Aufbruch…!

Unsere „Corona-light-Tour“ hat begonnen:

Morgen früh werden wir von Kappeln aus in Richtung Rostock „in See stechen“!

Die Wettervorhersage verspricht 80 Seemeilen bei wunderbarem Motorbootwetter bei 2 bis 3 Windstärken und schönem Wetter!

Ob Petrus und Neptun mitmachen, wird sich zeigen und den Ablauf unserer Reise morgen und im weiteren Verlauf maßgeblich mitbestimmen.

Auch wenn die vorhergesagte Witterung einen schönen Auftakt der diesjährigen Fahrt verspricht, fährt doch Wehmut mit:

Die unbändige Neugierde auf neue „attraktive“ und aufregende Ziele und Etappen wie in “Baltic Dream 2013” bleibt zu Hause:

Die diesjährigen Etappen sind weitestgehend bekannt, der eine oder andere „neue“ Hafen wird vielleicht dazukommen, ob wir deutsche Gewässer verlassen dürfen und, so der Plan, nach Swindemünde und Stettin fahren dürfen, steht derzeit in den Sternen.

Nachdem im Juli Felix und Kristian für zwei Wochen an Bord kommen werden, wird Ende Juli Jürgen bis Mitte August die so gesehen voraussichtlich letzte und größte Etappe, den Rückweg nach Kappeln über, so die Hoffnung, vielleicht Bornholm und Møn nach Kappeln bereichern…

Ob wir Polen, Dänemark oder Südschweden zu diesem Zeitpunkt anlaufen dürfen und wollen, wird sich zeigen, trendmäßig sieht es zu aus…

Frei von großen Erwartungshaltungen steht so gesehen voraussichtlich eine entspannte unaufgeregte „Sommerreise“ bevor.

Mit der Abfahrt wird die Webcam der Else nahezu durchgängig Bilder „underway“ und „moored“, auf Deutsch “in Fahrt” oder eben “festgemacht” liefern.

Wenn einmal aus technischen Gründen „nicht geliefert“ wird, dann bleibt das „zuletzt gesehene“ Bild erhalten.

“Vorabendaufbruchsbier…” !

Voll vernetzt oder die „Venus von ELSE“…!

Eigentlich eher ein Logbuch- als Erlebniseintrag: Dieser Tage hat Else einige „Gadgets“ an Bord bekommen, die man nicht unbedingt braucht, über die man sich aber freut und im weiteren Verlauf möglicherweise auch nicht missen möchte…!

Laut Wikipedia bezeichnet ein Gadget eine „technische Spielerei“ oder auch diskriminierend „Schnickschnack“.

Es bezeichnet ein „technisches Werkzeug oder Gerät mit bisher so nicht bekannter Funktionalität und/oder besonderem Design. Es ist traditionellerweise klein und zum Mitführen konzipiert ” (Quelle: Wikipedia).

Auf einen Teil neuen Installationen trifft das zu, ein Teil war, „Zauberwort dieser Tage“ aber essenziell!

Zum einen wurden die beiden 120 Ah Verbraucherbatterien am erkennbaren Ende ihrer Lebensdauer gegen neue ausgetauscht, zum anderen hat das Bugstrahlruder nunmehr eine separate eigene Batterie erhalten, um den gerade bei älteren Verbraucherbatterien nervigen „Spannungseinbruch“ beim Betrieb des Bugstrahlruders zu vermeiden:

Bevor ich die Ursache erkannt hatte, hatte ich mich wiederholt heftig  erschrocken: Beim Bedienen des Bugstrahlruders waren auf einmal alle Instrumente „dunkel“ bis „tot“, um dann langsam wieder zu „booten“; Ursache war der kurzfristige Spannungseinbruch beim Bedienen des Bugstrahlruders.

Das ist nun Geschichte, eine sog. Spiralzellbatterie, ausdrücklich gemacht für hohe kurzfristige Ströme und beliebige Betriebslage – sie liegt unter dem Tank – versorgt nun das Bugstrahlruder separat.

