges erinnert; dort ist es  geboten die polnische Flagge zu „dippen“; da wir nicht genau wissen, was dippen ist und das bei einem Motorboot sowieso nicht geht, beschränken wir uns darauf, die zuvor zu diesem Zweck aufgesetzten Mützen abzunehmen, liegt doch genau gegenüber der Westerplatte das Kapitanat und man will ja auch nichts falsch machen…

Es folgen rechts und links überwiegend Werftbetriebe, ein großes Seeschiff kommt uns mit doppelter Schlepperhilfe entgegen, ein „turning bassin“ (Wendeplatz für große Schiffe) und eine „Kreuzung“ passiert, einmal abgebogen und dann tut sich eher urplötzlich vor Else`s Bug die imposante Danziger Altstadt mit dem „Krantor“ auf. Wir verlangsamen die schon langsame Fahrt noch mehr um alles „aufzusaugen“, direkt gegenüber dem „Krantor“ biegen wir nach backbord in die „Marina Gdansk“ ein und fädeln uns rückwärts in einen freien Liegeplatz ein.

Wir sind ziemlich sprachlos, diese beeindruckende Einfahrt nach „Gdansk“ bei dem tollen warmen Wetter, der geniale Liegeplatz mit Blick auf und in unmittelbarer Nähe zur Altstadt -Gnade der frühen Jahreszeit, im Sommer sicher undenkbar- und die „Möglichkeiten“ dieser sicherlich tollen Stadt überwältigen uns schlicht…

Wir „kommen erst mal an“ und machen uns auf den Weg in die Stadt. Die Sprachlosigkeit wird noch getoppt, man weiss gar nicht, wo man zuerst hingucken soll, wir kaufen auf einem Markt etwas ein, um auf dem Boot Abendbrot zu essen…Essen gehen können wir hier immer noch, heute muss erst mal alles „sacken“…

Wo zum Teufel haben die Polen diese riesengroßen Tomaten her, die nach Tomaten schmecken ??! Eingelegte Gurken, „hausgemachtes“ Sauerkraut, scharfe Radieschen und und und, tausend Sachen gibt es auf dem Markt und auch eine weitere „Reisepflanze“ für die ELSE…

Wie beschliessen, mindestens bis Donnerstag oder Freitag zu bleiben, „Gdansk“ kann man nicht „by the way“ besuchen…

Ausserdem möchte ich hier nun vor der langen Fahrt um Russland rum – fast 120 Seemeilen – endlich die Rettungsinsel montieren und hier werden wir auch neue Festmacherleinen und „Reservefender“ kaufen können, Ustka und die stürmische Nacht haben die Fender optisch spürbar altern lassen…

Zunächst nimmt uns Danzig mit seinem Flair gefangen….

Chilli Zet„, der örtliche schöne Musiksender mit wenig „Reklama“ und keinen Nachrichten und einem sanften Moderator verschönt uns den Abend und macht einmal mehr Urlaubsflair…

Motorboote aus Deutschland gibt`s hier übrigens nicht mehr, dafür eine geniale „traditionelle polnische Ente“, sehr viel Geschmack für wenig Geld, wenngleich in Danzig  alles etwas teuerer ist als in Leba….

Bilder folgen….

Leba-Hel

Wir sind ja schon in Danzig, aber der Text von der Fahrt von Leba nach Hel ist schon fertig, während der Fahrt geschrieben, darum soll er hier auch hin…

Bilder kommen natürlich auch noch, nur nicht im Moment, wir müssen die immer erst komprimieren vor dem hochladen und das macht weniger Spaß al

Abgefahren aus Leba, wieder stundenlang auf dem Wasser, Zeit zum Schreiben…


Mit dem in Kaliningrad wohnenden Deutschen auf der „DAFNA“ komme ich noch etwas weiter ins Gespräch, er ist der Generalvertreter für die polnischen GALEON-Schiffe und so zeigt und erzählt er uns noch viel von seiner Galeon 345 und der der russischen Bekannten.

Kurz danach holt er ein ferngesteuertes Modellsegelschiff aus der DAFNA, macht es startklar und segelt im Hafen mit beachtlicher Geschwindigkeit. Mein Angebot, meine neue Micro-HD-Cam für unser Bordflugzeug auszuprobieren, nimmt er gerne an und kurze Zeit später sind die Segelvideos von Bord des Modellseglers in beeindruckender Qualität „im Kasten“, schade, das man sie nicht hochladen kann…150 MB brauchen Zeit und meistens stürzt vorher etwas ab….

