Die schöne blaue Donau…!

Ich habe lange gehadert, ob ich von diesem unseren in der Überschrift schon angedeuteten Plan berichte, das Ganze ist mir ziemlich peinlich…!

Wir haben eine Donaukreuzfahrt gebucht!

Abgesehen davon, dass neuerdings Kreuzfahrten im Zeichen des Klimawandels ein absolutes No-Go sind, hatten uns die Berichte von Jörg eigentlich davon geheilt, in diesem Leben noch einmal eine Kreuzfahrt machen zu wollen.

Eine Flusskreuzfahrt ist dem Vernehmen nach nun eigentlich etwas mehr für Altersgruppe 80+, andererseits verspricht eine Kundschaft von maximal ca. 150 Passagieren, von denen die Hälfte zudem vermutlich entweder scheintot oder bewegungsunfähig ist, ein im Vergleich zu Aida und Co. eher ruhiges Ambiente und Erleben.

Zudem hat ein Flusskreuzfahrtschiff trotz der geringeren Passagieranzahl ein spezifisch deutlich geringeren Brennstoffverbrauch pro Passagierkilometer als eine Queen Mary o.ä. und ist von daher ökologisch kompatibler zum Zeitgeist als das klassische Seekreuzfahrtschiff…!

Trotz All inclusive, Bahnanreise von Lüneburg nach Passau und einer Hotelübernachtung in Passau hat das Preis-Leistungs-Verhältnis eher das Niveau einer Jugendherberge.

Genug Gründe, sich dieser Art des Reisens einmal zuzuwenden, aber der Hauptgrund ist eigentlich ein anderer:
Mein immerwährendes Bestreben nach „was geht“, besonders was das Bootfahren angeht, kam mir so der Gedanke, man könnte eigentlich mal die Donau befahren, verspricht sie neben zahlreichen Ländern und Metropolen auch ein großartiges Naturerlebnis zwischen Passau und dem Schwarzen Meer.

Nun ist es so, dass sich die Else weit ab von diesem Revier befindet und eine Anreise auf eigenem Kiel über Elbe, Elbe-Seitenkanal, Mittellandkanal, Rhein, Main, Main-Donau-Kanal bei zielstrebiger Fahrt überschlägig wohl ca. 3 Wochen benötigt, bevor man die Donau im Kielwasser hat…!

So entstand dann die Idee, die Else auf dem Landweg nach Schlögen in Österreich transportieren zu lassen.

Ein zwischenzeitlich vorliegendes Angebot für einen Landtransport der Else von Kappeln nach Schlögen brachte dann die befürchtete Ernüchterung: ca. 5.000,00 Euro werden fällig, zzgl. raus- und reinkranen, ggf. behördlicher Auflagen beim Transport (Polizeibegleitung o.ä.!) und vieles andere mehr. Insgeheim hatte ich diese Summe schon befürchtet und „leistungsbereinigt“ erscheint sie auch völlig gerechtfertigt, muss doch die Else auf einem Tieflader mit Überbreite und Begleitfahrzeug von einem in das andere Revier befördert werden.

Selbst wenn man den ökologischen Fußabdruck einer solchen Aktion und die Kosten zunächst einmal ausblendet, kommen einem doch verschiedene Zweifel auf: Was ist, wenn einem das Revier nicht gefällt? Was ist, wenn man dort, ähnlich wie auf dem Oberlauf der Elbe, kaum Anlegemöglichkeiten findet? Was ist, wenn die Österreicher alle genauso komisch sind, wie sich sie viele Jahre im beruflichen Umgang erlebt habe? Okay, es gibt insgesamt zehn Anrainer-Staaten und irgendeine Mentalität wird schon passen!

Was ist, wenn es einem da schlicht nicht gefällt??

Viele Fragen, wenige Antworten!

Wie seinerzeit bei unserer Elbe-Reise gibt es im www über dieses Revier nicht wirklich viele Informationen. Als „seriöse“ Grundlage für ein solches Vorhaben hat mir bisher der Törnführer „Die Donau“ aus dem Delius Klasing Verlag gedient, in memoriam an die Erlebnisse 2011 auf der Elbe, weicht das Geschriebene aber nicht selten deutlich von der Realität ab…!

So ist dann die Idee entstanden, auf einer preisgünstigen Flusskreuzfahrt sich vor Ort ein eigenes Bild über die Eignung der Donau für die Sportschifffahrt zu machen.

Kaum war die Idee geboren, waren wir dann aber doch ein Stück weit Feuer und Flamme für diese Reise: Ein wenig gruseln wir uns aber schon bei der Vorstellung, wir müssen in Abendkleid und Anzug – über solche Gegenstände verfügen wir aktuell gar nicht, zumindest nicht passend – zwischen honorigen Senioren sitzen und gut erzogen dem Verhaltenskodex dieser Gesellschaftsgruppe entsprechen.

Auch die Vorstellung, dass wir als Personal oder Künstler durchgehen würden oder Uli sogar ein bisschen ihrer Tätigkeit aus der Tagespflege nachgehen kann, mochte uns nicht wirklich die Schwellenangst nehmen…!
Bei der Suche nach einer geeigneten Reise sind wir dann bei Phoenix-Reisen und dort dem bulgarischen Flusskreuzfahrtschiff „MS Sofia“ gelandet: Die Sofia ist so alt, dass man ihr Baujahr entgegen sonstiger Gepflogenheiten der Branche tunlichst verschweigt und stattdessen ein eigentlich eher professionelles Imagevideo bei Youtube eingestellt hat :

Das Video versucht auf seichte Art und Weise die Sofia richtig schön zu reden, lässt beim Ansehen, insbesondere beim mehrmaligem, aber durchaus einen guten Rückschluss auf das zu, was einen erwartet: Ein altes Schiff, das möglicherweise überwiegend nur noch von der Farbe zusammengehalten wird, liebevoll umschrieben mit „elegant und nostalgisch“ und eine Crew, die Freigang aus dem Gruselkabinett zu haben scheint!

Bei Betrachten des Videos beachte man die Feinheiten: Wann hat man zuletzt ein Telefon mit Wählscheibe gesehen?! Auf der Sofia gibt es sowas!
Je öfter man das Video betrachtet, umso mehr fallen einem Feinheiten auf, mit denen augenscheinlich versucht wird, das „Produkt“ anzupreisen!
Wie sagt man: Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte, so gesehen ein Video erst Recht!

Nichts desto trotz: Wir haben die Reise auf der Sofia gebucht in der Erwartung und Hoffnung, dass das Publikum eher prollig als blasiert ist und die bulgarische Crew eher rustikal als hochnäsig ist: Der Reisepreis unterstützt diese Hoffnung und so sind wird auf das Äußerte vorbereitet und können eigentlich nur noch gewinnen auf dieser für uns so gesehen „Forschungsreise“!