Neu an Bord gekommen ist in diesem Zusammenhang ein Batteriemonitor, der wunderbar Auskunft über die tatsächliche Batteriekapazität der Verbraucherbatterien gibt, in Abhängigkeit vom aktuellen Verbrauch die „Restlaufzeit“ der Batterie bis zur erlaubten Entladung anzeigt, aber auch, ähnlich einer Tankanzeige, die noch verbleibende Kapazität in Prozent.

das kleine blaue Kästchen mit der Antenne ist Else´s neues Mobilfunkmodem, mit der sie ihre Befindlichkeit per Email auf mein Handy meldet… Zwischenzeitlich ist das Kästchen unsichtbar unter dem Plotter im Armaturenbrett verschwunden…

der Batteriemonitor…

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich bin auch 10 Jahre ohne dieses „Gadget“ ausgekommen, „Abfallprodukt“ des Batteriemonitors ist aber, dass er auch das Erreichen einer “gefährlichen” Unterspannung der Bordbatterien registriert und über ein ebenfalls neu an Bord gekommenes GSM-Modem über Mobilfunk als Alarmmeldung weiterleitet.

In der Vergangenheit haben mich immer wieder Sorgen geplagt, ob ich denn die Hauptschalter abgeschaltet habe und somit einer Tiefentladung und in der Folge Zerstörung der Batterien entgegengewirkt habe…!

Das wird nun zukünftig per Email auf‘s Handy gemeldet und der vorzeitige Tod der Batterien auch durch Dritte, die an Bord irgendwelche Arbeiten ausgeführt haben und vergessen haben, die Hauptschalter abzustellen, ist auf diese Weise auch Geschichte.

Das „Herz des Systems“, die „Venus GX“ des Herstellers Victron, hat darüber hinaus noch eine Anzahl von Meldeeingängen, die in Zukunft mit Schwimmerschaltern belegt werden und einen Wassereinbruch auf der Else ebenfalls als Alarmmeldung per Email mitteilen.

die “Venus” an Bord….

Es gibt auf einem Schiff diverse Möglichkeiten des „stillen Sinkens“ und dieses „Gadget“ signalisiert mir nun, ob es sich nun noch lohnt auf die Else zu fahren oder ob sie bereits gesunken ist.

Schwimmerschalter : sie sollen Else`s sinken auf`s Handy melden….

Im Ernst: Sollte eine Wassereinbruchsmeldung eintreffen, kann man noch durch rechtzeitiges Reagieren das Schlimmste verhindern, üblicherweise läuft ein Schiff am Liegeplatz nicht in Minuten voll…!

Unabhängig davon hat die Else nun erneut einen zweiten Tiefenmesser mit einer seniorengerechten Anzeige erhalten:

seniorengerechte Anzeige des neuen “Back-Up”-Tiefenmessers…

Anlässlich unserer großen Reise 2013 gab es gerade in flachen und felsigen Schärengewässern zur Unzeit eine Fehlanzeige und einen temporären Ausfall des Tiefenmessers: Mit nur wenig Wasser unter dem Kiel ist das ein recht ungutes Gefühl und der zwischenzeitlich installierte Fischfinder hat durch indifferente Funktion und nie erfolgte endgültige Installation auch nicht zur Entlastung beigetragen…

Nunmehr zeigt ein vom Plotter und „Gesamtsystem“ völlig unabhängiger Tiefenmesser mit einem separaten Geber und einer anderen Sendefrequenz parallel zum „Haupttiefenmesser“ die Wassertiefe an.

Dadurch, dass der Geber des Tiefenmessers mit Hilfe von „Winkelstücken“ senkrecht eingebaut worden ist, ist eine besonders gute Funktion zu erwarten, der Geber des Haupttiefenmessers ist einfach „stumpf“ schräg in die winklige Aufkimmung der Rumpfunterseite eingebaut und tendiert nach meiner Einschätzung von daher das ein oder andere Mal zur „Fehleinschätzung“ der Wassertiefe.

„Abfallprodukt“ des neuen Batteriemonitors ist, im „Zusammenspiel“ mit den neuen Batterien die Erkenntnis, dass das derzeitige Superwetter dafür sorgt, dass Else theoretisch wochenlang vor Anker liegen könnte, ohne Landstrom zu benötigen:

Trotz Betriebs aller „Systeme“, primär der “lebenswichtige” Kühlschrank, das abendliche Licht, aber auch Radio, Wasserpumpe, die neue Webcam, der GSM-Router usw., liefert die Sonne über das Solarmodul derzeit so viel Energie, dass man sie in 24 Stunden nicht verbrauchen kann…!