Das Kind im Manne ist das einzige Organ, was nie altert…!

Leba war schön, weniger der Ort selbst, Ostseetouriort wie schon die anderen auch, hier nur ein bißchen liebloser. Dafür liegt der Hafen in einem Kiefernwald in unmittelbarer Strandnähe. Strand heißt hier ja immer endlos, breit, leer, Wald, naturbelassen, feinkörnig und steinfrei. Ausserdem liegt unweit von hier eine riesige Wanderdüne, die auf einer den „Lebasee“ von der Ostsee abtrennenden Nehrung liegt. Die wollen wir unbedingt sehen…!

Vom Hafen gehen wir 20 Minuten durch einen mystisch wirkenden Wald nach Rabka, von dort aus fahren kleine Elektrokarren zur etwa 5 km entfernten Düne. Trotz der „frühen“ Jahreszeit herrscht hier im Vergleich zur der gähnenden Leere anderorts Andrang.
Wir bezahlen, besteigen den Karren und bemerken zum wiederholten Male „andere Länder, andere Sitten“: Uns gegenüber sitzt ein jüngerer Vater mit seinem kleinen Sohn, völlig „normale“ Optik die beiden; Als es etwas kühler auf dem Karren wird hohlt Papa aus der Beintasche seiner Shorts einen Flachmann und genehmigt sich zwei große Schlucke…Es ist aber auch echt ganz schön kühl auf dem offenen Elektrokarren..!

Kurze Zeit später befinden wir uns am Fuß der wirklich beeindruckenden Düne, die auch die Sahra Europas genannt wird. Uli macht ihr marodes Knie mit einer „Diclac“ gefügig und wir besteigen die Düne. Der von Besuchern betretbare Bereich ist begrenzt, aber „ausreichend“. Leider verschwindet der größte Teil der Düne im allgegenwärtigen Seenebel, andererseits hat diese „Nebeloptik“ auch ihren ganz eigenen Charme. Wir laufen auf der Düne zum Strand,wie immer fast menschenleer und riesig, rechts und links verschindet das „Ende“ im Seenebel, von oben strahlt die Sonne, das Wasser lädt zum Baden ein, was wir uns aber bei den 10° Wassertemperatur verkeifen. Dafür beschließen wir, die etwa 8 km nach Leba am Strand zurückzugehen. Das wird trotz des Nebel richtig toll, bis an den Strand reichender Wald, abgetorbene bizarre Bäume, einfach genial. Wir laufen teils im Spülsaum im Wasser, teils auf dem Strand, um von Zeit zu Zeit die Füße auf diese Weise wieder warm zu kriegen.

Die acht Kilometer sind erstaunlich schnell vorbei, wir erreichen den Hafen und „chillen“ noch ein wenig, bis uns die Lust auf`s Essen und auch Hunger zur gleichen Gaststätte wie am Vorabend treibt und wir essen Pirogi, am Vorabend Bigosch und heute noch diese tolle Rote-Beete-Suppe mit dem unaussprechlichen Namen B…sch ?. Die haben wir inzwischen zum Spaß und zum ausprobieren auch als „Instant“-Produkt  und als Konzentrat erworben, das haben wir in Deutschland auch in „einschlägigen“ Läden noch nie gesehen..!

Den Abend verbringen wir mit dem Einstellen des Blogbeitrages, der Blog wird  mehr und mehr ein liebgewonnenes Reisetagebuch, zumal wenn die Texte wie jetzt entstehen :

Auf einer sonnigen ruhigen Ostsee mit eine ziemlich gewaltigen Dünung, untermalt mit Musik von Ankes teils maritimer „Abschieds-CD“…Teilweise begleiten uns Möven und wir fahren näher an der scheinbar unendlichen Naturküste entlang. Heute wollen wir bis Waldyslawowo, oder, wenn das Wetter so gut bleibt gleich bis nach Hel. Von dort ist nur noch einen Katzensprung über die Danziger Bucht nach Danzig, auf das wir sehr gespannt sind.

Dort will ich noch einen neuen Wechselrichter kaufen, der alte bewährte geht auf einmal nicht mehr -irgendwas ist immer-, neue Festmacherleinen und nach diesen kleinen platzsparenden offensichtlich selbstaufblasenden Rettungskragen, die wir auf den Russenbooten gesehen haben, unser ist uns ständig im Weg…

Unsere heute vor uns aufgebrochene Seglerbekanntschaft Klaus und Jan von der „bluefish“ werden wir dann auch spätestens in Danzig wiedersehen…Nun schaukeln wir weiter unserem Tagesziel entgegen und genießen die rollende und wiegende Fahrt und arbeiten weiter an unserer seemännischen Gesichtsfarbe….

