Lerkil – Göteborg

der Post hinkt der Zeit mal wieder hinterher : heute sind wir schon einige Tage in Göteborg…

Am nächsten Tag begrüßt uns frühmorgens das vorhergesagte und erhoffte Wetter: Es ist windstill und sonnig!

Die Etappe von Lerkil nach Göteborg dauert in „Verdrängerfahrt“ nur etwa drei Stunden, weil „Autorouting“ einen virtuos durch die Schären geschlängelten Weg gefunden hat, der deutlich kürzer ist als das Anreisen außerhalb der Schärengewässer. Die gewählte Route ist einmal mehr, diesmal aber besonders atemberaubend, da sie gefühlt oft nur einen Katzensprung zwischen den Felsen hindurchführt.

Schnell sind wir ablegebereit und aktivieren gleich außerhalb des Hafens die Route und folgen artig den Wegpunkten, permanent ein sehr waches Auge auf dem Tiefenmesser und auf sowohl auf die Papierkarte wie auch die digitale Seekarte im Plotter, weil wir nicht wirklich glauben mögen, dass man hier und da tatsächlich durchfahren kann, ohne am Felsen zu zerschellen…

Entsprechend der elektronischen wie auch der Papierseekarte herrschen teilweise trotz der geringen Abstände zwischen den Felsen aber Tiefen von bis zu 10 m vor und der Tiefenmesser zeigt auch alles so an, wie auf der Karte dargestellt, wenn man mal über einen „Buckel“ auf dem Meeresgrund fährt, über dem sich die Tiefe von 10 auf 5 m verringert, kann man das auch wunderbar auf dem Tiefenmesser sehen!

Alles funktioniert super und uns stehen die Münder offen, ob des glatten blauen Wassers, den sonnenbestrahlen Schären und angesichts der Route, die uns das Autorouting beschert!!

Mehr kann man hier nicht beschreiben, vielleicht kann man den Bildern ansatzweise  entnehmen, was wir erleben durften!

Immer wieder kontrollieren wir die Route, offener Mund und die Augen groß geweitet, das Erleben ist übermächtig!

Viel zu schnell nähern wir uns durch die Schären Göteborg, der Schiffs- und Bootsverkehr wird deutlich mehr:

Eben musste man noch auf die Schären aufpassen, jetzt auf viele kleine und große Boote und Schiffe, teils in schneller Gleitfahrt und dabei auch noch schön auf der Route bleiben, wenngleich das Wasser nun wieder „offener“ ist und die Schären weiter weg…

Schon bald kommt die Mündung des Götaälv und natürlich Göteborg in Sicht.

Bis zur unmittelbar in der Innenstadt gelegenen City Marina „Lilla Bommen“ sind es noch ca. 4 Seemeilen flussaufwärts und vom Wasser aus können wir die schöne Kulisse von Göteborg genießen.

Witzigerweise ist diesmal meine „Seawoman“ ungleich aufgeregter als ich; üblicherweise ist das meine „Domäne“, „gebeutelt“ von der Angst vor dem Anlegen und der Furcht, keinen Liegeplatz zu finden:

Der große Hafen ohne wirklich aufregenden Schiffsverkehr macht aus irgendwelchen Gründen Uli zu schaffen und einen trockenen Mund…

Auf dem Weg flussaufwärts muss ich tatsächlich kurz aufstoppen, um einen unmittelbar vor dem Boot auftauchenden Seehund nicht zu rammen: Keine 10 m vor uns guckt er uns an, um dann schnell abzutauchen.

Es ist übrigens nicht der erste dieses Tages, auch in den Schären hat uns das eine oder andere Mal ein runder Kopf auf dem Wasser angesehen…

Kurz vor dem Hafen quert dann noch ein Fischotter den dort noch recht breiten Fluss von der einen Seite zur anderen und kreuz unseren Kurs.

Im „Lilla Bommen“ klappt alles einwandfrei: Der vorher gebuchte Liegeplatz ist tatsächlich frei und bei nahezu Windstille und gleißender Sonne legen wir unproblematisch an und schon bald geht Ulis Unruhe in Entspannung und Genuss über angesichts der eindrucksvollen Optik des sinnig als „Lipstick“ benannten rot weißen Bürohochhauses und dem historischen Segelschiff „Viking“ auf der einen Seite und der Oper und dem großen rummeligen Einkaufszentrum „Nordstan“ auf der anderen Seite.

Die City Marina ist aufregend und lebhaft, völlig stadtnah und trotzdem irgendwie angenehm, zumal sich nachts auch dann erholsame Ruhe einstellt.

Am Nachmittag des früh begonnenen Tages gehen wir erst einmal auf Nahrungssuche und ein bisschen einkaufen und werfen einen ersten Blick auf die Innenstadt, an die wir uns teilweise noch aus 2010 erinnern.

In Göteborg werden wir lange bleiben:

Am Freitag wird mich meine „Seawoman“ verlassen und mit dem Flixbus nach Hamburg und mit dem Zug dann nach Lüneburg fahren:

Mila erhält am Freitag ihr Abiturzeugnis und diesem denkwürdigen Ereignis möchte Uli gerne beiwohnen und Mila mit ihrer Aktion sehr überraschen, das arme „Kind“ ist nämlich mehr oder weniger die Einzige, die von diesem Vorhaben nichts weiß!

So wird dann die Überraschung und Freude übermächtig sein, am späten Nachmittag des Samstag fährt Uli aber auch schon wieder mit dem Flixbus nach Göteborg zurück und wir können uns ausgiebig erneut der Stadt widmen.

Zwischenzeitlich ist der “48-Stundenexodus” vorbei, Ulis Überraschung gelungen und sie wieder wohlbehalten in Göteborg zurück…

Unsere Liegezeit haben wir bereits jetzt verlängert, da ab der kommenden Woche viel Wind und höhere Wellen vorhergesagt sind und wir uns bei Wind und Welle ungern in die Schärengewässer begeben würden…

Uli hat einen „Plan B“ erdacht : Voraussichtlich werden wir von Göteburg aus den Göta älv weiter ins Land hinein fahren, um denn nach ca. 5 Seemeilen in den Nordre älv abzubiegen und über diesen Fluss wieder an der Schärenküsten „ausgespuckt“ zu werden.

Auf halber Strecke, an der  Flussgabelung, an sich der Göta älv und der Nordre älv trennen, liegt eine Insel im Fluss mit einer bedeutsamen historischen Burg, der Festung Bohus : Laut Google Maps und verschiedenen anderen Informationen gibt es an der Festungsinsel einen Holzsteg, an dem man anlegen und bleiben darf, allerdings ohne Wasser und Strom, was uns allerdings nicht wirklich stören wird…

So werden wir durch Ulis Plan B voraussichtlich in den Genuss eines Teils Binnengewässer von Schweden kommen, bestimmt auch eine neue Erfahrung…

Danach wird es weitergehen in Richtung Norden, der genaue Weg steht noch nicht fest, voraussichtlich geht es dann in den Gullmarnfjord, den wir aber noch auf „Attraktivität“ prüfen müssen…😀

Die Impressionen der Tage: Anreise von Lerkil nach Göteburg und Göteburg…

Schärenfahrt bei schönstem Wetter… !

man kann sich nicht sattsehen..!!

ohne Worte…!

die Großstadt rückt näher : eilig in den Schären unterwegs…

Seerettung, hat heute auch Spaß…!

Wassersportspaß vor den Toen Göteborgs…

Einfahrt nach Göteborg : die Älvsborgsbron in Sicht…!

Älvsborgsbron über den Götaälv…

Göteborg, “Waterfront”…

“bigship ahead…”…

City-Marina “Lilla Bommen” in Sicht..