Hinterher sind wir schlauer und werden nach einem sicherlich so oder so eindrücklichen Erlebnis auch Gewissheit darüber haben, ob die Donau möglicherweise ein – mehrjähriges ? – Revier für die Else sein kann oder eben auch nicht…

Das Video von Phoenix-Reisen :

 

Sonnenaufgang in Kappeln…

Sonnenaufgangsbilder und – Videos gibt es unzählige in allen Variationen…

Auch mein nachstehendes, im Zeitraffer auf dem Steg des Ostsee Marine Service in Kappeln aufgenommenes Video ist kein Unikat, vielmehr erinnert es mich sehr omnipräsent an die morgendliche ruhige schläfrige Stimmung, die Gerüche und Geräusche dieser Stunde, aber auch an meine Bemühen, nicht schlaftrunken auf dem taunassen Gangbord und Steg auszurutschen und ins Wasser zu fallen…

Der Geschmack des heißen Kaffees liegt mir beim Ansehen des Videos noch auf der Zunge.. 🙂

Erstaunlich, wie die Boote trotz Windstille in Bewegung sind…

 

Golden Fantasies – GEMAfreie Musik von https://audiohub.de

Lizenz: CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/)

 

Ein Vormittag an Bord MY ELSE…

In diesem Jahr gab es wenig „Fahrtage“ für die ELSE, dafür umso mehr „Wohntage“:

Im Hafen oder vor Anker liegend erledige ich an Bord mitgebrachte Arbeit und hole private wie berufliche lange aufgeschobene Telefongespräche nach, räume auf oder ab, repariere irgendetwas, trinke Kaffee, gönne mir ab und zu eine der seltenen Zigaretten und genieße das sanfte Schaukeln und den Blick auf die Schlei!

Neudeutsch heißt das „Work-Life-Balance“ im wirklichen Leben ist das einfach nur schön und entspannend!

Am Vormittag des 18.09.2019 habe ich mit meiner „Actioncam“, die im Bereich des Armaturenbrettes aufgestellt war, eine Zeitrafferaufnahme von diesem Geschehen gemacht…!

Was durch den Zeitraffer hektisch aussieht, ist in Wirklichkeit völlig entspannt, schließlich werden hier mehrere Stunden auf wenige Minuten „komprimiert“.

Wer Muße hat, kann zu Ende gucken: Neben Kaffee trinken, telefonieren und rauchen, wird der Klodeckel repariert, mein geliebter Kräuterquark angerührt und aufgegessen und ein paar Übungen mit dem Theraband gemacht, damit der eingeschränkten körperlichen Tätigkeit in der kleinen abgeschlossenen „Else“-Welt etwas entgegengesetzt und die leicht verspannte Schulter entzerrt wird!

Erst beim genauen Hinsehen bemerkt man das Treiben der Blässhühner hinter dem Schiff und die Situationskomik meines Tuns… 🙂

Fazit :  Fahrtage sind schön, Hafentage sind nicht schlechter!

Hier das Video :

Dornröschen…

…ist der Überlieferung nach in einen 100 Jahre andauernden Schlaf gefallen, bevor sie durch einen Kuss wieder aufgewacht ist…

Schon nach etwas mehr als einem halben Jahr wird Else im Mai nächsten Jahres aus ihrem derzeitigen Dornröschenschlaf wachgeküsst und für eine im Sommer folgende Neuauflage unseres „Baltic Dream 2013“ vorbereitet :

Unaufhörlich zählt der Countup-Zähler auf der „Ursprungshomepage“ der MY ELSE aufwärts, 2356 Tage sind seit Beginn unserer Ostseereise „Baltic Dream 2013“ vergangen, eine „Neuauflage“ eines „Ostseetraumes“ ist also mehr als überfällig !

Neue Freiräume beflügeln neue alte Träume :

Etwa Mitte Mai 2020 werden wir in See stechen :

Auch diesmal wird der Weg das Ziel sein, die Reise selbst aber eine etwas andere: Aller Lebenserfahrung nach werden wir in 2020 nicht noch einmal derart gute Wetterbedingungen antreffen wie in 2013, die mehr oder weniger gezeichnet waren von einem Supersommer mit schwachwindigem Motorboot-Fahrwetter.

Zum anderen wird die Reise mit wechselnden Besatzungen stattfinden:

Uli mag in 2020 nach ihrem fast halbjährigen Ausfall in der ersten Jahreshälfte 2019  bei ihrem Arbeitgeber in 2020 noch keinen „Sonderurlaub“ beantragen und kann von daher nur für ca. 2 Wochen mit an Bord sein.

In Memoriam an den „Blauen Klaus“, ein sympathischer älterer, gut erhaltener Segler, den wir auf unserer Tour in 2013 an der polnischen Ostseeküste kennengelernt haben und der in jedem zweiten Hafen andere Menschen an Bord bekam, ist dann auch bei mir die Idee gekommen, es dem blauen Klaus nachzutun und so werden dann wohl fünf bis sechs Crews zusammen kommen.

Das bedingt, dass die Crews gut anreisen und abreisen können und schränkt ein bisschen die Wahl der Häfen ein: Wer hat schon Lust mit Bahn und Bus oder per Anhalter nach Wladyslawowo oder Roja zu reisen…!

Von daher müssen die Häfen entlang der Reisroute eher gut erreichbar und attraktiv genug sein, um eventuelle Wartezeiten auf die neuen Reisebegleiter auf Zeit nicht nur zu überbrücken, sondern auch zu genießen.

Die eine oder andere Fahrt werde ich auch „Einhand“ machen und auch das funktioniert wirklich gut nur bei gemäßigtem Wetter und bedarf Geduld und Zeit…!

Auch wenn seit zwei Wochen nun Elses 10. Saison seit ihrer Kiellegung vorbei ist und sie im Dornröschen-Schlaf dem neuen Plan entgegenschlummert, nehmen die Reisepläne und erste Gedanken zur Route und „wer wann an Bord kommt“ schon jetzt Fahrt auf.

„Fest gebucht“ sind neben Uli nacheinander Kristian und Felix und mein Langzeitfreund Jürgen, der für dieses Vorhaben den passenden Begriff „maritime Notgemeinschaft“ schuf, ist es doch nicht unbedingt Andreas größter Wunsch, sich länger auf dem „offenen Meer“ aufzuhalten…

Von daher reisen wir nun nur zeitweise mit unseren Partnerinnen und auch das hat sich schon länger und und durchaus gut bewährt, nicht zuletzt auf unserer Göteborgreise in 2010.

Vorher gibt es allerdings auch noch von den Erlebnissen der vergangenen Saison zu berichten, doch davon mehr in den nächsten Beiträgen…

ELSE auf dem Weg ins Winterlager…

Segeln ist schön….!!*

Gestern 7:23 UTC auf der Schlei :

Schreie auf dem Wasser lassen mich aufhorchen: Braucht da jemand Hilfe ? Der Lautstärke und der Intonierung nach scheint Lebensgefahr zu bestehen ! Doch die sollte sich erst einstellen…

Beim näherem Hinsehen und -hören entdecke ich die Herkunft der Schreie : Eine Segelyacht unter Motor mit einem darauf befindlichen Paar, das sich wüst beschimpft : “ immer das Gleiche, ich kann es nicht mehr ertragen…!“  Wortfetzen mit „….loch“ und „Mist…“ dringen an meine Ohren und zeugen von einem authentischem maritimen Streit mit, den Wortfetzen zufolge, mutmaßlich längerem landgebundenem Vorlauf..

Eine Sekunde lang ist Ruhe, dann macht die Segelyacht ohne Vorwarnung eine 180°-Kehre mit offensichtlicher Ruderlage am Anschlag : Nie hätte ich geglaubt, das eine ca. 30 Fuss-Yacht quasi  „auf dem Punkt“ umdrehen kann !