Nun kommt „Rixhöft“ an der Steuerbordseite vorbei und wir machen ein Bild für unseren lieben polnischen Köter Rixxi, den wir das eine oder andere Mal sehr gerne dabei hätten…

Bilder folgen bei schneller und stabiler Internetverbindung…

Danzig…!

Eine ganz unglaubliche Stadt ! Gestern sind wir angekommen, die „große Überfahrt“ nach Litauen werden wir wohl erst Freitag oder Samstag antreten.

Keine Zeit, einen Post zu machen, es gibt so viel zu sehen und zu erleben..!

Allein an der nächtlichen „Waterfront“ kann man sich nicht satt sehen !

Ein Vorgeschmack :

GEDSC DIGITAL CAMERA

Fast in Danzig…

Es wird so so weiter gehen, eigentlich will ich hier alles für uns und den „geneigten Leser“ aufschreiben, aber die Zeit reicht einfach nicht…Nicht das wir keine hätten, wir verbringen sie einfach anderweitig und zum Schreiben bleibt mit „nur die Zeit auf See..“.

So sind die nachstehende Texte schon vor ein paar Tagen geschrieben und können erst jetzt, wo wir schon in Leba, nur noch etwa einen Tagestörn von Danzig entfernt, eine wunderbare Wlan-Verbindung haben, erst jetzt „eingestellt“ werden, ebenso, wie ich erst die schönsten Bilder „internetfähig“ machen muss..

Doch der Reihe nach : Kolberg war gut und unser zweite Tag in Kolberg „ging so“:

Obwohl ELSE´s Tank noch ziemlich voll ist, möchte ich gerne Tanken, sicher ist sicher, Nebel mit leerem Tank wäre so die Krönung des bisher Erlebten.
Ich maschiere zum Hafenmeister, dort hing eine Telefonnummer zur Kraftstoffbestellung aus. Ein jüngerer, irgendwie dazugehörig aussehender jüngerer Mann bietet sich an, dort anzurufen und vereinbart freundlich für uns die Kraftstofflieferung, von der ich annehme, das die im Fischereihafen stattfindet, weil ich in der Marina keine Tankstelle gesehen habe. Weit gefehlt „delivery to the boat, clock 8, its okay ?“ fragt er, was ich natürlich bejahe..
Pünktlich um 8 steht ein Tankwagen vor der Else auf der Pier, allerdings ohne Fahrer; der kommt kurze Zeit später aus dem Hafenmeisterbüro, überreicht mir nach kurzer Abstimmung einen elefantenrüsseldicken Schlauch, der am vorderen Ende in eine einem C-Rohr nicht unähnliche Zapfpistole, besser -Kanone, übergeht. Das Bedienen der Zapfpistole möchte er lieber selbst übernehmen, was mir nur Recht ist. In nur wenigen Minuten ist ELSE`s Tank so schnell wie noch nie voll zum überaus günstigen Peis von ca. 1,30 Euro pro Liter (Kappeln über 1,70 Euro…).

Wir machen klar Schiff, nehmen den geforderten Funkkontakt mit „Habor Control“ auf, erhalten noch Auskünfte zu den in dieser Region befindlichen miliärischen Beschränkungsgebieten und „and than we can move to the sea…“
Die Fahrt verläuft unspektakulär, schönes Wetter, eine „Restwelle“ vom Vortag mit ca. einem Meter Höhe genau von vorne läßt die ELSE Fahrstuhl fahren und den Verbrauch steigen.

Irgendwann benutzen wir das Klo und irgendwie riecht es auf einmal nach Kläranlage: Getreu dem uns begleitenden Motto „Irgendwas ist immer…!“ ist auch heute was : Der zuvor eigentlich entleert geglaubte Fäkalientank läuft über ! Zum Glück nicht ins Boot, sondern vielmehr bahnt sich ein Rinnsaal Jauche den Weg aus der Entlüftung des Fäkalientanks den Weg über Deck in die Ostsee ! Deja vu : Manchmal verstopft der Ablauf, diesmal mangels Sichtkontrolle unbemerkt und beim Benutzen der Toilette haben wir ihn bis zum Überlaufen „gefüllt“… Nochmal das Ablaufventil geöffnet, eine große Acht in Gleitfahrt gefahren und der Tankinhalt ist durch Sog oder Druck oder beides da, wo er ohnehin hin sollte, zum Glück ohne stochern mit dem zur Ausrüstung gehörenden „Stöckelstab“ (Marstrand 2010, Baustelle Hafencafe, Jürgen weiss Bescheid…!)