Rückblick…

Empfang am reservierten Liegeplatz…😀 : “Hilfshafenmeister”

Liegeplatz…

Busterminal nachts um 1:00 Uhr : Ulis Mitreisende im Flixbus…

gute Reise, Seawomen..!

Begegnung auf dem nächtlichen Rückweg zur Else…

in 174 Tagen ist Weihnachten, die Oper Göteborg ist vorbereitet…!

in 174 Tagen ist Weihnachten, die Oper Göteborg ist richtig gut vorbereitet…!

Ausblick aus dem Cockpit kurz nach Sonnenuntergang : auch ein urbanes Umfeld kann nett sein…

Göteborgs Opernhaus bei Nacht…

Lerkil 2.0

Der angedachte Abfahrtstag stellt sich am frühen Morgen bedrohlich dar:

„Else“ ächzt und stöhnt und knarzt an ihrer Holzpier, immer wieder gibt es harte Stöße beim Aufprall auf die fast zusammengedrückten Fender und das Schiffchen springt und bockt an den Leinen…

Da unser Abwassertank voll ist, muss ich notgedrungen zunächst das warme Bett und dann das soweit angenehme Schiffsinnere verlassen und die Toilette im Sanitärgebäude aufsuchen.

Auf dem Weg dahin ist der Blick über die Brüstung der Hafenmole möglich und verheißt nichts Gutes: An den Schären und der Hafenmole züngeln und “gischten” gierig nicht wirklich hohe, aber böse und giftig anmutende Wellen mit weißen Schaumköpfen, weiter draußen sieht es nicht wirklich besser aus…

Nachdem es heute Nacht sintflutartig geregnet hat, ist es jetzt zwar fast trocken, aber dunkle Wolken und starker Wind machen das Szenario nicht einladender…

Windy und Wetter Online verheißen immer noch die „Wind- und Wellenberuhigung“ gegen Mittag – aktuell ist sie auch eingetreten und Sonne und Wolken wechseln sich freundlich ab und das Wetter und das Wasser ist wieder einladender…

Gleichwohl haben wir unter dem Eindruck einiger den Hafen verlassender heftig schaukelnder Schiffe unseren Plan geändert und hier den Liegeplatz in Lerkil für einen weiteren Tag gebucht und in Göteborg unsere um einen Tag verschobene Ankunft auf unserem reservierten Liegeplatz avisiert.

Segelschiffbesatzungen sind da meistens robuster, einige Schiffe laufen aus, unser “Achterlieger” läuft aus und kommt gleich zurück, allerdings nur, weil er seine Fahrräder am Steg vergessen hat…!😀😅

Ich helfe beim Anlegen und reiche ihm die Räder an Bord und auch er sagt, dass er lieber bleiben würde, aber morgen da und da – ein unverständlicher schwedischer Name – sein muss und deswegen fährt…

Der Nachmittag wird wieder eher lieblich, die Zwischenzeit haben wir mit dem Absaugen unseres Fäkalientankes verwendet: In Schlauchreichweite steht die Fäkalienabsauganlage und erstmalig benutze ich den Absaugstutzen der Else. In Deutschland muss man funktionierende Fäkalienabsauganlagen „mit der Lupe suchen“, meistens sind sie wirklich eher versteckt und wenn man sie dann gefunden hat, funktionsunfähig. Hier brauche ich nur den Schlauch ausrollen und alles funktioniert super…

Uli fragt ketzerisch, ob ich auch weiß, was ich tue und an den richtigen Öffnungen hantiere, unvergessen mein „Dieseldrama“ in 2013 in Danzig, das ich hier nicht verlinke, um die wahrscheinlich größte Peinlichkeit meines Lebens nicht noch einmal allen einfach zugänglich zu machen…

Wer will, kann im Blog danach suchen…

Der Nachmittag verläuft – wieder einmal funktioniert die Wettervorhersage bestechend – wie vorhergesagt: Es wird ruhiger, die Welle wird weniger und wenn alles wie vorhergesagt klappt, ist das Wetter morgen und übermorgen schön und ruhig und wir in Göteborg!

Ich erkunde noch ein bißchen Lerkil und Umgebung mit dem Fahrrad und “beneide” die Schweden um ihre genialen Schärengrundstücke mit schönsten Häusern darauf…

Auch wenn die Häuser nicht auf der Schäre stehen, strahlen sie in ihrer Feld-, Wald- und Wiesenumgebung eine ziemlich unbeschreibliche “Wohnlichkeit” aus und außer Frage “wohnen” die Schweden gerne : überall “Accessoires” zum gemütlichen Zusammensein, Grillen, Essen Trinken und “im Freien aufhalten”…!

Die olfaktorische Melange aus frischer Seeluft, Duft nach Kiefern und Wiesen, ein bisschen Landwirtschaft und sich heiß anfühlender Luft ist unnachahmlich und -beschreiblich und ich brüte darüber nach, wie man wenigstens einen Teil der davon konservieren und mit nach Hause nehmen kann…

Wie erklärt man im häuslichen Garten einem Findling, dass er bitte nach Schäre riechen möge…?

“Mitnehmen” geht wohl “nur” im Kopf… Alles andere muss zwangsläufig scheitern…

Der Abend endet wieder in der “Lerkilsbaren” bei super Pizza  und eiskaltem Bier !

Zwischenzeitlich  sind wir nach wirklich fantastischer und unvergesslicher Schärenfahrt  in Göteborg angekommen, davon mehr im nächsten Post…

Die Impressionen des weiteren Liegetages:

unfreundliche böse Wellen… Lieber einen Tag länger in Lerkil…

die Badebucht von Lerkil…

die Badebucht von Lerkil…

nachmittags wieder feinstes Wetter, außerhalb des Hafens noch ein bißchen “schwabbelig”…

der Skipper beim Scheisse pumpen…😅

 

am nächsten Tag : feinstes Motorbootfahrwetter…

Schärenfahrt nach Göteborg von der schönsten Seite…!

Lerkil…

Seit Freitag nun sind wir in Lerkil, siehe auch bereits die Bilder im vorangegangenen Post.

In Lerkil sind wir den „Midsommar-Ausschreitungen“ gut entkommen, der „Midsommar-Afton“ ist ebenso wie der Samstagabend in Lerkil ruhig geblieben…

Lerkil ist ein Hafen, in dem offensichtlich überwiegen nur Einheimische der Region ihre Boote haben, die ganze Zeit unseres bisherigen Aufenthaltes  waren wir mehr oder weniger das einzige Gastboot und irgendwie drängt sich der Eindruck auf, dass in Lerkil auch Schweden Zuflucht gesucht haben, die nicht wirklich auf „Midsommarfestivitäten“ stehen…

Dafür ist bei dem schönen Wetter umso mehr ein Kommen und Gehen von einheimischen Booten zu beobachten, die man von der nächsten Schäre aus ankernd oder an den Schären festgemacht liegen sieht !

Wir vertreiben uns gerne die Zeit mit Erholen von dem vorangegangenen „Städtetrubel“ und belaufen ein ums andere Mal die schönen Schären in Hafenumgebung und den bestaunen Ausblick aufs Meer!

Windstilles sonniges Wetter herrscht vor und man kann sich nicht satt sehen an den Schären selbst und dem Ausblick aufs Meer!

Mein vorgestriger Ausflug mit dem Fahrrad bot keine neuen „Schäreneindrücke“, dafür aber eine sommerlich warme und nach Feld, Wald und Wiese duftende schwedische Landschaft  !