Die auf dem Vorschiff befindliche Frau gerät ins Straucheln und kann sich nur mit Mühe halten und geht bei dem Manöver fast über Bord !

„Willst Du mich umbringen…??!“  brüllt sie…

“ Ja..!!!“  brüllt es aus dem Cockpit zurück…

Nach dieser Aktion kehrt vordergründig Ruhe ein und die Yacht setzt ihren „Umkehrkurs“ zurück in Richtung Arnis fort…

Ich sehe ihr nachdenklich nach und denke an ähnliche beobachtete Erlebnisse, vorzugsweise beim Anlegen und in Schleusen, wenn „Frau“ aus Sicht des Skippers etwas „verkackt“ hat, wofür sie häufig gar nichts kann…

Dieser beobachtete Konflikt war wenigstens auf „Augenhöhe“ was die Lautstärke angeht, „er“ saß nur im wahrsten Sinne des Wortes am längeren Hebel, sprich am Ruder…!

Nicht selten lässt die „Bebrüllte“ devot oder zumindest stoisch über sich ergehen, was eigentlich ein Grund für einen sofortigen „Reiserücktritt“ ist…

Es soll überlegene Kulturen geben, in denen sich Männer und Frauen im Wesentlichen nur zur Paarung zusammenfinden und ansonsten getrennter Wege gehen…

Eine gute Idee..?

An Bord der ELSE, dieser Tage bei tropischem Wetter friedlich am Liegeplatz dümpelnd, geht es geruhsamer zu mit vergnüglichen Beschäftigungen, die man hier

ansehen kann… :

 

*geht alles gut auch auf Motorbooten…! 🙂

 

Ein Wochenende auf der Schlei bei „Kaiserwetter“…

Die zehnte Saison der ELSE hat bereits im Mai begonnen, ein vorläufiges Highlight ist jedoch das vergangene Wochenende bei sich karibisch anfühlendem Wetter auf der Schlei. 24 Stunden alleine auf dem Wasser, überwiegend vor Anker, schaffen Raum für viele und andere Gedanken und vor allem Tiefenentspannung…!

Zu einem kurzen Video davon,  auf Jörgs Empfehlung innerhalb weniger Minuten mit der Software „Fastcut“ erstellt, geht es hier… 

Das Video ist dieses Mal bei YouTube eingestellt und nicht auf dem Blogserver…

In Kürze mehr zu den Ereignissen im zehnten Jahr ELSE…!

 

Kranwochenende…

Diesem Thema war mein Blog schon oft gewidmet, sodass es eigentlich gar nicht mehr viel zu diesem  hinzuzufügen  gibt…!

Aber manchmal kommt es besonders gut und darum mag ich es einmal mehr aufschreiben…

Zum Ende der Saison 2018 ist das „Kranwochenende“ um den 13. Oktober herum gekrönt von Kaiserwetter, der ohnehin schon kompromisslose Sommer gibt noch einmal alles!

In Vorbereitung des Einwinterns der Else bin ich bereits am Donnerstagabend elektrisch mit dem ZOE angereist, um neben der mitgebrachten Büroarbeit auch ein bisschen das avisierte schöne Wetter ein letztes Mal in diesem Jahr genießen zu können.

Die nächtlich Ankunft auf Else begann damit, dass das Bediendisplay im Salon in Folge der Kochsalzattacke wieder „zickte“ und neben hektisch blinkenden LEDs funktionslos war.

Diesmal ließ es sich auch nicht wieder beleben, zusätzlich hatte sich die auch von diesem Panel zu bedienende Heizung der Zickerei angeschlossen, obwohl der Einbauplatz des Heizungsschalters auf diesem Panel eher physischer als elektrischer Art ist, mit der Panelelektronik hat der Schalter gar nichts zu tun… Duplizität der Ereignisse, die einem nach einem langen Ingenieurleben nicht mehr wirklich stauen lässt!

Da sich alles Wesentliche mit Ausnahme der Heizung auch am Panel im Cockpit bedienen lässt, habe ich den Vorfall unter dem Motto „Irgendetwas ist immer!“ zunächst bis zu Saisonbeginn 2019 ad acta gelegt und mich dem letzten erwarteten Sonnenwochenende auf der Else zugewandt.

Im weiteren Verlauf kam es wie es kommen sollte: Sonnig, warm, schwachwindig oder windstill und sternenklare Nächte!

Nach der Anreise von Uli am Freitag nach der Arbeit haderten wir am Samstag auf allerhöchstem Niveau, ob wir einfach nur absichtslos auf dem Boot chillen oder noch einmal losfahren. Uli war eher für chillen und in Kappeln rumlaufen; da ich oft in Kappeln rumlaufe, war das nicht so mein Favorit und als Königsweg sind wir nach Ulis „Rumlaufen“ in Kappeln und Einkaufen am Samstagnachmittag schleiaufwärts gefahren, um gleich hinter Arnis einen schönen Ankerplatz in Ufernähe aufzusuchen.

Beim Herantasten an das Ufer fehlte mir doch etwas der zwischenzeitlich wieder defekt gewordene Tiefenmesser, so musste von Zeit zu Zeit der Enterhaken zur Überprüfung der Wassertiefe dienen. Da das Seegras bis fast unter die Wasseroberfläche reichte, hätte hier auch der funktionierende Tiefenmesser vermutlich keine brauchbare Anzeige geliefert, der Bootshaken hingegen zeigte vielmehr zuverlässig an, dass wir bereits nur noch einen Meter Wassertiefe hatten und Else mit den Propellern nicht nur im Gras, sondern auch im Sand wühlte…!

Ein bisschen mehr Sicherheitsabstand vom Ufer, Anker mit maximaler Kettenlänge fallen lassen in Erwartung, dass der Anker im Seegang ohnehin wieder nicht wirklich hält und ein bezaubernder Abend auf der Else konnte beginnen!

Langsam senkt sich die Dämmerung über die Schlei und die untergehende Sonne produziert eine „blaue Stunde“ wie aus dem Bilderbuch :

Seevögel aller Größe und Gattungen, allen voran Gänse, stimmen ein zeitweilig ohrenbetäubendes Schnatterkonzert an und fliegen offensichtlich ziel- und wahllos alleine oder im Schwarm absichtslos hin und her!

Ich möchte ein bisschen mithalten und beantworte das Geschnattere mit dem Nebelhorn der „Planschkuh“ aus den 70er Jahren, dass mir Anke vor ein paar Jahren „zu treuen Händen“ geschenkt hat :

 

Eine schmale Mondsichel gewinnt Oberhand über den Nachthimmel, gefolgt von dem in diesem Jahr aufgrund seiner Nähe zur Erde in Farbe und Helligkeit dominierenden Mars.

Im Westen ist der Sonnenuntergang fast vollbracht :

 

Am Osthimmel zeugen die aufgehenden Plejaden vom Ende des Sommers. Zwischenzeitlich ist der schwarze Nachthimmel übersäht von gefühlt Myriaden von Sternen und der Milchstraße.

Kein Fremdlicht stört den Anblick, das Ankerlicht mache ich, da hier eh keiner mehr fährt, vorrübergehend aus.