Der Kurs führt uns nach Darlowo, das wir Nachmittags, erreichen. Nach der obligatorischen Anmeldung über Kanal 12 erwartet uns bei der Einfahrt in den Hafen der uniformierte Kapitän desselben an der Pier, erläutert uns, das die „Rollbrücke“, die den Hafen vom Meer zumindest für Schiffe, die höher sind als 1,5 Meter, trennt in 40 Minuten öffnet und wir danach bitte in die Marina fahren mögen.

Eine ruhige Marina in Form einer Schwimmsteganlage im Fischereihafen, fußläufig zum Ortzentrum und so inspizieren wir dasselbe noch und essen an einer Fischbude noch die beste Scholle unseres Lebens, bis vor wenigen Stunden hat sie noch gedacht und lohnt ihre Frische mit einem tollen Geschmack, da weiss man was man sonst nicht bekommt…

Der nächste Tag in Darlowo begrüßt uns mit strahlendem Sonnenschein und Windstille. Uli drängelt, will laufen, „in die Stadt“, noch mal „gucken“ und die schwankenden Seefahrerbeine in den „Landmodus“ umzuprogammieren.
Zuvor tauscht sie noch den „Stand der Dinge“ mit einem Segler aus, der auch nach Danzig und Helsinki will, aufgrund des vorherrschenden Nord- Nordostwindes aber noch mit mindestens fünf Tagen bis Danzig rechnet. Er ist etwas „unter Druck“, weil sein Begleiter in einer Woche in Danzig sein muss.
Die militärischen Sperrgebiete hat er bisher tapfer ignoriert und ist deshalb auch schon von der polnischen Marine mit einem Patrouillenboot während Schiessübungen „aufgebracht“ worden, zum Glück folgenlos, nur mit dem „Zeigefinger“ ermahnt worden…Auch die Umfahrung der russischen Hoheitsgewässer scheint er entspannt zu sehen und hat nichts „gegen ein paar Tage Aufenthalt in Russland ohne Visum“…
Wir schauen uns noch eimal das possierliche Darlowo an, das im Hochsommer wohl hoffnungsvoll überlaufen sein wird anbetracht der erheblichen gastronomischen Kapazitäten und machen uns auslauffertig.

Das „Kapitanat“ antwortet diesmal nicht auf unser „Auslaufbegehren“, so fahren wir einfach los und können durch Glück gleich im Gefolge zweier Berufsschiffe die geöffnete Rollbrücke in Richtung See passieren.
Gleich darauf sind wir auf derselben, blaugrünes Wasser, strahlende Sonne, mittlerweile 4-5 Windstärken, kurze böse Wellen von vorne, die ELSE immer wieder in überkommender Gischt versenken und bocken lassen wie ein Fohlen. Auf jeden dieser Buchstaben kommen zwei „Fehlversuche“ und darum hier jetzt auch erst einmal Schluss.
Aufgrund der notwendigen Kursänderung in Richtung Ustka kommt die Welle jetzt auch von schräg vorne und ELSE bockt nicht nur, sondern rollt auch noch ganz ansehnlich.

Der immer noch namenlose Autopilot steuert wie verrückt, der „Segelnachbar“, der vor uns ausgelaufen ist und auch nach Ustka will, ist nicht mehr zu sehen, dafür eine schier endlose naturbelassene polnische Ostseeküste…

Um es kurz zu machen : Nach ca. 4 Stunden kommen wir in Ustka nach einem ziemlichen Ritt bei immer mehr zunehmendem Wellengang an, in der Hafeneinfahrt muss man wegen dort hin und her laufender Wellen etwas mehr Gas geben und windet sich dennoch  wie ein Wurm durch das sich auftürmende schwellige Kabbelwasser.

Auch hier erhalten wir per Funk Anweisung zum unserem Liegeplatz an der Stadtpier gegenüber einem großen SAR-Schiff. In kurzer Zeit mutiert ELSE und die darauf befindliche Besatzung zum Touristenmagnet und wir werden von Jung und Alt ungeniert gegafft, fotografiert und kommentiert.  Es dauert lange, bis Uli alle Fender quer festgebunden, präzise angeordnet und die Leinen akkurat „justiert“ hat, und ELSE durch den Schwell des in den Hafen laufenden Meeres nicht mehr ständig ungebremst an die Kaimauer knallt.