„Traditionell“ bestand die erste Hälfte der Fahrradtour aus federleichtem „geflügelten“ Fahren, um dann festzustellen, dass es doch so etwas wie Rückenwind und auf dem Rückweg in der Folge Gegenwind gibt…

Nach 15 km komme ich „durchgearbeitet“ wieder in Lerkil an und wir essen eine Super-Pizza in der „Lerkilbarens“, die in diesen Tagen gut von einheimischen Bootsliegern, Wohnmobilisten und augenscheinlich Gästen und Familien aus der näheren Umgebung besucht war.

Meinen Plan, heute im etwa 6 km entfernten Ica-Supermarkt einzukaufen, habe ich verworfen, weil wir letztendlich aktuell nichts brauchen und es morgen ohnehin weitergeht nach Göteborg!

Interessant, dass heute der Wohnmobilstellplatz am Hafen völlig verwaist ist, nachdem er am Wochenende überfüllt war. Offensichtlich verreisen auch viele Schweden gerne übers Wochenende oder sind „Midsommar“ entflohen…

Zwischenzeitlich schwimme ich zur Abkühlung das eine oder andere Mal direkt von der Badeplattform aus im sauberen Wasser des Hafens, mit 20 Grad ein guter Kontrast zu den vorherrschenden 30 Grad unter dem Verdeck der Else trotz weitestgehend ausgeknöpfter Verdeckteile…!

In Göteborg haben wir ja – wie bereits geschrieben – einen Liegeplatz vorab buchen können und somit sind die knapp 20 Seemeilen nach Göteborg morgen eher ein Katzensprung und wir werden etwas später als normalerweise an „Fahrtagen“ üblich nach Göteborg aufbrechen: Laut Windy wird es morgen ein bisschen welliger, da die Fahrtdauer aber überschaubar ist, nehmen wir das einfach einmal in Kauf, schon um uns auch mal wieder an Etappen mit etwas mehr Wind und Welle als wir es bisher erlebt haben, zu gewöhnen, irgendwann müssen wir ja auch nochmal wieder nach Kappeln zurück…!

Für mich mit Stichwort „Autorouting“ zur besseren späteren Auffindbarkeit und Erinnerung in der Suchmaske des Blogs aufgeschrieben:

Das „Autorouting“ macht nach wie vor Spaß und minimiert die sonst aufwendige Etappenvorbereitung wirklich gut und deutlich: so führt auch die morgige von  Autorouting berechnete Route von Lerkil nach Göteborg virtuos durch enge, rechts und links von Schären gesäumte Fahrwasser, überwiegend – sofern sie dann eng  werden – auch gut betonnt, beeindruckend aber dennoch die akkurate Routenberechnung des Autorouting !

Zwischenzeitlich habe ich auch begriffen, warum das Autorouting manche Routen zwar berechnet und abspeichert, aber die Route nicht aktivierbar ist: Ohne viel nachzudenken hatte ich den Start- und  Endpunkt der jeweiligen Route mitten in das Hafenbecken des jeweiligen Hafens gelegt und genau das mag Autorouting nicht: Es gibt einen Hinweis, dass die errechnete Route nicht mit den „Ansprüchen an die Sicherheit der Navigationssoftware“ übereinstimmt: „Bitte überprüfen und modifizieren Sie die Route!“…

Zunächst wusste ich nicht, was mir der Plotter damit sagen will, zwischenzeitlich habe ich begriffen, dass ihn wohl die Einfahrt aus und bis direkt in den Hafen stört: Sobald man den Start- und den Zielpunkt vor den Hafen legt, lässt sich die Route problemlos aktivieren und in der Folge abfahren…

Aufgeschrieben deshalb, weil ich ansonsten im nächsten Jahr wieder staunen würde, warum das denn nicht funktioniert…!

Wir freuen uns auf Göteborg!

Ein paar neue wahllose Impressionen dieser schönen Tage:

schwimmen im Hafen Lerkil direkt von Elses Badeplattform…🐳

Marktplatz in Halmstad…

Liegeplatz in Halmstadt…

“Stadtimpression” Halmstad, unweit des Liegeplatzes…

Innenhof Schloss Halmstad…

Schloss Halmstad…

“Foodtruck” direkt am Liegeplatz in Halmstad….

Schärenimpression in Lerkil…

“Webcamselfie” am Steg : übereinstimmende Meinung der ersten Betrachter : “der spielt ihr was auf der Gitarre vor…!”… dabei erklärt hier der Captain der Seawomen nur mal wieder was… 😅😁

“…und täglich grüßt das Murmeltier : ” jeden Tag aufs Neue ein Bilderbuchsonnenuntergang…😀

“Innenstadtimpression” Halmstad, hinter der Brücke liegt ELSE…

Stadtpark Halmstad…

überall üppiger und gehätschelter Blumenschmuck….

“Innenstadtimpression” Halmstad, unweit des Liegeplatzes….

fast Mitternacht in Lerkil…!

“Innenstadtimpression Halmstad…

ein weiteres “Webcamselfie” : wir vor ELSEs Liegeplatz in Halmstad, vor dem Redaktionsbüro der “Hallands Posten”, in dem bis lange nach Mitternacht eine Redaktionssitzung tagte, man hatte echt “Last” damit, sich nur wenige Meter von augenscheinlich so intensiver Arbeit schlafen zu legen…! 😅

Es bleibt verhext…:

Erlebt und aufgeschrieben schon vor ein paar Tagen…

Ein ums andere Zwischenziel unserer Reise ist attraktiv und wir bleiben immer länger als zunächst gedacht:

Von Torekov erreichen wir nach dreistündiger Fahrt bei ruhigem Wasser Halmstad und machen in einer freien Box mitten in der Innenstand fest. Abgesehen von der Industriekulisse bei der Einfahrt präsentiert sich der Innenstadtliegeplatz schon vom Boot aus eher attraktiv und wir fragen uns, welchen Streich uns unsere Wahrnehmung oder unser Gedächtnis in 2010 gespielt hat:

2010 waren wir schon einmal Im Halmstad und unser damaliger Blogeintrag sprach eine andere Sprache, eigentlich wollten wir da eher früher als später weg…

Die nächsten Tage haben wir in Halmstad mit Chillen, Rumlaufen, Besuch eines weiteren Freiluftmuseums gerne in Halmstadt verbracht.

Die „Liegedauer“ wird ein bisschen mitbestimmt von der Wind- und Wellenvorhersage durch „Windy“:

Windy funktioniert in diesem Sommer überwiegend wie ein präzises Uhrwerk: die Wind- und Wellenvorhersagen treffen fast immer und genau zu und somit legen wir unsere Fahrtage auf vorhergesagte Wellenhöhe von 0,3 bis 0,5 m, was üblicherweise eine angenehme Fahrt garantiert, es sei denn, die Welle kommt schräg von vorne oder ganz von der Seite.

So legen wir dann unseren Abfahrtstag in Halmstad wieder auf so einen ruhig vorhergesagte Tag und erreichen an diesem nach frühem Aufbruch um 5 Uhr morgens Varberg, nur eine bis zwei Tagesetappen von Göteborg entfernt.

Auch Varberg kommt in den Hafenführern gar nicht so gut weg, ist im „wirklichen Leben“ aber ähnlich attraktiv wie alle unsere bisherigen Zwischenziele: Schon von Weitem erkennen wir eine große historische Festung und schon bald nach der Ankunft an einem Längsseitsliegeplatz im fast leeren Hafenbecken des „Innenhafens“ eine freundliche und sehenswerte Innenstadt.