„By the way“ hat nun auch der GSM-Router an Bord seinen endgültigen Platz gefunden und liefert die Bilder von Elses Webcam in die Welt und ermöglicht das Surfen an Bord unabhängig vom Hafen-WLAN.

Mobilfunk-Router zum unabhängigen Surfen an Bord ohne Hafen-Wlan…

Es kann losgehen und das wird es ca. Mitte Juni!

 

 

Aufgetakelt…!

zurück im Wasser…!

Rechtzeitig zum „Vatertag“ war Else in ihr Element zurückgekehrt.

Vertäut am Liegeplatz harrt sie der Dinge, die jetzt kommen.

Nach der Anreise ging es erstmal um die „essenziellen“ Dinge, wie Strom anschließen, Wasser auffüllen, WC wieder betriebsbereit machen und in Anbetracht des neu eingebauten zweiten Gebers für den zusätzlichen Tiefenmesser eine „Bilgenkontrolle“ auf möglicherweise eindringendes Wasser.

Wenngleich nicht „essenziell“, konnte ich mir nicht verkneifen, vorrangig die vorbereitete Webcam in Betrieb zu nehmen und somit „die ersten Bilder vom Wasser“ ins WWW schicken…!

Die aktuell alle 15 Minuten erneuerten Bilder findet man hier…!

Unbemerkt war es nicht nur Abend, sondern schon Nacht geworden und in Anbetracht des langen Tages, verbunden mit einer durch Staus und Wartezeiten wegen kleinerer Unfälle eher nervigen Anfahrt – die Corona-Lockerungen haben offensichtlich die halbe Menschheit aus ihren Löchern auf die Straße getrieben, um den „Vatertag“ und das lange Wochenende mit vorhergesagtem eher guten Wetter woanders als in den vier Wänden zu genießen.

Am „Vatertag“ präsentiert sich das Wetter in Kappeln bereits hochsommerlich: Blauer Himmel, nachmittags nette kleine Schön-Wetter-Wolken und eine Wassertemperatur von mittlerweile sogar schon 16 Grad Celsius und schwachwindig!

Am Steg sind gefühlt dreiviertel aller Boote bewohnt, das ist die absolute Ausnahme und das habe ich in mehr als zehn Jahren in Kappeln noch nie erlebt!

Zwischenzeitlich ist nun auch wieder die Funkantenne montiert, AIS und Funkgerät geprüft, die Motoren sind Probe gelaufen, der Solarregler lädt wieder die Batterien auf und die Standheizung hat nach ihrer Wartung wieder ihren angestammten Platz im Motorraum eingenommen.

Ein bisschen muss wieder alles noch seinen Platz finden und dann kann es losgehen mit der „Corona-Light-Tour“, die uns dann voraussichtlich ab Mitte Juni zunächst in Richtung Rügen und Greifswald führen wird.

In Abhängigkeit vom Verlauf der Lockerungen und Grenzöffnungen ist dann vielleicht auch mal ein Abstecher nach Polen oder Bornholm mit Weiterfahrt nach Schweden möglich.

Vorerst freue ich mich einfach wieder über das „Bordleben“ und die „Überschaubarkeit der kleinen 33-Fuß-Welt“.

In der kommenden Woche wird Else dann neue Verbraucherbatterien und eine separate Batterie für ihr Bugstrahlruder erhalten, den zweiten Tiefenmesser und das GSM – „Störmeldesystem“.

“hinterm Boot…!”

 

 

 

Startbereit…!

 

Die Neuauflage des „Baltic Dream“ in der ursprünglich geplanten Umfang habe ich für diesen Sommer „abgehakt“.

Gleichwohl sind nun vielversprechende „Corona-Lockerungen“ in Kraft getreten und einem Start der Bootssaison steht nichts mehr im Wege.

Auch als Nicht-Schleswig-Holsteiner darf ich nun auf die Else und dort übernachten, das Anlaufen anderer Häfen ist nur nach Voranmeldung möglich, zunächst aber auch gar nicht mein primäres Ziel…

Ich freue mich darauf, die Else wieder „beleben“ zu können, Ankerplätze in der Schlei aufzusuchen und dort jenseits von Corona die Tage „an der Kette“ verbringen zu dürfen!
Nach der „Wiederinbetriebnahme“ steht dann noch ein „Techniktermin“ mit Einbau der neuen Batterien, des zweiten Tiefenmessers und des „Störmeldesystems“ für verschiedene auf der Else zu überwachende Funktionen an.