Wir „besichtigen“ Ustka bei schönem sonnigen Wetter, seebädischer Touricharakter, „blitzsauber“ endlose Sandstrände, zu dieser Zeit alles noch relativ leer.

Uli findet noch zusätzlichen Spaß in einem „Fünf-Zloty-Laden“ und das dort erhältliche Sortiment…

Auf dem Boot zurückgekehrt, beobachten wir unsere „Seglerbekanntschaft“ aus Darlowo beim erschöpften Einlaufen, anstelle der 27 Seemeilen haben sie durch das durch den Gegenwind notwendige „Gegenankreuzen“ 50 Seemeilen benötigt und recht erschöpft, fragen uns sogar, warum wir bei dem Seegang nicht „umgekippt“ sind… Gut, wir mussten ja auch nicht kreuzen und hatten die Wellen von vorne…

Zur Nacht hin kontrollieren wir nochmals alle Fender, legen zusätzliche Leinen und flechten Ruckdämpfer ein… zunächst erscheint alles gut, aushaltbar die Schaukeleiund das durch die Fender gedämpfte Rumsen der ELSE gegen die Pier;  Vergebens : die Nacht wird schlicht grauenvoll, man fliegt in der Koje hin und her und unter das gedämpfte Rumsen mischen sich harte Stöße, die von verrutschten Fendern zeugen…

Raus aus dem warmen Bettchen, nachgucken, „richten“ wieder hinlegen, eine Stunde später das ganze noch mal, die Fender sind gar nicht verrutscht, sie werden nur fast ganz zusammengedrückt bei „fendern“…!

Lange Rede, kurzer Sinn: Unseren auf halb sechs gestellten Wecker brauchen wir nicht, noch vor vier Uhr morgens, an Schlaf ist nicht ernsthaft zu denken, geben wir auf, machen uns startklar und werden auslaufen, lieber 1,5 Meter „Welle“ als weiter dieses Rumsen, Schaukeln  und Rucken..( an Nico und Bernd : Warnemünde war eine Wiege dagegen…)

Meine Furcht, das die Klampen aus der ELSE reißen war unbegründet : nix locke, keine Risse, dafür ein gerissene Leine, eine andere fast durchgescheuert ! Gut, nicht mehr ganz neu die Leine, aber dennoch, das hätte ich mir nicht vorstellen können ! Als Zeugnis unseres Leidens lassen wir die kümmerlichen Reste unserer Festmacher eindrucksvoll an den Pollern zurück..

Vor uns sind offensichtlich erst vor kurzem auf einem größeren Segelschiff zwei Polen mit martialisch wirkenden überdimensionierten Kapitänsmützen angekommen und palavern und rauchen. Ich begrüße die beiden und erkundige mich nach dem Seegang und der „Befahrbarkeit“ der See ausserhalb des Hafens…“Alles gutt, one Meter Wave perhaps, go to Leba, Leba sehr gutt“ erfahre ich und nach Leba wollen wir sowieso und eine andere Wahl haben wir letztlich auch gar nicht…

So verlassen wir kurz vor halb fünf das aus „wassersportlicher“ sich ungastliche Ustka in Richtung Leba.

Auf der offenen Ostsee angekommen, scheint sich die Richtigkeit unserer Entscheidung zu bestätigen: Nicht eben „Glattwasser“, aber „fahrbar. Mit viel Mühe koche ich uns schwankend und festhaltend einen Kaffe, der uns wenigsten ein bißchen belebt..

ELSE fährt auf „Auto“ den bestätigten Kurs nach Leba un wir versuchen uns wach zu halten. Zwischendurch muss Uli mal dringend unter Deck „verschwinden“, danach ist ihr für den Rest der Fahrt nach Leba ziemlich schlecht und mag gar nix mehr ausser VOMEX…

Leba erreichen wir dank der frühen Aufbruchstunde schon um 9:25 Uhr – wie wohl, in dem zwischenzeitlich entstandenen Nebel, nach dem nun schon fast gewohnten „Procedere“ : Ansteuerungstonne als Wegpunkt, in den Nebel starren, „oh, da ist sie ja..“, neuer Wegpunkt kurz vor die Molenköpfe der Hafeneinfahrt, „oh, guck, da ist sie ja..“, reinfahren und alles ist gut und vorbei… Adrenalin belebt…