Freundlich ist ein Stichwort: Aktuell wünschte ich, ich wäre als Skandinavier geboren:

Warum sind die Menschen in Dänemark generations- und geschlechtsübergreifend so viel freundlicher als bei uns?

Selbst meine traditionell mit geringerer Euphorie als ich ausgestattete, Menschenkontakte betreffend, Reiseberaterin Uli bestätigt, dass das nicht nur an der „Urlaubsbrille“ liegen kann; es fällt schon auf, wenn jüngere wie ältere Verkäufer und Verkäuferinnen, in Deutschland nicht selten, eher überwiegend, gerne traditionell wortkarg, missmutig bis schlecht gelaunt, hier überwiegend zugewandt, freundlich und hilfsbereit sind!

Klar, es gibt auch hier die normalen „Hackfressen“, die irgendwie missmutig rumlaufen, aber die Mehrzahl dieser gut gelaunten Menschen jeglichen Geschlechts und Alters ist schon auffällig!

Angenehm auch, dass jeder unaufgefordert in gefühlt fließendes Englisch übergeht, sobald der „Ausländer“ wahrgenommen wird und das mit einer völligen Selbstverständlichkeit und Freundlichkeit!

Die Erfahrung ist nicht neu, sie macht aber jedes Mal aufs Neue Freude und zeichnet Dänemark und Schweden als liebenswertes Urlaubsland, in dem man sich sehr wohl fühlt, aus!

In Varberg besichtigen wir die Festung, beobachten das Treiben im Hafen und insbesondere, wie mittlerweile Sportboothäfen und Wohnmobilestellplätze eine „Symbiose“ eingegangen sind: Nicht nur hier in Varberg, fast in jedem Hafen wird die „Infrastruktur“ sowohl von Schiffsbesatzungen als auch von Wohnmobilisten in Anspruch genommen.

Die Innenstadt von Varberg ist auch durchaus sehenswert und aufgrund meiner langen Baumarktabstinenz besuche ich (wie schon in Halmstad) auch hier den örtlichen „Clas Ohlsen“, ein Baumarkt und Haushaltswarensupermarkt mit einem vielfältigen Angebot und da nun unsere Getränkekühltbox im Cockpit ihren endgültigen nicht störenden Standort gefunden hat, habe ich eine 12 Volt-Einbausteckdose nebst dazugehörigem Lochbohrer, Kabel und Sicherung usw. gekauft, um in den nächsten Tagen dann dort an dem vorgesehenen Standort der Kühltruhe auch direkt die Stromversorgung zu haben…

Wir haben einfach ein unverschämtes Glück mit dem Wetter:

Wenn es mal regnet, regnet es meistens nachts und der Regen hat das Salz von Windschutzscheibe und Boot gespült, sodass man sich diese Arbeit ersparen kann. Wenn es mal aprilmäßig ist, ist es imposant aprilmäßig: Ein beeindruckendes Sonnen- und Wolkenspiel wechseln sich ab, Schauer sind nur wenig ergiebig und nur kurz und stören nicht wirklich…

Die Temperaturen mögen mit 15 bis 20 Grad nicht üppig sein, aber sobald die Sonne hervorkommt – und das tut sie mit regelmäßiger Verlässlichkeit – herrscht sofort T-Shirt-Wetter vor und unter dem Cabrioverdeck der Else tropisches Klima. So ist das häufigste Kleidungsstück die kurze Hose, ein T-Shirt und eine Vliesweste, falls mal etwas Wind oder Schatten aufkommt…!

Voraussichtlich bis Freitag werden wir in Varberg liegen bleiben, Freitag ist dann wieder ruhiges Wetter vorhergesagt und wir werden uns aufmachen nach Lerkil, einem kleinen „schärigen“ Hafen, den wir ebenfalls aus 2010 gut in Erinnerung haben und der ein schöner natürlich Ausgleich gegenüber dem „Stadtrummel“ ist.

Von Lerkil ist es dann nur noch ein Katzensprung in den „Lillabommen“, dem Stadthafen von Göteborg.

Traditionell begleitet mich die Sorge, man kann auch sagen Angst, dass wir keinen Liegeplatz finden, gerade jetzt, wo die skandinavischen Schulferien begonnen haben…:

Diese Sorge ist mir zunächst genommen:

Bei der Internetrecherche nach der Marina Göteborg kam ich auf die Internetseite von „Dockspot“, auf der man online einen Liegeplatz in der Marina Göteborg buchen kann, sogar mit Liegeplatznummer und Hafenplan!

So habe ich dann für unseren in Göteborg etwas länger geplanten Aufenthalt einen Liegeplatz gebucht und bin in freudiger Erwartung, dass am Liegeplatz so ein „Reserviert-Schild“ steht wie hier auf dem Wohnmobilstellplatz in Varberg beobachtet…!

Zwischenzeitlich genießen wir das üppige Warenangebot des örtlichen „Ica“-Supermarktes: Neben den in größeren skandinavischen Supermärkten üblichen „Warmtresen“ mit halben und ganzen Hähnchen, Braten, Rippchen u.v.a.m. gibt es ein üppiges Fischangebot, sowohl frisch als auch eingefroren und unsere Appetite überschlagen sich und wissen gar nicht, was sie als erstes essen wollen…!

Uns macht es auch immer wieder Spaß, in „ausländischen“ Supermärkten das doch immer etwas abweichende Lebensmittelangebot zu sichten und auszuprobieren und so kommen wir aus dem Schlemmen eigentlich gar nicht heraus…!

Auch die Warensortimente anderer Geschäfte, nicht zuletzt den oben erwähnten Clas Ohlsen, weichen nicht selten zumindest in „interessanten“ Kleinigkeiten von dem Angebot zu Hause ab und so findet für Uli das eine oder andere Kleidungsstück und für mich das eine oder andere Baumarktprodukt den Weg in unsere Einkaufstaschen, nicht nur, dass man das Erworbene gleich nutzen kann, es ist auch immer eine ganz nachhaltige Erinnerung, wenn man irgendwas nicht zu Hause um die Ecke, sondern im Urlaub erstanden hat…

Das Weiterkommen ist ziemlich in den Hintergrund geraten, wir schätzen und genießen den „gechillten“ Reiseverlauf, der „Tribut“ dafür ist, dass wir unser angedachtes Ziel Südnorwegen auf dieser Reise möglicherweise gar nicht erreichen werden, weil irgendwann ja trotz der ausgiebigen Zeit auch der Rückweg angetreten werden muss…

Die „Blogbearbeitung“ hinkt dem Reiseverlauf traditionell immer ein bisschen hinterher, zwischenzeitlich sind wir bereits seit zwei Tagen in Lerkil und genießen bei schönstem Wetter die oben schon erwähnte „schärige“ Umgebung des, Gastboote betreffend“ völlig leeren Hafen : wir sind, wie schon in 2010 längseits komfortabel an der Holzpier liegend das einige Schiff…

Warum verstehen wir nicht, möglicherweise deswegen weil es in Lerkil „nichts gibt“  – Montag werde ich sechs Kilometer mit dem Rad zum Einkaufen fahren – ; wir schätzen das eher und freuen uns über diesen schönen „Spot“ ausgiebig…!

Hier ist tatsächlich auch mal Wäsche waschen nicht nur im „Waschbag“, sondern mit Maschine angesagt : Im kleinen Sanitärgebäude gibt es eine niegelnagelneue Waschmaschine  – Benutzung in der Liegeplatzgebühr enthalten – und die werden wir erst mal ausprobieren…

Die Impressionen der Tage in Varberg und Lerkil, Halmstad und anderes kommt später:

Schweden wartet mit einem indifferenten Mobilfunknetz und kaum WLan, – welches dann auch noch schlecht funktioniert – in den Häfen auf :

Manchmal geht telefonieren erst beim dritten Anlauf, „mobile Daten“ mal gut, mal schlecht und dann gar nicht und unser Mobilfunkrouter hat ähnliche Beschwerden…

Aufgetreten ist das tatsächlich erst seit dem wir in Schweden sind und Ulis Handy ist genauso betroffen wie meins….