Um ehrlich zu sein:

Ein Teil der Corona-Beschränkungen finde ich für meinen Teil gar nicht so schlecht, als „Altersautist“ freue ich mich, dass die Distanz vor der Höflichkeit angeordnet ist und man so gesehen unter Bezugnahme auf die Distanzregelungen ohne weitere Erklärungen oder diplomatische Kunstgriffe ein wenig wählerischer sein kann, mit wem man „Kontakt“ haben möchte und mit wem nicht…

Ein bisschen ist das wie mit der Umstellung von Winter- auf Sommerzeit und umgekehrt, manchmal wünschte man, den Beibehalt der „Distanzregeln“ und sonstiger „Anordnungen“, manchmal wünscht man sich ein Ende schnelles Ende des „Spuks“…!
Was wird der Sommer bringen:
Derzeit gehe ich davon aus, dass wir im Sommer den ein oder anderen deutschen Hafen anlaufen dürfen, vielleicht auch nochmal einen Abstecher nach Dänemark, Schweden oder Polen machen können.

Die ursprünglich geplante „große Ostseerunde“ wird kleineren Etappen weichen, die meine ursprüngliche „Reisemannschaft“ und ich dann in Abhängigkeit von der Entwicklung der Auflagen individuell planen.

Die „Detailplanung“ der geplanten diesjährigen großen Tour war in den letzten acht Wochen ohnehin zum Erliegen gekommen, mir fehlte gleichermaßen Glaube wie auch Elan, die Durchführung und die Vorbereitung betreffend angesichts der täglich wechselnden und nicht einschätzbaren Entwicklungen.

Aufgehoben ist nicht aufgeschoben und so kann ich mich, seit jeher ein „Vorbereiter“, gedanklich auch schon mit den Möglichkeiten der Saison 2021 beschäftigen.
Schottland und Irland gehen mir nämlich nach wie vor nicht aus dem Kopf…!

In den nächsten Tagen wird dann auch die Webcam der Else von unserer Gartenterrasse auf die Else selbst „migrieren“; in den letzten Wochen hing die Webcam an einer Autobatterie und am Mobilfunkrouter und hat ihre zuverlässige Funktion bei geringem Stromverbrauch bewiesen.

Von daher wird es wohl schon bald die ersten Bilder von der Schlei geben… 😊

 

 

Neu an Bord…

…wird für die – hoffentlich in diesem Sommer noch beginnende und Fahrt aufnehmende  – Bootssaison 2020 ein „stationärer“ Mobilfunkrouter auf die Else kommen.

„Hauptaufgabe“ des Mobilfunkrouters ist, die Bilder von Elses Webcam auf die Homepage hochzuladen und somit von unseren Standorten und Eindrücken „automatisch“ zu berichten…!

„By the way“ ist dann das Surfen im Internet für alle „Besatzungsmitglieder“ im WLan der Else möglich: Der Router kann, in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit und Leistungsfähigkeit des Mobilfunknetzes am Standort der Else mit bis zu 300 Mbit/s sowohl auf dem 2,4 GHz sowie auch dem 5 GHz Band kommunizieren.

Die Stromversorgung erfolgt dauerhaft über das 12 Volt-Bordnetz der Else.

Bei Bedarf können die beiden Antennen des Routers gegen eine externe LTE-Antenne, also den Empfang- und die Sendeleistung im Mobilfunknetz verbessernde Antenne, ersetzt werden.