Leba „ist gutt“, wir haben noch fast den ganzen Tag vor uns, doch davon später mehr…

Bis auf die „Russenflotte“, von der will ich gleich berichten : Kurz nach unserer Ankunft kommen vier Motoryachten mit russischer Flagge an, machen fest und werden kurze Zeit später von zwei nett anzusehenden bewaffneten Zolldamen in ausgemusterten VOPO-Uniformen kontolliert, Pässe, Visa und so weiter…

Kurze Zeit danach siegt meine Neugier und ich frage einen der Russen, der sich als in Kaliningrad, dem ehemaligen Königsberg, lebender Deutscher entpuppt, woher die ganzen „Sowjets“ kommen : Die vier Yachten sind tatsächlich am ganz frühen Morgen in Königsberg aufgebrochen und nach Leba gefahren…!

Die „PILIGRIM“ ziert am Heck ein großes Wappen mit der Aufschrift „Altstadt Königsberg“, irgendwie scheint man stolz darauf zu sein, wie ich auch mehrfach schon lesen konnte und Königsberg besinnt sich auf seine Historie…Darüber hinaus scheint das neue Russland angekommen, fühlen wir uns mit der ELSE ein bißchen als „soziale Randgruppe“…

Wir tauschen uns noch ein wenig aus und ich darf noch das Wappen auf der „PILIGRIM“ fotografieren und werden wir uns mit Leba beschäftigen…

Bilder noch nicht alle beschriftet, schon zu spät…

Kolberg, Tankwagen

„Tankservice“ am Schiff in Kolberg…

Darlowo, Einfahrt
Darlowo, Brückenhaus

Darlowo, Warten vor Brücke

Darlowo, Kapitanatsauto

Darlowo, Kapitanatsauto…

Darlowo, Schollenhaus

Darlowo, „Schollenhaus“….

Darlowo, Uli und Scholle

Darlowo, Uli und Scholle…

Ustka, Hafeneinfahrt

Ustka, Hafeneinfahrt, schon drin…

Darlowo,leider gsunken

„irgendwas ist immer…!“, gesehen in Darlowo…

Darlowo, Hund mit Schwänen Darlowo, Strand Darlowo

Ustka, Hafen

Ustka, Hafen

Ustka Else

Ustka, Hafen, ELSE´s unruhiger Liegeplatz….

Ustka, Segler

unsere „Seglerbekanntschaft“ kommt auch in Ustka an..

Ustka Ustka, Leuchtturm

Leba, Hafen

Zoll- und Einreisekontrolle der Russen in Leba…

Ustka, Aufbruch

Aufbruch in Ustka im Morgengrauen…

Leba, Piligrim

die „Piligrim“ aus Königsberg mit ihrem „Altstadtwappen“…

Leba2, Hafen

„Baltische Flotte“ der Russen, ELSE im Vordergrund…

Leba, Angler

„Saufen ersetzt Yoga…“

Leba, Dafna

Beobachtungen in Kolobrzeg

Ein kleiner Auszug aus dem Reisetagebuch von Uli:

Einwohnerbetrachtung: Die Modererscheinungen in Kolberg sind  fragwürdig. Unter dem meist rot gefärbten Haarschopf finden sich Plastiklederjacken, neonfarbene T-Shirts – gerne auch als Tiger verkleidet – riesige Plastik- oder Goldketten, Leggings – besonders gerne an den moppeligen Gestalten – oder gar Jogginghosen, die scheinbar jede Frau gerne zu allen Gelegenheiten trägt. Die mittelalte Kolbergerin hat an den Füßen meistens Schuhe mit Korksohlen und mit Glitzersteinen beklebten Riemchen, auf denen offenbar schwer zu gehen ist.

Das männliche Exemplar trägt Jeans – oder auch Jogginghosen – gerne auch ein paar Nummern zu groß, ein enges, reingestopftes Polo- oder T-Shirt und drüber einen Blouson aus irgendwas oder Baumwollimitat. Sie treten gerne in Kleingruppen auf und erörtern anscheinend das Weltgeschehen.