Von daher ist die „Beitragserstellung“, insbesondere mit Bildern, oft mühselig und keine wirklich schöne Beschäftigung, wenn jeder Bildupload erst drei mal fehlschlägt und ewig dauert…

von daher : Bilder ungeordnet, aber schön…😀

Midsommar-Dekoration auf der Else…🤗

Midsommar-Heringssalat mit Garnelen und Kaviar…😋

Else in Varberg…

beeindruckendes alte Badehaus in Varberg, heute nicht mehr in Funktion, nur noch als Restaurant….

Badehaus…

Hafen Varberg, find die Else…!

Festung Varberg steuerbords bei der Ankunft…!

Badehaus, zum wiederholten Male schön anzusehen…

Marktplatz Varberg….

Fischer in Varberg….

Abendstimmung im Hafen Varberg…

Festungsgraben…

Blick auf die Kirche in Varberg…

und immer wieder schöne alte und genutzte Häuser…!

Sonnenuntergangsklassiker im Hafen Lerkil…

Ankunft in Lerkil…

“Schärenwollgras in Lerkil…

unbeschreibliche Abendstimmung an der Hafeneinfahrt Lerkil…

Festung Varberg am Abend…

und wieder das Badehaus Varberg, dieses Mal mit “pencil-sketch” in Szene gesetzt…

Waschtag in Lerkil, hier gibt es eine Waschmaschine…! 😀

unweit des Hafens…!

nochmal Abendstimmung im Hafen Varberg…!

“Schärenumgebung” Hafen Lerkil…

“Schärenumgebung” Hafen Lerkil…

beflanzte Mulde : wer stellt in Deutschland sowas zur Deko auf…!🤔

beflanzte Tonnen und “mobile” -und genutzte – Sitzgruppen auf der Straße…😀

Badehaus am Abend, es ist zu jeder Tageszeit schön…

“underway” nach Lerkil…

kurz vor Lerkil in Schärengewässern….

Blick auf den Hafen Lerkil, “finde die Else”…!

Schäre mit Leuchtturm…

“Schärenumgebung” Hafen Lerkil…

“Schärenumgebung” Hafen Lerkil…

Kirche in Varberg…

“Midsommarcruising” : laute Musik aus dem Lautsprecher auf dem Dach…📢📢

nochmal Abendstimmung in Varberg….

ganz kurz vor Lerkil…

ganz kurz vor Lerkil…

“Schärenumgebung” Hafen Lerkil…

“Schärenumgebung” Hafen Lerkil…

“Schärenumgebung” Hafen Lerkil…

“Schärenumgebung” Hafen Lerkil…

Chillen auf der Schäre…

“Schärenumgebung” Hafen Lerkil…

“Schärenumgebung” Hafen Lerkil…

“Schärenumgebung” Hafen Lerkil, diesmal mit Wollgras…!

“Midsommarcruising” im Hafen..!

 

Kinderbelustigung im Hafen Lerkil…!

Geheimnis um… das dänische Hafenprinzip  

beobachtet und aufgeschrieben von Uli…

Gemäß der Erkenntnis „Die frühe ELSE fängt den Liegeplatz“, fahren wir früh los, um entsprechend früh im neuen Hafen zu sein – klappt eigentlich immer! Viele schöne Liegeplätze offenbaren sich uns mit GRÜNEM Schild – grün heißt frei, bestätigen auch immer die Infos an der Hafeneinfahrt oder im Hafen.

Also den besten aussuchen, fünfmal gucken, ob der Platz auch wirklich „grün“ ist und fest machen, Liegegebühr bezahlen, Strom anschließen und es sich gemütlich machen. Alles ist gut!

Im Laufe des Nachmittages kommen immer mehr Schiffe in den Hafen auf der Suche nach einem Liegeplatz – Dänen, Schweden, Norweger, Deutsche. Wir sind zufrieden – wir haben ja einen tollen Platz!

Dann müssen wir feststellen, dass „grün“ nicht unbedingt „frei“ bedeutet. Mal hat der Hafenmeister vergessen, die Schilder wieder auf „rot“ zu drehen – bei angekündigter Ankunft des Liegeplatzbesitzers –  oder es weiß keiner, wann der Besitzer wieder kommt – Maybe today or tomorror or next week, don`t know! Bei manchen Liegeplätzen mit „grün“ deuten fein säuberlich aufgehängte Tampen an den Dalben und am Steg darauf hin, dass der Besitzer wohl gleich wieder kommt – oder auch nicht – es ist ja „grün“… Auch der Hafenmeister weiß nichts genaues, murmelt etwas von einer Regatta und es könnte sein, dass der Sven wieder rein kommt – oder eben auch nicht…

Die Dänen nehmen es gelassen. Liegeplatz besetzt? Dann legen sie halt woanders an und sagen Bescheid, dass sie ihren Liegeplatz demnächst wieder haben möchten – aber bloß kein Stress…

In Dragør haben wir viermal den Liegeplatz gewechselt, um dann auf einem zu bleiben, der weder „rot“ noch „grün“ war, sozusagen ein herrenloser Platz. Dann hatten wir in aller Ruhe Zeit zu beobachten, wie andere es mit den Liegeplätzen und der Beschilderung handhaben. Anlegen, umlegen, bleiben, ablegen – egal ob „rot“ oder „grün“…

Das Geheimnis um das dänische Hafenprinzip konnte leider nicht gelüftet werden…

Torekov…

Aufgeschrieben schon am 16. Juni 2022, darum vermischen sich „hier und jetzt und dort und da“ wieder mal ein bisschen, wir sind schon weiter als die Posts… 😎

In Helsingborg hätten wir uns gut und gerne noch länger aufhalten können, aber irgendwann muss auch mal der Tag kommen, an dem ein „Reisefortschritt“ erkennbar ist:

So haben wir uns dann am gestrigen Mittwoch aufgrund des ruhig vorhergesagten Wetters weiter in Richtung Norden aufgemacht mit dem Zwischenziel Torekov, knappe 30 Seemeilen von Helsingborg entfernt.

Vorab in Helsingborg noch bequem unweit des Liegeplatzes getankt, geht dann die Reise erstmals hinaus ins Kattegat, welches uns mit moderatem Wind, aber einer relativ nervigen „Schwipp-Schwapp-Schwabbelwelle“, die allerdings aushaltbar war, erwartete.

Uli hatte vorsichtshalber ein „Antikotzpflaster“ angewendet und hat die Fahrt nach Torekov ebenfalls gut überstanden.

Einmal mehr präsentiert sich ein eher „zweckmäßig“ ausgesuchtes Zwischenziel „zu schön“: Torekov ist possierlich und pittoresk und wir haben ein Superliegeplatz an einer Steinmole im inneren Hafenbecken.

Keine 3 m von der Else entfernt gibt es für Uli über ein „Rauch- und Kaffeeplätzchen“  und insgesamt liegen wir wieder einmal mehr in einem Örtchen an, welches „ungeplant“ zum Verweilen einlädt.

So werden wir dann auch einen Tag mehr bleiben, am Freitag soll es auch noch fahrbares Wetter geben und dann werden wir uns dann auf den Weg nach Halmstad machen, wo wir in 2010 bereits einmal einen Zwischenstopp gemacht hatten.