Das Wasser ist völlig glatt geworden, kein Lüftchen regt sich mehr, das Glucksen des Wasser am Rumpf ist verstummt…

Nur langsam können wir uns von der eindrücklichen Stimmung lösen, der Hunger schiebt sich in den Vordergrund…

Es gibt Rindfleisch aus Dosen, das früher aus der „Bundesreserve“ war mit Nudeln und natürlich bemühen wir uns eifrig, die noch an Bord befindlichen Getränke vor Ende der Bootssaison zu verbrauchen…

Nach dem Essen starren wir wieder auf den Nachthimmel und erspähen die eine oder andere Sternschnuppe, das insgeheim erhoffte Nordlicht zeigt sich nicht, obwohl dieser Tage in Norddeutschland einige Sichtungen möglich waren und eine erhöhte Nordlichtaktivität vorhergesagt war.

Man kann nicht alles haben…!

Erst gegen Mitternacht machen wir uns bettfertig und ich aktiviere am Plotter den Ankeralarm mit einem Radius von 60 ft und schon kurze Zeit später beginnt nach dem Zubettgehen das Konzert von Seekühen und Seebären…!

Die Nacht ist bereits gegen 3:30 Uhr überraschend zu Ende: Ein schrilles hektisches Piepen reißt mich aus den Träumen und der Ankeralarm auf dem Plotter verkündet eine „Abtrift größer 60 ft“ !

Was war passiert :

Zwischenzeitlich ist es wieder etwas windiger geworden und Else hat sich am Anker gedreht und damit aus dem „Alarmradius“ entfernt. Diesen habe ich dummerweise auch zu gering gesetzt: Bei einer Kettenlänge von 30 Meter (etwa 90 ft) kann man nicht erwarten, dass der Alarm bei Windrichtungswechsel nicht ausgelöst wird…

Leider kommt mir diese Idee erst beim dritten Ankeralarm um kurz nach sieben, zwischenzeitlich gab es noch um kurz nach fünf einen Alarm, danach ist Ruhe, zum einen weil ich nun meinen Fehler begriffen habe und zum anderen weil die aufgehende Sonne über der zwischenzeitlich wieder völlig windstillen Schlei eine Morgenstimmung produziert, der man sich trotz der Müdigkeit nicht entziehen mag.

Die ganze lärmende Vogelschar vom Vorabend ist bereits auch wieder aktiv und begrüßt die aufgehende Sonne.

Kurze Zeit später pfeift der Wasserkessel auf dem Spirituskocher und bald darauf belebt heißer Kaffee meinen schwächelnden Körper. Das Geräusch der Seekühe ist verstummt, zur Zeit sieht man sie auch nicht, aber wenn sie still sind, kommen sie bald wieder hervor…!

Ein paar Stunden bleiben wir noch vor Anker und schauen dem Tag beim Großwerden zu. Auch heute ist und wird das Wetter kompromisslos schön !

Gegen Mittag lichten wir den Anker, mit ihm ca. 10 kg Schlick und Seegras und treten in langsamer Fahrt die kurze Rückreise zum Liegeplatz nach Kappeln an, nicht ohne den Weg durch eine große Runde schleiaufwärts noch ein bisschen zu verlängern.

Beim Anlegen in Kappeln gibt es noch eine kurze Schrecksekunde. Das, was wir seit je her befürchten, tritt ein: Die backbordseitige Achterleine rutscht von der Badeplattform ins Wasser und wird sofort vom Propeller des Steuerbordmotors erfasst und straff gezogen. Der Motor wird abgewürgt, einhergehend mit schrillem Alarmpiepen des Plotters und des EVC, der Plotter quittiert zudem seinen Dienst, der Bildschirm wird schwarz, um gleich wieder anzugehen, das Ganze zweimal ?!

Dümmlich schräg hängen wir zwischen den Dalben, den Bug an den Fender des Nachbarbootes gedrückt…

Erfreulicherweise löst sich die Leine unbeschädigt nach nur wenigen Versuchen von Bord aus wieder aus dem Propeller, Uli muss nicht mit Messer ins Wasser… 🙂

Warum die Leine den Motor zum Abwürgen bringen kann, dann aber trotzdem so leicht wieder zu lösen ist, erschließt sich mir ebenso wie das Ausfallen des Plotters nicht; vermutlich lässt sich durch das Herausnehmen des Ganges und dem dann freigängigen Propeller die Leine abwickeln, wie von einer Schnurrolle?!

Kurze Zeit später sind wir dann „planmäßig“ in unserer Box und freuen uns, dass das Erlebnis folgenlos geblieben ist.

Uli tritt gegen Nachmittag die Rückreise mit dem ZOE an, auch sie schafft die Rückreise ohne Nachladen mit einer „stattlichen Restreichweite“ von 120 km.

Anlässlich einer „Zigarettenpause“ war jedoch das zu beobachten, was immer mehr „Standard“ wird : die Ladesäulen auf dem Parkplatz Holmoor West an der A7 war durch ein quer vor allen Ladestationen stehendes Auto zugeparkt und in der Folge unbenutzbar !

Das kann man leider immer mehr beobachten und nach unserer Wahrnehmung gibt es neben reiner Schusseligkeit auch den Frust über die „Sonderparkplätze“ für Elektrofahrzeuge, „die da auch noch umsonst tanken dürfen…“, letzteres ist ja leider aber verständlicherweise die Ausnahme geworden…

Ich mache mich bis in die tiefe Nacht wieder an die Büroarbeit auf der Else, parallel mache ich ein bisschen „klar Schiff“ und eine größere Liste von Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten für die kommende Saison.

Die Liste ist diesmal relativ lang, irgendwas ist halt immer und zwischenzeitlich habe ich begriffen, dass ein Boot, gleich welchen Alters, eine „Dauerbaustelle“ ist und das Salz des Meerwassers nichts anderes im Schilde führt, als ein Schiff zu vernichten.

Unterstützt wird es darin tatkräftig von Möwen, die es in diesem Jahr geschafft haben, unser Boot so zuzuscheißen, dass das schöne neue Verdeck im Wortsinne beschissen aussieht.

 

Abhilfe schaffen soll die windbetriebene „Mövenklatsche“, danach hat das Problem tatsächlich nachgelassen, mutmaßlich weil sich die Möven über das Teil totgelacht haben… 😉

Der Montag präsentiert sich schon fast routinemäßig wieder in voller Schönheit und Windstille.

Arbeit und winterfestes Herrichten der Else wechseln sind ab und um 14:00 Uhr fahre ich Else aus der Box zum Kran, an dem sie nur eine Viertelstunde später bereits ihrem Element enthoben wird.

 

Ein paar wehmütige Blicke, dann die übliche Verabschiedung vom „Kranpersonal“: „Schöne Weihnachten und guten Rutsch!“  🙂

Nach der Saison ist vor der Saison!

Mit Ideen, Gedanken und Träumen verlasse ich Kappeln in diesem Jahr zum letzten Mal.

 

 

Little Honeymoon…

Anlässlich der Hochzeit meiner Cousine Daniela mit einem Hasen, nämlich ihrem Thomas, hatten wir den beiden eine „Little Honeymoon“-Kreuzfahrt auf unserer Else geschenkt.

Es ist kein Geheimnis, dass Uli und ich an der Vorbereitung der Einladung und des Events als solchen ähnliche Freude gehabt haben, wie wir dann alle vier an der Durchführung.

Doch der Reihe nach:

Der Blick in Thomas und Danielas Kalender und unseren ergab nur einen möglichen Termin im Juli, dann erst wieder kurz vor Saisonende; Aller Bootserfahrung folgend hatte ich bereits damit abgeschlossen, dass in diesem Jahr „Little-Honeymoon“ wohl nicht mehr stattfinden wird…!