Auch am Hafen trifft man fast nur auf Männer. Die eingeschworenen Männercrews von den Booten, die abends in Schläppchen, Jogginganzug, Handtuch um den Hals und Täschchen zu den Duschen pilgern…

Nicht zu vergessen sind die „2-Sekundenangler“, die bei beginnender Dunkelheit den Hafen bevölkern. Dunkle Gestalten mit Angel und Handy: sssst – Angel auswerfen – zack – einholen – weiter gehen – sssst – zack – weiter – sssst – zack – telefonieren – weiter – sssst – zack… Und was soll das ????

Bin gespannt, was Tallin, Riga oder Helsinki zu bieten hat…

 

 

Irgendwas ist immer…

So schloss einer der letzten Posts…

Heute war auch wieder was : Ich wundere mich über das häufige Anspringen der Druckwasserpumpe für die Wasserversorgung der ELSE;

Ein Blick auf die Füllstandsanzeige des Wassertanks offenbart nur noch 50%, obwohl wir gar nicht viel Wasser verbraucht haben… Dafür ist der Wasserstand in der Bilge 100 %, durch ein stecknadeldickes Loch in einer Wasserleitung ist das Wasser aus- und in den Motorraum eingetreten, hat die Bilge gefüllt und die Motoren mit einem Sprühnebel getränkt…

Mit einer der zahlreichen installierten und mitgenommenen Lenzpumpen pumpen wir das Wasser ins Hafenbecken, zum Glück hatte ich zuvor das Öl im Motorraum so vollständig ausgewischt, dass unser Bilgenwasser keine sichtbaren Spuren im Hafenbecken hinterlässt.

Schnell das Loch mit „Rescuetape“ abgedichtet, hält zum Glück und ist dicht, zum Auswechseln des Schlauchstückes habe ich keine Lust mehr…

Die eingenässten Motoren springen klaglos an und trocknen ab.

Wenn sich denn die „Widernisse“ auf solche Aktionen beschränken will ich nicht meckern, Nebel ist schlimmer und das Loch im Rohr hätte ja auch in irgendwelchen schwer zugänglichen Bereichen der Else sein können…! Mehr geht auch immer…!

Morgen geht es weiter, wenn es das Wetter zulässt, nach Darlowo oder Ustka…

Zuvor kriegen wir noch mal Diesel, es ist noch viel drin im Tank, aber ich habe ihn gerne voll…

Der Diesel wird direkt ans Boot geliefert, für deutsche Verhältnisse zum Schnäppchenpreis, ebenso wie Lebensmittel in Polen…!

Trotzdem : hoffentlich ist Morgen nichts….!

Ach ja, schnell noch Wasser auffüllen…

 

 

Ruden-Kolberg

Eigentlich gehören vor diesen Post noch zwei andere vervollständigt, aber ich hatte mehr Lust auf diesen, den ich gestern während der langen Fahrt von der kleinen Insel Ruden östlich des Greifswalder Bodden nach Kolberg geschrieben habe. Noch fehlende Bilder und Texte der anderen Posts folgen…

Der Text für unser „Nebelabenteuer“ („The Fog – vier Stunden Angst“) jetzt aber online, also gerne mal zurückgehen….

Der Morgen im Hafen von Ruden beginnt mit strahlender Sonne und ca. 2 Bft Wind. Der Blick über die Mole aufs Meer ist vielversprechend, nur eine leichte „Restwelle“ vom Vortag ist sichtbar und wir beschliessen, den „langen Ritt“ nach Kolberg, ca. 65 Seemeilen, zu machen. Wir wollen endlich „was Fremdes“ sehen und sind scharf auf Danzig, was auch bei größeren Tagesetappen noch 2-3 Tage entfernt ist, vorausgesetzt, das Wetter bleibt fahrbar.
Wir machen uns startklar und verlassen den mit Seifenschaum verzierten Hafen von Ruden : Die Chartersegler auf der COCO haben ausgiebig geduscht und gespült, nun ist alles sauber, nur der Hafen nicht…
Wir verlassen Ruden durch das ausgiebig betonnte Fahrwasser duch die Flachs östlich der Insel und erreichen nach ca. einer halben Stunde die letzte Tonne und nehmen von da an mit genau 90 Grad Kurs auf Kolberg. Backbordseitig bleibt die „Greifswalder Oie“ zurück, eine nur etwas größere Insel als Ruden, aber mit mehr Wald und Steilküste, sie sieht vom Wasser jedenfalls richtig einladend aus…
Achtern sind im Sonnenlicht in weiter Ferne die Kreidefelsen von Rügen gut erkennbar, versinken mit zunehmender Entfernung langsam im Meer.
Der Autopilot, der immer noch keinen adäquaten Namen hat, steuert ELSE mit 7.5 Knoten auf die Ansteuerungstonne von Kolberg zu, bei dieser Entfernung verbleiben noch etwa fünf Stunden wiegende Schaukelfahrt – die „Restwelle“ kommt von vorne- , die wir uns im Tagesverlauf aber noch durch etwas Gleitfahrt verkürzen werden…
Zwischenzeitlich sind wir in polnischen Hoheitsgewässern, Land ist nicht mehr zu sehen, Handyempfang gibt`s nicht mehr….
Mehrfachl muss ich den Kurs des Autopiloten unterbrechen, voraus, genau auf Kurs, taucht zum einen eine nicht in der Karte verzeichnete Hindernistonne und ein weiße Boje unweit davon auf; keine Ahnung, was sich auf 13 Meter Wassertiefe darunter verbirgt, ich mache lieber einen Bogen darum, ebenso wie um mehrere Fischernetze (8 SM von der Küste entfernt !), die ebenfalls mit Bojen gekennzeichnet sind.
ELSE folgt unbeirrt und monoton dem Kurs auf die Ansteuerungstonne und es bleibt viel Zeit, diesen Text zu schreiben und zu lesen. Da die Sicht sehr gut ist, reicht ein gelegentliches „Aufgucken“ um sich zu vergewissern, ob da immer noch nichts ist, wo eben schon nichts war..Stundenlang ist weder Land noch andere Schiffe zu sehen !