Aktuell bin ich auch damit beschäftigt, verschiedene Meldungen von Else „auf‘s Handy zu holen“, so z.B. Meldungen eines Wassereinbruch oder den Ladezustand der Batterien oder sonstige Alarmmeldungen; hierfür bietet dann dieser Router durch das WLAN-Netz, welches er an Bord aufbaut, die besten Voraussetzungen und diese Meldungen tragen zur Beruhigung bei, wenn z.B. ein kleiner Wassereinbruch schon vor dem Sinken der Else bemerkt wird oder die Alarmmeldung einer Unterspannung der Batterien kommt, weil irgend Jemand mal wieder vergessen hat – déjà-vu mehrere Male -, die Hauptschalter vor Verlassen des Schiffes auszumachen…

Den GSM-Router habe ich gegenüber einer WLAN-Lösung favorisiert, da sich auf vielen Fahrten herausgestellt hat, dass die WLAN-Netze in Häfen eher instabil oder überlastet sind oder sich durch sonstige „Zicken“ auszeichnen; Die Mobilfunk-Lösung verspricht ohne viel Aufwand eine dauerhafte „Konnektivität“ und ist zudem dann auch in der Lage, während der Fahrt Webcam-Bilder zu übertragen.

Das derzeitige „Gartenbild“ auf der Homepage der Else wird aktuell, zu Testzwecken, bereits über diesen Mobilfunkrouter übertragen, um die dann hoffentlich dauerhafte Funktion auch an Bord der Else sicherzustellen.

Im Moment sieht es gut aus…!

 

 

Else ist online…!

Mit vereinten Kräften, namentlich der der Werbeagentur Spätemitschwalb ist es nun gelungen, Elses wetterfeste IP-Kamera mit einem sich fortlaufend aktualisierenden Bild in die Homepage unter dem Menüpunkte Webcam einzubinden.

Ob diese Kamera in diesem Jahr noch Wasser und „ferne Länder“ sehen wird, wird sich in den nächsten Wochen oder Monaten herausstellen, zuvor seht Ihr, allerdings dafür auch regelmäßig alle zehn Minuten aktualisiert, ein Kamerabild aus dem Garten, auf dem Verlauf des Frühlings zu verfolgen ist…!

Zur Webcam geht es hier…!

 

Quarantäne…

Meine „Baltic Dream 2.0“-Vorbereitungen verlangsamen sich “coronabedingt” ein wenig, da nunmehr unstrittig sein dürfte, dass zu unserem geplanten Abfahrtstermin Ende Mai entweder noch „Reise- und Fahrverbote“ im weitesten Sinne Gültigkeit haben oder zumindest eine derartige Unsicherheit besteht, dass die Abfahrt verschoben oder „gecancelt“ werden muss.

Hierzu gibt es zum Ende des Post`s eine Ansprache des Kreuzfahrtdirektors…

Vorsichtshalber habe ich mir schon mal, eher zum Spaß, wenngleich viele solche Späße nicht mögen, eine Quarantäneflagge gekauft, aber auch die gelbe „Gesundheitsflagge“.

Beim Bestellen dieser Flaggen Q und L aus dem Internationalen Flaggenalphabet fällt auf, dass zumindest bei Amazon diese „derzeit nicht verfügbar“ sind.

Etwas irritiert hat mich die Produktbeschreibung: Abgesehen von dem „amazonischen“ Sprachgebrauch bei den Artikelbeschreibungen, der oft etwas kryptisch ist, ist nun klar, wo offensichtlich ein Teil des Klopapiers geblieben ist, was aktuell dem Vernehmen nach kaum mehr verfügbar ist  🙂 :

“Verstärkte Toilettenpapier 2 lagig drucken gefärbt Nylon
Messing Tüllen
Maße: 30,5 x 45,7 cm
‘stolz mit dieser Flagge zeigen Sie Ihre Nationalität Länder
Limitierte lebenslange Gewährleistung”

Zum aktuellen Thema Hamsterkäufe : Dieser Teil der „Corona-Krise“ interessiert mich nur am Rande, seit jeher bin kein Hamster, sondern ein “Eichhörnchen” , aktuell auch noch bereits mit „Proviantbeschaffung“ für Baltic Dream 2.0 befasst, horte ich hier wie immer Lebensmittel, die einem kleinen Kreuzfahrtschiff Ehre machen würden…!

Wenn wir nun nicht fahren können, dafür aber eine Ausgangssperre verhängt wird, können wir hier in Nudeln, selbstgemachten Backwaren, Corned Beef u.v.a.m bei sinnvoller Einteilung gefühlt bis weit jenseits der Corona-Krise aushalten…!