Doch es kam anders:

Als weiteres „Abfallprodukt“ dieses kompromisslos schönen Megasommers hat tatsächlich der vereinbarte Termin stattgefunden und das zudem noch bei bestem Motorbootfahrwetter!

Nach unserer Anreise am späten Freitagabend haben wir noch schnell Elses Tender startklar gemacht, um dann in den für uns frühen Morgenstunden am Sonnabendmorgen um 8:00 Uhr in Kappeln gen Schwedeneck aufzubrechen.

Dort hatten wir mit Daniela und Thomas eine Position vor Grönwohld vereinbart.
Der Strand vor Grönwohld ist für Daniela und Thomas von zu Hause fußläufig erreichbar und nach kurzer telefonischer Voranmeldung ging Else auf Reede vor Schwedeneck, wasserte den Tender und hat das „Jubelpaar“ direkt am Strand abgeholt!

 

 

 

 

Ankunft der Gäste…!

 

 

 

 

 

„Girls just wanna have fun..!“  und der alte Mann und das Meer…

 

 

Nach kurzer Bordinformation und Sicherheitseinweisung ging die Kreuzfahrt dann los mit Ziel Sønderborg in Dänemark.

Aufbruch nach Sønderborg..!

Bei blauem Wasser, mehr oder weniger Windstille und karibischen Temperaturen, garniert mit schöner Musik, Cocktails und Unterhaltungsprogramm haben wir dann gegen 16:00 Uhr den Stadthafen von Sønderborg erreicht.

 

 

 

Kabinentisch in der „Honeymoon.Suite“…

 

 

 

 

 

 

Erwartungsgemäß war die stadtseitige Pier bereits mit zum Teil in Päckchen liegenden Segelschiffen voll belegt. An unserem „Stammplatz“ von vor einigen Jahren lag frecherweise die „Dannebrog“, die  königliche dänische Yacht vor dem Schloss von Sønderborg.

Wir haben dann einen fußläufig auch nicht weit von der Innenstadt entfernten Platz an dem Stadtzentrum gegenüber liegenden Fischereikai gefunden und festgestellt, dass es hier eigentlich sogar viel schöner ist, hat man doch einen wunderbaren Blick auf das ganze Stadtpanorama und das Schloss mit der davor festgemachten „Dannebrog“.

Zudem war es viel ruhiger als direkt an Pier im Stadtzentrum, zum anderen lagen wir nur wenige Meter neben einer Automaten-Bootstankstelle, die Sprit und in der Folge Gleitfahrt für den nächsten Fahrt versprach.

Der Spaziergang ins Stadtzentrum, das Abendessen im „Oxen“ und ein bisschen Rumflanieren rundete den zur Neige gehenden Tag ab und gegen 22 Uhr fanden wir uns wieder auf der Else, um dort mit dem einen oder anderen Bier und Wein dem abebbenden Treiben am anderen Ufer zuzuschauen und langsam eine angenehme Bettschwere zu erreichen…!

 

Der nächste Morgen beginnt mit der in diesem Sommer zur Routine gewordenen sonnigen Schönheit, wir beschließen, nicht im Hafen, sondern in Høruphav, eine Bucht hinter der Halbinsel Kegnæs zu frühstücken.

Kurz noch getankt, dann auf am Schloss vorbei in Richtung Høruphav.

Auf dem Weg dorthin mal wieder ein merkwürdiges Seglererlebnis:

Ein Segelschiff unter Motor und ohne Segel kommt von links auf uns zu, auch längeres Beobachten des sturen Kurshalters lässt die Erkenntnis reifen, dass irgendetwas passieren muss, da wir sonst zusammenstoßen.

Ich gebe etwas mehr Gas, um einen Zusammenstoß zu vermeiden, der sture Kurshalter kommt in unserem Kielwasser mächtig ins Schlingern und ist am Toben und sichtbar lautstark am Pöbeln, was man auf einem Motorboot zum Glück dann nicht hört…!

Was war das denn für eine Nummer?

Im AIS ist Name und Kennung des Schiffes zu sehen, nach einiger Zeit des Nachdenkens rufe ich ihn mit betont freundlicher Stimme an, das Ganze, obwohl mehrfach und immer freundlich, bleibt unbeantwortet, obwohl mit großer Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, dass jemand der sein AIS in Betrieb hat, auch das Funkgerät auf Kanal 16 geschaltet hat.

Wir überlegen noch kurz, ob wir einen Fehler gemacht haben und kommen zu dem Schluss, dass der forsche Skipper und seine den sturen Kurs haltende blonde Steuerfrau entweder doof oder feige sind oder im ungünstigsten Fall beides.

In diesen Urlaub haben wir auch wiederholt bemerkt, wie die Segeljugend mit dem Ausbildungsklassiker „Optimist“ von klein auf Vorfahrt ohne Rücksicht auf Verluste gedrillt wird, ein Segel berechtigt ohne Rücksichtnahme offensichtlich zu allem und da kann man schon mal vergessen, dass man ohne Segel zum Motorboot wird…!

Egal ob man in der Hafeneinfahrt kreuzt oder in einer Fahrrinne, die ein  Ausweichen  gar nicht zulässt, der Segler darf immer… Déjà-vu 2011 auf der Elbe mit Kajakfahrern und Kanuten…

Um Missverständnissen vorzubeugen: Es gibt viele rücksichtslose und dämliche Motorbootfahrer, ebenso aber auch viele Segler, dann noch mit dem esoterischen „Mein gutes Recht“-Habitus versehen, weil man ja „ökologisch“ unterwegs ist…!

Zum Glück haben wir mit Seglern überwiegend angenehme und freundliche Begegnungen und Kontakte, von daher fällt das geschilderte Erlebnis auch nicht sonderlich ins Gewicht.

Nach diesem Erlebnis erreichen wir einige Zeit später Høruphav gehen vor Anker und frühstücken in der Morgensonne.

Das geplante Schwimmen fällt im Wesentlichen aus, die Ostsee ist in diesem Bereich überbevölkert durch Feuerquallen mit beachtlichen langen Tentakeln und so wage ich nur eine kurze Runde, von Bord aus weist Daniela mir die Richtung um den für mich, schwimmend, nicht sichtbaren Quallen auszuweichen.

Einige Zeit später nehmen wir Kurs auf Kappeln und genießen, autopilotiert, auf dem Bug sitzend, die Füße vom 23 Grad warmen Ostseewasser umspült die sonnige Rückfahrt.

Wie viel Glück kann man haben!

…auf dem Rückweg nach Kappeln, Füße im warmen Ostseewasser !

Ein Stückchen Gleitfahrt bis kurz vor Schleimünde muntert die beschauliche träge Fahrt auf und gegen 15:30 Uhr erreichen wir Elses Liegeplatz in Kappeln.

Das „Jubelpaar“ schicken wir auf eine Stadtbesichtigung, damit wir die Hinterlassenschaften der Kreuzfahrt aufräumen und die Else „fein“ zurücklassen können.

Das tolle Wochenende schließt mit einem schönen Abendessen „beim Jugoslawen“, dem kleinen Restaurant „Seerose“ auf dem Campingplatz Lindhöft, den man quasi als „Geheimtipp“ empfehlen kann.