Auf unserer Steinmole befindet sich auch die Tankstelle und nach erster Einschätzung reicht der Schlauch, um die Else direkt am Liegeplatz zu betanken!

Bisher hatte ich immer nur „Teilmengen“ nachgetankt, hier würde ich dann mal volltanken wollen, um mein „Kraftstoffmanagement“ im Plotter zu aktivieren: Obwohl nun nach langem Theater in den letzten Jahren unsere Kraftstoffanzeige verlässlich funktioniert, ist das Kraftstoffmanagement immer ein schönes Backup, welches direkt über den Verbrauch des Motors zusätzlich die verbrauchten Mengen anzeigt und unter anderem als Füllstandsanzeige dann anzeigt.

Ebenfalls unweit der Else befindet sich ein wunderbares Fischrestaurant mit dem vielversprechenden Namen „Fiskhuset“, in dem wir gleich am Ankunftsabend eine wunderbare – nicht jedermanns Sache – große „Seafoodplatter“ verspeist haben, Garnelen, Muscheln und verschiedene kleine und größere „Krabben“, die man mit eigens dazu mitgelieferten Werkzeugen knacken und „ausnehmen“ musste.

Bisher die besten und frischesten „Meeresfrüchte“ der ganzen Reise! Für skandinavische Verhältnisse und in Anbetracht der Qualität sogar als günstig zu bezeichnen…!

Da wir bisher überwiegend gekocht haben, werden wir uns den Luxus gönnen, das „Fiskhuset“ ein zweites Mal aufzusuchen und etwas anderes schönes auszuprobieren…

Am Nachmittag des zweiten Tages steht ein Ausflug nach „Hallands Väderö“, eine vor Torekov liegende Naturschutzinsel auf dem „Plan“: „Hallands Väderö“ , erreicht  man von Torekov in etwa einer halben Stunde mit einer kleinen Fähre erreicht, um dann dort sich die Natur belassene Flora und Fauna, mit Glück auch Robben und Seehunde betrachten kann!

„Hallands Väderö“ ist toll :

bei der Ankunft mit der Fähre „Nanny“, augenscheinlich ein für „Menschentransportzwecke“ umgestalteter uralter Fischkutter präsentiert sich „Hallands Väderö“ südseeähnlich : tiefblaues, ins türkise übergehendes Wasser, Schärenfelsen und Sandstrand wechseln sich ab und das „Inselinnere“ ist teils mit Urwald bewachsen, teils mit „steppigem“ Weideland für die Rinder, die dort zum ungestört leben und wachsen mit dem Schiff hingebracht werden.

In den zwei knappen bis zur Abreise zur Verfügung stehenden Stunden durchqueren wir die Insel von Ost nach West zu einem kleinen Leuchtturm auf der dort schroffen Schärenküste.

Der Hinweg führt über die „Steppe“, der Rückweg durch den Urwald zurück zur Anlegestelle der „Nanny“, die um 16:20 Uhr das letzte Mal am Tag nach Torekov zurückfährt.

Ein eindrückliches Eiland, leider haben wir zu spät begriffen, dass wir am besten mit der ersten „Nanny“ des Tages hätten fahren sollen, zu kurz war unsere „Verweildauer“ auf der liebenswerten Insel…

Hier in Torekov beginnt auch erstmals die „Schärerei“:

Erstmalig seit unserer Fahrt in 2013 bekommen wir wieder Schären zu Gesicht, im Moment noch unspektakulär, trotzdem wieder ein völlig neues „Landschaftsgefühl“, das wir begierig aufsaugen.

Torekov ist ein schöner Ausgleich zu den interessanten, aber doch „rummeligen“ und daher teilweise anstrengenden „Großstadttagen“ in Helsingborg und Kopenhagen.

Morgen geht es nur knappe 15 Seemeilen weiter nach Halmstad…

Die Impressionen der Tage:

auf dem Weg nach Torekov :Seezeichen “Svinbådan” am Ausgang des Öresund…

Kirche von Torekov…

feiner Sitzplatz direkt neben Else`s Liegeplatz…

Sitzplatz bei Nacht, beleuchtet…..😀

 

super Essen im “Fiskhuset”…😋😋

Blick Blick auf “Hallands Väderö” und Bilder von “Hallands Väderö”  :

Geheimnis um … die schwarzen Koffer   

Beobachtet und von Uli aufgeschrieben schon am 12. Juni 2022…

Auf Flakfortet angekommen, haben wir erstmal in Ruhe fest gemacht.

Während der Kapitän das Hafenbüro aufsuchte – bezahlen bis 20 min nach Ankunft!, sonst kostet es das Doppelte – beäugte die Seawoman aus sicherer Entfernung das Treiben auf der gegenüberliegenden Hafenseite. Menschenmassen, laut und schrill – einfach viele! Nach einer Weile wurde klar, dass es sich wohl um mehrere Touristengruppen mit integriertem Reiseführer handelte, die die Fähre von Kopenhagen rüber geschafft hatte. Andere Grüppchen saßen herum, aßen und tranken (gerne und viel Bier um 12:00). Dann waren da noch die kreischenden und jubelnden Minigolfer…

Das Hafenbecken war fast leer, nur die ELSE, einige kleine Boote und ein paar Schwäne dümpelten auf dem glatten Wasser. Die Schwäne mochten die kleinen Boote übrigens nicht und versuchten regelmäßig, diese mit Flügelschlagen und Scheinangriffen zu vertreiben – auch das Polizeiboot auf Patrouille.

Dann wurde es merkwürdig… Vereinzelt kamen Menschen mit schwarzen Koffern daher geschlendert. Schwarze Koffer? Auf einer kleinen Mini-Insel (einmal rings herum 15 Minuten)? Warum? Na egal, die werden schon wissen, was sie tun…

Mit der Zeit wurden es immer mehr Kofferträger – alte, junge, Männer, Frauen, zu zweit oder in Grüppchen mit mehreren Koffern. Sehr mysteriös! Vielleicht war auf der anderen Seite des Forts eine Art Tagungsstätte? Oder gar ein Hotel? Aber warum „Einheitskoffer“?

Bei der Erkundung der Insel wurde schnell klar, dass es weder Tagungsstätte noch Hotel gab – aber immer mehr Kofferträger, die über die Treppen, Bunkeranlagen und Hügelchen pilgerten…

Einmal rund wieder am Restaurant angekommen, erspähten wir ein ganzes Lager von schwarzen Koffern. Friedlich standen sie in Reih und Glied und wurden von zwei Frauen im Sportdress beaufsichtigt. Immer wieder wurden den beiden Damen Koffer zurückgegeben oder sie händigten Koffer nebst großem Schlüssel an Gruppen aus, die dann frohgemut die Besteigung der Fortanlagen begannen.

Also verfolgten wir eine harmlos aussehende Gruppe… Beim Erklimmen der Treppen auf den oberen Teil der Festung war lautes Stimmengewirr (dänisch) und Lachen von links und rechts zu hören. Und dann sahen wir es! In einer Geschützfundamentruine irrten fünf Menschen umher – mit! Koffer, Schlüssel und Karte. Sie schienen irgendetwas zu suchen. Jubelschreie, als sie es gefunden haben. Was, weiß keiner… Auch in anderen Bereichen der Festung sahen wir suchende, diskutierende und jubelnde Menschen. Koffer wurden auf und zu geklappt, Metallkästen wurden mit den Schlüsseln geöffnet und die Karten wurden von allen Seiten begutachtet.

Da dämmerte es uns. Es handelte sich um ein Entdeckungsevent! Verschiedene Locationen und Sachen mussten gesucht und gefunden werden und Fragen mussten beantwortet werden.