Mal sehen, was uns in Kolberg erwartet.

Nachtrag : Bevor wir in Kolberg gegen 18:30 angekommen sind, hat sich ca. 10 SM vor Kolberg kaum merklich die Sicht verschlechtert : Eben war`s noch schön, auf einmal diesig, um dann in Seenebel überzugehen…! Gut, die Sicht war noch deutlich besser als bei unserem „Startnebel“ ab Schleimünde, aber ohne Landsicht navigieren wir plötzlich wieder in einer grauen Masse. Vor der Sichtverschlechterung hatten wir uns bei etwas ruppiger gewordenem Wasser noch etwas unangenehme Gleitfahrt gegönnt, jetzt sind wir froh, das wir dadurch bis auf zwei Seemeilen an die Ansteuerungstonne von Kolberg, die auch alsbald aus dem Nebel auftaucht, herangekommen sind.

Auf dem Plotter setzten wir schnell einen Wegpunkt direkt vor die Molenköpfe der Hafeneinfahrt von Kolberg und warten mit trocknem Mund gefühlt sehr lange, bis der Autopilot bei der Schaukelei träge den Kurs auf diesen Punkt findet.
Hinter uns huscht ein Schiff vorbei, ist ebenso schnell verschwunden wie es aufgetaucht ist…
Auf Kanal 12 funken wir die „harbour control“ Kolberg an, erkundigen uns in gebrochenem Englisch nach „outbound traffic“, woraufhin wir nach unserer Position gefragt werden – sehen kann er uns nur auf dem Radar- und wir dann die Auskunft erhalten das nix entgegenkommt und wir dem „you can enter the harbor“ folgen…
Kurze Zeit später tauchen aus der „Suppe“ die Molenköpfe auf und nehmen uns kurz darauf später gefühlt wie „Abrahams Schoß“ auf…
Kurze Zeit später machen wir in der hypermodernen „Marina Kolobrzeg“ fest und werden von einem angenehmen hilfreichen Hafenmeister in die Benutzung der „Marinaausstattung“ eingewiesen…
Wir laufen noch ein bisschen rum und in Richtung Stadtzentrum, versorgen uns an einem Kiosk mit Bier und „Einlaufzigaretten“ und lassen das Erlebte Revue passieren : Keine Landsicht bis kurz vor dem „stranden“ macht keinen Spaß und warum kommt das soooo überraschend nach eben noch Sonne pur…
Vor dem Schlafen gehen steht noch Bastelei an : Die Landstromversorgung funktioniert nicht. Nach allerlei Messungen stelle ich fest, das ggf. tödliche 230 Volt auf dem Schutzleiter liegen ! Für die andere Steckdose fehlt uns nun ein Chip und ich maschiere zum Hafenmeister (24 h-Service !) und er erinnert sich, „dass das Problem schon mal da war, vor zwei Wochen, aber die andere Steckdose ist gut, 100 %ig…!“ Womit er recht behalten sollte…
Wir beschliessen, am nächsten Tag auf jeden Fall in Kolberg zu bleiben.