Nach dem Essen liefern wir das junge Glück zu Hause ab und treten den Rückweg an.

Wie viel Glück kann man haben!

Die „Little Honeymoon-Route“ am 21./22.07.2018…

 

150 Meilen westwärts…

…gerne auch „Nightflight to Venus“ oder viele andere klangvolle Titel wären mir für diesen Post eingefallen !

Nachdem uns ein Kommentator aktuell Respekt für unseren „Direkttrip“ von Rostock nach Greifswald gezollt hat – viele legen auf dieser Distanz unter Vortäuschung einer Spontanerkrankung einen Zwischenstopp im Nothafen „Darßer Ort“ ein, dem einzigen Hafen zwischen Rostock und Rügen – fühlten wir uns verpflichtet, diesem Respekt auch zu entsprechen…

Im Grunde kam alles anders als geplant und wir dadurch zu einem überaus eindrucksvollen Erlebnis, nämlich der „Nonstopfahrt“ von Greifswald nach Kappeln,  „am Stück“ 150 Seemeilen in 20 Stunden !

Doch der Reihe nach : nach einer schönen „chilligen“ Woche im angenehmen freundlichen zentrumsnahen Yachthafen Greifswald – hierzu später mehr – sind wir am vergangenen Montag um halb neun – früher geht wegen der Brückenöffnungszeiten in Wieck nicht –

Brückenöffnung in Wieck, kurz vor dem Greifswalder Bodden

den Ryck abwärts in Richtung Greifswalder Bodden…

im Greifswalder Bodden…

in Richtung Gedser in Dänemark aufgebrochen. Unseren ursprünglichen Plan, nach Lome an der Nordküste von Rügen, einem kleinen Hafen an der Steilküste zu fahren hatten wir verworfen, weil alle Wetterprognosen für diese eher kurze Strecke eher 4-5 Bft und Wellenhöhen bis 1,5 Meter vorhergesagt hatten. In Memorian an die Erlebnisse auf der Hinfahrt haben wir uns dann für die Rückfahrt durch den Strelasund entschieden, um auf Höhe Darßer Ort dann den Kurs wetterabhängig endgültig festzulegen : wieder nach Rostock. besser Warnemünde oder eben Gedser, um auf dem Rückweg noch ein bisschen Dänemark „mitzunehmen“.

Parallel zum Darßer Ort war die Welle, von vorne kommend, fahrbar, wenngleich nur teilweise „strickbar“ : Uli differenziert Wellenhöhen mittlerweile in zwei Kategorien, nämlich „SB“ und „NSB“, nämlich danach, ob man währende der Fahrt noch stricken kann (SB für „strickbar“) oder nicht (NSB für „nicht strickbar“)…

Lange Rede kurzer Sinn : nach der sehr schönen Fahrt durch den Ryck, Greifswalder Bodden, Strelasund hinaus auf die Ostsee  stand ziemlich bald fest, dass das Ziel Gedser heißen wird.

Passage Stralsund…

wir wollen ja nach Dänemark : setzen der Gastlandsflagge…

steuerbords in „Griffweite“ : Insel Hiddensee, unmittelbar nach Verlassen des Strelasunds…

Offshore Windpark vor Lolland…

„Traffic“ im Fehmarnbelt, die „Dreickecke“ sind „große Schiffe“…

Während wir in Richtung Fehmarnbelt schipperten, haben wir dann noch einmal THEYR auf Elses MFD, das „Segelwetter“ von Wetteronline und „Windfinder“  nach der Wetterentwicklung der nächsten Tage befragt und mehr oder weniger übereinstimmend die Auskunft erhalten, das Wind und Welle in den nächsten Tagen eher zunehmen werden…

Zur Vermeidung eines mehrtägigen „Einwehens“ Stubbekøbing 2.0 wie in 2016 und mit Blick auf das Ende unseres Urlaubs und den Abholtermin für unsere Hunde aus ihrer „Sommerfrische“ haben wir uns Anbetracht des „Wetterfensters“ vor uns am frühen Nachmittag, kurz querab vor Gedser entschlossen, einfach bis Kappeln durchzufahren !

Bei unserer Entscheidung hat uns die beständig wechselnde Welle, eben noch SB, dann wieder „Hackwelle NSB“ von vorn geholfen : wir hatten schlicht keine Lust, uns bei vermutlich bevorstehendem noch mehr „Wellenwechsel“ in den nächsten Tagen nach Kappeln „zu kämpfen“ und zogen unsere erste Nachtfahrt dem anderen Szenario vor.

Ein bisschen noch das Für und Wider „bekakelt“ und schon ging es praktisch und gedanklich in die Vorbereitung des „Events“ : Als „Backup“ für den potentiellen Spontantod des Plotters bei Nacht schnell das Tablet mit der Navionics-App aufgeladen und den Steuerkurs ab Fehmarnbelt nach Kappel festgelegt und weiter ging`s bei endlich ruhiger werdendem Wasser durch den Fehmarnbelt in Richtung Kappeln sprichwörtlich dem Sonnenuntergang entgegen !

Verlassen des Fehmarnbelts…

Dieser präsentierte sich bilderbuchartig und filmreif : Bei schnell immer ruhiger werdendem Wasser versank die Sonne wie die vielfach besungene von Capri : farblich und mit allen verfügbaren Lichteffekten gab sie und der Tag sich erfolgreich alle Mühe, uns von schon fast 14 Stunden Fahrt und Dieselgeräusch abzulenken und uns mit offen Augen und Mund dastehen zu lassen !

Dem Sonnenuntergang folgte eine fast mystische Dämmerung auf mittlerweile völlig ruhigem Wasser, vor uns, der Sonne folgend die untergehende Venus, südlich Jupiter und östlich rötlich Mars mit in diesem Jahr auffallenden Helligkeit und Größe…!

Elses Fahrtrichtung weißt nun in tiefes schwarzes Dunkel…

immer dunkler, mit Widerschein des Positionslichtes auf dem Gangbord…

Bereits jetzt kann man das Licht des Leuchtturmes in der Einfahrt der Kieler Förde und den an der Südspitze Langelands sehen… Es ist viel Verkehr, hellerleuchtete Schiffe mit klangvollen Namen kreuzen unseren Kurs oder fahren parallel, im AIS kann man ihr Fahrziel, Namen und einiges mehr lesen..

Mit zunehmender Entfernung vom Fehmarnbelt „verteilt“ sich der Schiffsverkehr auf die jeweiligen Schifffahrtswege und langsam wird der Horizont leer. Rote und grüne Funkellichter zeigen die Position der vielen in der Ostsee verteilten Markierungs- oder Fahrwassertonnen an und ich gebe mir, teilweise erfolgreich, Mühe, unsere Position anhand der beleuchteten Tonnen zu identfizieren.

Langsam wird es bis auf einen rötlichen Streifen am Westhorizont tiefschwarze Nacht…! Im Licht von Elses Positionslampen wird das Wasser um uns herum illuminiert.

Das Licht vom Plotter und dem Display des Autopiloten, für Tagfahrt und Sonnenlicht ganz hell eingestellt, wird störend und erschwert die Sicht und erstmals dimme ich es ganz dunkel, eine Funktion, die mir fast entfallen war…Zusammen mit den rot einstell- und dimmbaren Leuchten im Cockpit kann man jetzt alles gut sehen und sich trotzdem im Cockpit noch gut orientieren, alles wirkt geheimnisvoll und aufregend.