So ganz erschloss sich uns das ganze Event nicht – dänisch halt. Aber die Menschen hatten sehr viel Spaß und das Geheimnis der schwarzen Koffer war gelüftet!

geheimnisvolle schwarze Koffer… ( in Bildmitte)

Helsingborg…

Flakfortet haben wir verlassen und uns am vergangenen Samstag aufgrund der guten ruhigen Wettervorhersage gegen 9 Uhr auf den auch eher kurzen Weg nach Helsingbork gemacht.

Ein Nachtrag zu Flakfortet: Woher kommt der im letzten Post erwähnte, aber nicht wirklich beschriebene Flair?

Zum einen ist es die ungewöhnliche „Anlage“ der künstlich geschaffenen Insel mit ihrem „äußeren“ die Insel umrundenden Wellenbrecher und dem daraus entstehenden „Burggraben“ einschließlich des eigentlichen Hafens. Zum anderen vermittelt der Zustand der nicht mehr genutzten militärischen Anlagen ein positives Bild der Abgängigkeit dahingehend, dass eben diese Einrichtungen zumindest zum Zeitpunkt der Einstellung des Betriebs nicht mehr benötigt wurden und somit ein Stück mehr Aussicht auf Frieden in der Welt bestand…

Zwischenzeitlich nagt der Zahn der Zeit und die Natur an diesen Überbleibseln des Kalten Krieges und das, verbunden mit dem Eindruck als grüner „Spot“ im blauen Meer und die Verlassenheit, wenn dann die Tagesgäste nicht auf der Insel sind, machen diesen “Flair” aus…

Nach der Abfahrt schippern wir etwa drei Stunden auf sehr ruhigem Wasser in richtung Helsingborg, backbord Dänemark, steuerbord Schweden in Sicht!

Nach zwei Stunden kommt steuerbords Helsingborg näher und präsentiert sich so, wie in einem Hafenführer beschrieben: „Es fällt schwer der Industrie- und Handelsstadt schöne Seiten abzugewinnen…!“ : Schornsteine, Industrieanlagen, einfach schon aus der Ferne unattraktiv…

Beim Einlaufen in den “Norra hamnen”, den Nordhafen, der für die Sportschiffart vorgesehen ist, präsentiert sich Helsingborg mit einer futuristisch anmutenden „Waterfront“ mit stylischen Wohnanlagen für Besserverdienende.

Es gibt jede Menge freie Liegeplätze. Der guten Seemannschaft folgend, belegen wir keinen bequemen Längsseitsliegeplatz an der etwas rummelig anmutenden „Waterfront“, sondern suchen uns eine freie Box, wo wir bequem gegen den Wind und an Fingerstegen anlegen können.

Nach dem Festmachen buche ich am Hafenautomaten erstmal für die nächsten vier Tage den Liegeplatz, zum einen, weil wir von Helsingborg auch etwas sehen möchten und zum anderen, weil es in den nächsten Tagen in Richtung Kattegat windig und wellig werden soll und wir, wie schon berichtet, aktuell mit unseren kurzen Fahrten bei ruhigem Wasser ziemlich verwöhnt sind…!

Der Hafenführer hat überhaupt nicht Recht:

Abgesehen davon, dass der Hafen „gut organsiert“ ist, ist im Liegeplatzpreis sogar die Benutzung der Sauna enthalten, Duschen, Strom und Wasser sowieso, aber gegen zusätzliche Gebühr auch Waschmaschine und Trockner!

Dafür funktioniert das WLAN etwas dürftig, mal fällt es ganz aus, „witzigerweise“ – noch nie erlebt – hakt auch die Mobilfunkverbindung: Immer wieder ist mit dem Handy keine Internetverbindung herzustellen, dementsprechend macht auch tatsächlich mein LTE-Router manchmal nicht mit und Ulis Handy hat sich erst Stunden nach der Einfahrt in den Hafen mit mobilen Daten in das Mobilfunknetz eingebucht.

Dafür, kleiner Vorgriff, gibt es in ganz Helsingborg kostenfreies und  funktionierendes WLAN, sodass man sich gut mittels Google Maps von A nach B und von einer Sehenswürdigkeit zur anderen leiten lassen kann, ohne an Datenvolumen zu verlieren!

Also: Der Hafenführer hat überhaupt nicht Recht :

Wenn man die futuristisch anmutende Waterfront und den großen Hafen nicht mag, geht man nur ein paar Schritte weiter und gelangt in die überaus sehenswerte Innenstadt mit vielen gut erhaltenen alten Häusern und einer stilvollen, überwiegend schlichten Architektur der neu errichteten Gebäude.

Es gibt viele schöne, überwiegend kleine, aber auch größere Geschäfte und viele Restaurants mit unterschiedlichsten Speisen aus aller Herren und Damen Länder und diverse Lebensmittelläden („coop“).

In Helsingborg sind wir jetzt in der „alkoholfreien Zone“ angekommen, Alkohol gibt es nur im „Systembolaget“, dort mutmaßlich zu horrenden Preisen!

Wir haben noch genug „Erfrischungsgetränke“ an Bord, werden uns trotzdem, quasi als mentale Vorbereitung auf das unausweichlich Kommende, in den nächsten Tage einmal die Bier- und Weinpreise in Schweden anschauen, um zu wissen, womit wir rechnen müssen oder ob wir nach dem – derzeit nicht in Sicht befindlichen – Versiegen der Bordvorräte auf alkoholische Getränke verzichten werden!

Im Gegenzug ist die Auswahl an alkoholfreien Bieren und Weinen im normalen Supermarkt erstaunlich, da werden wir auch mal ein bisschen was probieren…

Am ersten Tag besuchen wir das „Tropikariet“, ein in einem vormals offensichtlich als  “normales Gewerbegebäude“ genutztes, nunmehr liebevoll eingerichtetes und gestaltetes „Tropenhaus“ mit vielen Informationen, Pflanzen, Tieren, Insekten und Amphibien und Fischen.

Von da aus geht der Weg weiter in Richtung „Fredericksdal“, ein historisches Gutsgelände, welches sehr schön und authentisch in Szene gesetzt bzw., belassen wurde, viele verschiedene Wirtschafts- und Blumengärten werden noch bewirtschaftet, ebenso wie es Kühe, Pferde, Hühner und Schweine gibt!

Der Besuch ist kostenfrei, zumindest am vergangenen Sonntag…

Flankiert wird Fredericksdalen durch ein kleines altes, historisch belassenes Dorfviertel, unter anderem mit u.a. einem eindrucksvollen alten Frisiersalon, alles ist frei zugänglich, überall liegen Gegenstände rum, die in anderen Gegenden mutmaßlich schon in Souvenirjägern zum Opfer gefallen wären, hier jedenfalls (noch ?) nicht…!

Das Ende des Tages kündigt sich nach 17.000 Schritten auf dem Schrittzähler und Ulis Dienst einstellendes Knie an, umgerechnet sind wir ca. 13 km gelaufen und das ist für lädierte Knie und auch so gar nicht so wenig…

So suchen wir dann wieder unser Zuhause, die Else, auf, nicht ohne vorher noch ein bisschen einzukaufen und einen Fertigpizzateig zu erstehen, den wir dann mit den „Resten“ des Vortages füllen und im immer wieder erstaunlich funktionierenden Omnia-Ofen zu einer Calzone-Pizza backen.