An Schlaf ist nicht zu denken : eigentlich wollten wir uns abwechseln beim Bewachen Elses selbständiger Fahrt nach Kappeln, aber auch nach dem langen Fahrtag bleibt es spannend und adrenalingeschwängert bewachen wir gemeinsam Else`s Fahrt.

Der Plotter sagt die Ankunftszeit an der „Safewater“-Tonne Schleimünde  mit 2:42 Uhr voraus, Zeit einen Kaffee zu kochen…

Uli fragt, wo der Mond bleibt :

Noch bevor ich mein „Himmelsjahr“, regelmäßiger Begleiter seit den 1970er Jahren nach dem Mondaufgang befragen kann beantwortet dieser die Frage und geht groß und orangefarben achtern im zurückliegenden Fehmarnbelt mit aller Pracht auf !

Mondaufgang im achtern liegenden Fehmarnbelt : wie man sieht, sieht man nix…

Die Nacht hört nicht auf mit ihren Reizen zu geizen…

Irgendwie ist es ein befremdliches Gefühl ohne Sicht in das Dunkel hinein zu fahren und so fällt mir ein, das Else Radar hat und ich damit nicht nur wie bisher bei Tag und guter Sicht nun auch mal bei Nacht „üben“ könnte…

Radarbild mit Fehleinstellung : zu großer Radius (ein Ring = 2 SM), viele „Fehlechos“…

Nach einer kurzen Schrecksekunde „Sch…, funktioniert nicht“ finde ich die richtigen Einstellungen des Radars, – nämlich nur einen Radarradius von 4 Meilen –  und damit verschwinden auch irritierende hunderte nicht definierbare Radarechos, während tatsächliche verbleiben : Nämlich das eines offensichtlichen Fischerbootes – kein AIS, dafür Positionslampen und helle Arbeitsscheinwerfer sowie die Radarechos zahlreicher Tonnen, gut erkennbar durch das „Overlay“, das Schichten des Kartenbildes auf dem Plotter zusammen mit dem Radarbild. Da Else ohnehin alleine stoisch ihren Kurs durch die Nacht fährt, beschränke ich mich auf das Radarbild auf dem Plotter, um etwaige „Hindernisse“ frühzeitig erkennen zu können, das geht besser, als wenn gleichzeitig die Seekarte mit dargestellt wird…

Radar, nun richtig eingestellt, kleiner Radius ( ein Ring = 1/4 Seemeile : das kleine Echo ist ein Fischkutter, die drei größeren sind Seezeichen und Fahrwassertonnen. Die Größe des Echos sagt leider nichts über die Größe des Objektes aus…

Für mich zur Erinnerung für`s nächste Mal : Radareinstellungen alles auf „Auto“ und nur Radius von max. vier SM, dann ist alles gut und es gibt nur Echos von Dingen, die es auch wirklich gibt ! Warum manche Tonnen ein Echo geben und manche nicht erschießt sich mir nicht : Möglicherweise sind die, die kein Echo geben auch gar nicht mehr da, die Seekarte vom Plotter ist Stand 2015…. Kontrollieren konnte ich die tatsächliche Präsenz der Tonnen ohne Echo infolge Dunkelheit nicht…

Achso : und dann darf man nicht vergessen, im Menü des Radars die „Peilrichtung“ desselben so einzustellen, das diese mit der Seekarte im Plotter übereinstimmt, sonst sind Echos von Tonnen oder Schiffen „versetzt“, d.h., die Echos sind versetzt zur Darstellung der Objekte – Tonnen oder Schiffe mit AIS – und man rafft gar nichts mehr…(Dejavu, siehe hier…)

Langsam aber stetig wird aus dem „Glattwasser“ wieder zunehmend Welle, wie insbesondere von THEYR für das Seegebiet vor Kappeln vorhergesagt und schon bald „bockt und hackt“ es wieder heftig und Else wird mit jedem Eintauchen in die Welle in eine Wassergischtwolke getaucht… Im Gegensatz zum Tag sieht man das  wenigstens kaum, sondern hört nur das Krachen des Wassers auf die Windschutzscheibe und das Verdeck und bemerkt vereinzelte Wasserrinnsaale, die sich ihren Weg durch das Verdeck ins Cockpit bahnen…  Wenigstens ist es nicht kalt, die Wassertemperatur beträgt immer noch, auf dem offenen Wasser 22°C  und so warm ist auch die Luft !

Trotzdem geht schön anders, eben so wie noch vor ganz kurzer Zeit, wir so etwas innerhalb weniger Seemeilen mutiert wissen die Götter…

Vielleicht hat Neptun das Glas Whisky, das wir eben noch mit ihm zur Besänftigung geteilt haben, nicht geschmeckt…

Die Gischtwolken werden von den Positionsleuchten auf der Steuerbordseite grünlich, auf der Backbordseite rötlich gefärbt, rot gefällt mir besser, es wirkt weniger bedrohlich…

Tröstlich an dem spontanen Wetterumschwung ist, das die Welle ziemlich genau von vorne kommt und sie erträglicher macht und die TTG („Time to go“)zum Wegpunkt „Schleimünde“ nur noch ca. zwei Stunden beträgt und somit das zum Glück erträgliche „Leiden“ limitiert ist…

In dem kleinen Sichtfenster, welches der Scheibenwischer beständig „freischaufelt“ ist schon bald darauf der rote Sektor des Leuchtturm Schleimünde  und die befeuerte „Safewater“-Tonne vage zu erkennen…

Es ist erstaunlich, wie lange sich acht verbleibende Seemeilen hinziehen können…

Die entgegenkommende Welle und der Wind haben die Ankunftszeit am Wegpunkt auf 3:15 Uhr verschoben, was mir ganz recht kommt, wird es doch am Osthimmel schon etwas dämmerig :  Bei Welle ist die Einfahrt Schleimünde und ihre eng beieinanderliegenden Tonnen irgendwie „doof“ und der Gedanke, bei noch völliger Dunkelheit durch die unbeleuchteten Tonnenpaare vor Schleimünde und in der Schlei nur nach dem Plotterbild zu fahren hatte mir zugebenermaßen schon ein paar Gedanken bereitet…

Erfreulicherweise beruhigt sich die See vor Schleimünde und es dämmert zusehends !

Mittlerweile habe ich den Kurs händisch in den weißen Sektor des Leuchtfeuer „verlegt“ und bin somit theoretisch genau auf der Einfahrtslinie zwischen den Molenköpfen von Schleimünde.

Im Dämmerlicht starre ich durch die Öffnung im Verdeck nach den Fahrwassertonnen und kann sie kurz vor dem Erreichen auch erkennen… Weiß der Henker, wie das Profis machen, einfach Augen zu und durch oder so, ich bin jedenfalls froh sie nicht blind passiert zu haben…

Kaum sind die Molenköpfe passiert ist alles ruhig, keine Welle mehr, der Wind läßt spürbar noch mehr nach, nur das „Problem“ mit den engen Tonnenpaaren im schmalen Fahrwasser der Schlei bleibt : Teils nicht, teils (nur eine Seite) beleuchtet macht das Erkennen eine grünen Tonne im noch graugrünen Wasser nicht einfacher…

Backbords stehen verschlafene Seevögel nur wenige Meter entfernt im (möven-)knietiefen Wasser und beobachten meine im Ergebnis erfolgreichen Bemühungen, unbeschadet das Fahrwasser nach Kappeln einzuhalten. Richtfeuer an Land unterstützen mein Vorhaben…

Richtfeuer in der Schlei : Feuer liegen übereinander, d.h. „der Kurs passt..“ 🙂

Am Ufer steht ein Zelt und ein Feuer lodert… Es riecht nach Heu, Seetang und Wald…

Uli legt die Schwimmweste an und geht aufs Vorschiff und bereitet die Leinen vor.

Kappeln in Sicht…

Die Achterleinen habe ich mit einer Markierung so versehen, dass sie auf der Klampe gleich in der richtigen Länge für unsere Dalben am Liegeplatz in Kappeln belegt werden können. So brauchen wir nur in die „Box“ reinzufahren und die Leinen passen gleich…

Vor der Klappbrücke Kappeln vergesse ich trotz der fortgeschrittenen Stunde erfreulicherweise nicht die Funkantenne umzulegen, sonst passen wir nicht unter der ungeöffneten Brücke hindurch…

Die „Waterfront“ von Kappeln, gefühlt tausend mal passiert, präsentiert sich irgendwie ganz anders als sonst, ruhig und schläfrig im und vom Dämmerlicht illuminiert…

Die Brückenhöhe passt immer noch, obwohl man immer glaubt, das es gleicht kracht und kurze Zeit später erreichen wir Elses Liegeplatz.

Nach 20 Stunden Motorgeräusch ist die Ruhe nach dem Anlegen und abschalten der Motoren zugegebenermaßen fast erlösend, zum Glück merkt man das erst jetzt…

See- und „Landvögel“  geben gemeinsam ein lautes eindrückliches scheinbar wetteiferndes Morgenkonzert.

nach 20 Stunden am Liegeplatz angekommen…

Uli wird schlagartig von der Müdigkeit übermannt und kriecht in ihre Koje, ich genieße noch eine Stunde lang das Ankommen nach diesem kleinen aufregenden „Abenteuer“, den aufwachenden Tag, den Sonnenaufgang und das eine und andere Glas Wein….

da ist sie schon wieder… 🙂

Wie heißt es so zutreffend : „Der Weg ist das Ziel…!“

Funktioniert auch oder gerade bei Wasserwegen… 🙂

 

 

 

 

Rostock – Greifswald…

…kann man auch mit der Bahn fahren… Dann dauert es im günstigsten Fall knapp drei Stunden. Mit dem Auto geht’s in etwas über einer Stunde noch schneller…

Wir bevorzugen die langsame Variante und benötigen auf dem Seeweg etwa zwölf Stunden !

Die verschiedenen Wettervorhersagen versprechen ruhiges Wetter und Wellenhöhen von 0-0.5 Meter :

Nach dem Tanken im Alten Strom verlassen wir Rostock nach wetterbedingt längerem als geplanten Aufenthalt  morgens um acht seewärts und schon bald empfangen uns die von der ersten Etappe bekannten blöden „Kabbelwellen“ schräg von hinten…

Sie  sind wirklich nicht hoch und Elses „Nationale“ hängt schlapp herunter, weil sich „Fahrtwind“ und Wind fast ausgleichen. Dennoch leisten die Wellen ganze Arbeit, ELSE surft ein wenig auf den offensichtlich alten Wellen aus den vergangenen Sturmtagen und die Geschwindigkeit variiert beständig zwischen 5 und 10 Knoten und zerrt ebenso beständig insbesondere an Ulis Magen, die in der Folge wieder einmal temporär der Seefahrt abschwört.

Nach Passage des Darßer Ortes wechselt der Kurs und mit ihm irgendwie die Welle und bis kurz vor Hiddensee macht Boot fahren wieder Spaß und Uli, erfreulicherweise spontan genesen, kann – endlich-  drei Stunden stricken !

stricken auf See, Bosman fährt…

Ganz kurz vor erreichen der Küste von Hiddensee, keine 500 Meter vom Strand entfernt wechselt der Kurs noch mal um 90° nach Süd zur Einfahrt in die betonnte Fahrrinne „Gellener Strom“, abkürzen darf man da wegen des Naturschutzgebietes nicht.  Dieses drei Kilometer lange Teilstück bis zur Einfahrt hat es noch mal in sich, die Welle quer zur Fahrtrichtung beutelt uns und die Segelschiffe vor und hinter uns heftig durch… Wir können das ein bisschen mit Gas geben kompensieren und dadurch „beruhigen“ und schon bald ist die Einfahrt ist die Halbinsel „Bock“ passiert und das „Binnenwasser“ erreicht. Danach ist alles völlig ruhig und schon fast Routine, fahren wir hier doch schon das dritte Mal mit der Else durch !

Über die Fahrrinne zwischen „Vierendehl Grund“ und „Flundergrund“ geht es weiter zum Strelasund, rechts und links der Fahrrinne ist das Wasser hier teilweise nur knietief!

Trotz der eher fortgeschrittenen Tageszeit beschließen wir, bis nach Greifswald durchzufahren und Stralsund steuerbords liegen zu lassen. Die Fahrt durch den Strelasund hat was von Schlei und Dänemark und zieht sich hin.

Kurzfristig befürchten wir, die letzte Klappbrückenöffnung in Wieck, im Verlauf des Ryck, der „Binnenzufahrt“ nach Greifswald nicht mehr zu schaffen, durch etwas abkürzen des Weges außerhalb der betonnten Fahrwasser klappt das aber noch. Wir halten uns kurz vor der Brückenöffnung zur vollen Stunde „im Bereich des Leitwerks der Brücke auf, um unsere Passageabsicht zu bekunden“ (so die „offizielle“ Sprachregelung zur Klappbrücke). Punkt 20 Uhr erscheinen zwei Männer und öffnen die beiden Hälften der Brücke mit Muskelkraft ! Trotz rotem Licht sollen wir entsprechend ihrer Handzeichen passieren und so geht es durch die geöffnete Brücke den Ryck hinauf nach Greifswald.

Klappbrücke Wieck…

Auf dem ziemlich naturbelassenen Fluss fahren wir der Sonne und Greifswald entgegen. Etwa eine halbe Stunde später erreichen wir das „Marina Yachtzentrum Greifswald“, einem unmittelbar am Ryck unweit vom Stadtzentrum gelegenen sehr schönen Yachthafen und machen nach 87 SM am erstbesten Liegeplatz fest.

den Ryck aufwärts nach Greifswald…

Nur kurze Zeit später empfängt uns, den Steg hochradelnd Felix !

Liegeplatz im „Marina Yachtzentrum Greifswald“

Nach dem langen Fahrtag sind wir rechtschaffend müde, bestellen uns noch eine Pizza aufs Boot und plaudernd geht der kurze Rest des Tages zu Ende.

Alle fallen in ihre jeweiligen Kojen und  Betten, Pläne für die nächsten Tage können wir auch morgen noch schmieden…

Das Wetter scheint bis auf weiteres alles zu bieten..!

Noch ein paar Rostock-Impressionen :

die „Wissemara“ auf der Warnow…

ELSE in Rostock…

„historischer“ Ostseeeisbrecher Stephan Jantzen

an Bord Stephan Jantzen mit Blick warnowaufwärts…

einfach schön…

alte DDR-Kräne VVB TAKRAF…

„Hansetag“

Abendstimmung am Liegeplatz…