@ Troll-Crew : ja, der Omnia-Ofen braucht eine Gasflamme oder, wie bei uns, Spiritus…

Durch den zunehmenden Wind und auch Schwell, der aus dem Öresund ein bisschen in den Hafen eindringt, schaukelt Else recht vernehmlich, allerdings ein angenehmes Schaukeln ohne Rucken ohne Knarzen, welches ein in einen sanften erholsamen Schlaf wiegen wird…!

Am heutigen Tag stand etwas Büroarbeit („shipoffice“) an, Uli probiert ihr etwas erholtes Knie wieder für einen kurzen Stadtgang und wir stellen uns mental auf weitere Tage in Helsingborg ein, da die Wettervorhersage für den von uns als nächstes anvisierten Teil des Kattegats in Richtung Göteborg nicht wirklich ruhiges Wetter vorhersagt.

Dafür ist es schön, Wolken und Sonne wechseln sich im richtigen Maße ab, der eine oder andere Schauer ist überschaubar und wirklich kalt ist es auch nicht und von daher fallen weitere Tage in Helsingborg nicht wirklich schwer.

Morgen werde ich das Fahrrad satteln und ein nördlich von Helsingborg gelegenes Schloss besuchen, vorausgesetzt, ich komme gegen den Wind an…

Die Impressionen der Tage:

“leaving Flakfortet”…

bei dem Besuch in Helsingborg in den 70er Jahren muss ich meine Tasche vergessen haben, man beachte die Initialien…😁 -Blick auf den Fährhafen-

“historischer” Friseursalon in Frederiksdal… kaum anders als heute…!

Herrenhaus Frederiksdal…

Telefonzelle…!

eine sehr schöne Kuh in Fredericksdal…

neuer Becher und Espressotassen aus dem Tropikariet…🤗

Beete in Fredericksdal…

Beete in Fredericksdal…

Artischocken in Fredericksdal…!😀

Am Ende des Tages: die “Restepizza” aus dem Omnia-Ofen…!😋😋

Flakfortet…!

Von Kopenhagen und der Anreise dahin ist noch nicht zu Ende berichtet, trotzdem muss hier erst einmal zunächst ein begeisterter Post über Flakfortet hin!

Flakfortet ist eine „Festungsinsel“ im Öresund zwischen Dänemark und Schweden, zum Glück nicht mehr in ihrer Ursprungsfunktion „in Betrieb“, der Kalte Krieg wurde wärmer und 1968 hat man die militärische Nutzung als solche eingestellt.

Dass der Kalte Krieg wieder mehr als heiß geworden ist, ist überaus traurig und belastend, Flakfortet wird sicherlich bei den heutigen Waffentechnologien so oder so keine militärische Rolle mehr spielen…!

Dafür kann man nach Flakfortet mit dem Sportbootfahren fahren und es strahlt einen außergewöhnlichen, letztlich nicht beschreibbaren Flair aus…!

Nach dem Tanken und der Abreise in Dragør erreichen wir nur nach 6 Seemeilen Flakfortet und finden einen leeren Hafen vor.

Ein Ausflugsschiff hat gerade eine Unzahl von gackernden Menschen abgeladen, Flakfortet wird als Ausflugsziel von Kopenhagen aus angeboten und darüber hinaus als „Eventspot“.

So pilgern denn diese Heerscharen mit irgendeinem kleinen dort erhaltenen Ausrüstungskoffer umher und müssen irgendwelche uns sich nicht erschließenden lustigen Aufgaben auf den „Festungsruinen“ erledigen.

Ab und zu wird das Event aufgepeppt durch eine kurze Fahrt mit dem 700 PS starken „Actionboat“, mit geschätzten knapp 100 km/h rast das RIB einmal um die Insel, während die auf „Stehsitzen“ rittlings fixierten „Passgieren“ laut juchzen…!

Der nicht auf vorgenannte Weise beschäftige Teil der Tagesgäste beschäftigt sich mit Essen und Trinken in dem extra für die Tages- und Eventgäste temporär geöffneten Restaurant der Insel.

Wir halten gebührenden Abstand von dieser Szenerie, die Mole, an der die Else liegt, ist verwaist und so haben wir von dort aus Premium-Hafenkino!

Die Liegegebühr, auch nur für Anlegen länger als 20 Minuten zu zahlen, entrichte ich in einem „Kiosk“, in dem mich zwei sympathische junge Männer erwarten, die die Else bereits in eine Ankunftsliste eingetragen haben, mutmaßlich weil sie sie im AIS schon bei der Einfahrt in den Hafen gesehen haben, jedenfalls steht in der Liste „Else“, Tyskland…!

Unaufgefordert beruhigen sie mich, dass die vielen Menschen bald wieder weg sind und wir dann die Insel mehr oder weniger für uns ganz alleine haben und dass es dann richtig schön ist!

Das glaube ich unbesehen und so werden wir nach dem Ende des Hafenkinos einen zweiten Rundgang nach dem bereits gemachten ersten machen, dann ohne andere Menschen…

Heute liegt die Else „unplugged“ an der Mole, dort gibt es keinen Strom, an der gegenüberliegenden Mole nur bis 3 Ampere, was noch nicht mal für die Kaffeemaschine reichen würde…

So speisen wir uns aus dem Solarmodul und der Batterie, Wasser haben wir noch in Dragør gebunkert und von daher erwartet uns ein ruhiger Abend.

Nach dem Trubel in Kopenhagen – den dritten Tag in Kopenhagen haben wir uns wegen „Überfrachtung“ unserer Wahrnehmungskapazitäten geschenkt – sind wir ganz froh über eine zumindest kurze ruhige Auszeit auf diesem „Eiland“!

Morgen soll es sehr früh weitergehen nach Helsingborg in Schweden, dort werden wir dann voraussichtlich länger abwarten müssen, weil es dann weitergeht in Richtung Kattegat und da weht ein anderer Wind als bisher:

Bisher war es immer alles überwiegend sehr ruhig und wir sind bei mehr oder weniger „Glattwasser“ gefahren, nun heißt es vermutlich noch mehr abwarten oder ein bisschen mehr Seegang in Kauf nehmen.

Da wir wissen, wie schnell es dann auch ungemütlich werden kann, werden wir genau hinsehen…!

Gegen Abend sind alle Tagesgäste weg und es ist ruhig geworden, ein paar Segler und Motorboote sind doch noch gekommen, aber augenscheinlich um die nun eingetretene Ruhe auf Flakfortet zu genießen…!

einige Impressionen des Tages…

 

Flakfortet in Sicht…!

Else allein an der Mole…

Skyline von Kopenhagen am Horizont…

Geschützturmruine ?

die tagesgäste werden abgeholt…!😅

Öresundbrücke immer noch in Sichtweite…

ab sofort : Mitfahren wieder möglich !

Die neue Webcam ist da und wieder „on air“ !  Dank Amazon und „Courier Copenhagen“ ist die Kamera „postlagernd“ in Kopenhagen eingetroffen und heute von uns abgeholt worden, der Aufpreis für diese „Aktion“ ist mit 8 Euro recht überschaubar…!

Nun ist Else`s Auge eingerichtet und schaut aktuell nach achtern auf die Hafenausfahrt von Dragør auf den Öresund, auf dem man bis Freitag dann auch mal das eine oder andere Schiff sehen kann…

Zum „bloggen“ war bisher keine Zeit, zu sehr nimmt uns das possierliche Dragør und noch viel mehr das tolle Kopenhagen in Anspruch, soeben haben wir unseren Aufenthalt hier bis Freitag „verlängert“ ! 😀

Mehr über Kopenhagen und unsere Fahrt hierher und unsere Weiterfahrt in Kürze !

„ we 🧡 Denmark ! “

die neue Webcam ist bei “CourierCopenhagen” eingetroffen…! 😀