Hier ein kleiner Eindruck von ELSE´s “Verproviantierung” die so gar nichts mit der aktuellen Situation, sondern mit den Plänen danach zu tun haben 🙂

So zumindest der Plan, irgendwie lustig ist das natürlich tatsächlich alles nicht und so hoffen wir, dass der Spuk bald ein Ende hat und im „Abgang“ ein wenig mehr generations- und geschlechtsübergreifendes verloren gegangenes Bewusstsein neu entsteht, verbunden mit der Erkenntnis, dass wir nicht in einer Enklave wohnen, die von den Abläufen auf diesem Planeten nicht betroffen ist und in der auch nicht alles nach Belieben verfügbar und erneuerbar ist!

Das wird, mit etwas Glück, eine positive Folge der Corona-Krise sein…!

Parallel beschäftige ich mich mit der Installation bzw. besser gesagt „Wiederbelebung“ einer Webcam auf der Else: Unter dem Menüpunkt „Webcam“ auf der Startseite findet man dann periodisch aktualisierte Bilder, besser noch einen Livestream, die bzw. der von einer wetterfesten Kamera auf dem Geräteträger der Else über den Bug hinweg aufgenommen werden.

Aktuell geht das schon ganz gut, leider scheitert es zur Zeit noch an der „Implementierung“ der Bilder  oder sogar eines Livestreams in die Homepage. Aktuell erscheint dies aber ein lösbares Problem.

Mit Glück kann man dann Anlegemanöver oder das Leben am Liegeplatz, während der Fahrt oder natürlich auch das Wetter verfolgen.

Aktuell seht Ihr nur ein Vorschaubild aus dem Garten, aufgenommen aus dem Dachbodenfenster…!

 

Gestern ist “coronabedingt” auch unsere “Donauexkursion” abgesagt worden; “Phoenix-Reisen” hatte optimistisch “die Flagge hochgehalten und war bis gestern davon ausgegeangen, dass “alle Reisen nach dem 14.04.2020 stattfinden…!”, nun ist die neue optimistische Einschätzung die, “dass alle Reisen ab dem 01.05.2020 stattfinden..!”

Auch das halte ich für den Wunschtraum eines von vielen betroffenenen Unternehmen…

Die Ansprache des Kreuzfahrtdirektors von Phoenix-Reisen zur Lage der Nation und stellvertretend für die der ELSE kann man sich hier ansehen…:-)

Sehr beruhigend !

Vorbereitungen Baltic Dream 2.0

Die Vorbereitungen für Baltic Dream 2.0 sind ein bisschen „Déjà-vu“:

Verlängerung des „internationalen Bootsscheins“, damit er auch im Ausland gültig ist, Update der elektronischen Seekarten und Neukauf der notwendigen Papierseekarten, ein bisschen informieren, ob sich etwas mit der „Meldepflicht“ beim Anlaufen polnischer oder litauischer Häfen getan hat, Personalausweis verlängern, die „Erste Hilfe“-Ausstattung überprüfen und ergänzen und das war es eigentlich auch schon…!

Das „Verfallsdatum“ der Rettungsinsel ist noch nicht erreicht, die Schwimmwesten gerade zur Wartung und, ach ja, an den Bordfahrrädern wäre dann nochmals die Kette zu spannen…

Für den Rest der Vorbereitungen ist wieder ein Taschenrechner zu bemühen:

Wieviel Tage sind wir unterwegs, wieviel Kaffee, Klopapier, „Trockenlebensmittel“, Konserven, Bier, Wein, Mineralwasser etc. usw. braucht man ungefähr, damit man die „Grundversorgung“ ohne viel Einkäufe unterwegs sicherstellt…

Nicht dass Einkaufen unterwegs nicht sogar interessant und spannend ist, das werden wir auch dieses Mal machen, aber es reizt mich nicht wirklich, mich unterwegs mit Einkauf von Klopapier, Mineralwasser und Kondensmilch zu beschäftigen, dann schon lieber die „landestypischen“ Spezialitäten, die man so bei uns nicht jeden Tag hat oder die sich einfach von unserem Angebot hier in Art und Geschmack unterscheiden.

Neu an Bord kommt auch eine neue Kaffeepad-Maschine – die „Petras“ haben zwischenzeitlich mehr oder weniger den Geist aufgegeben – und ein Dämpfer:

Den Dämpfer habe ich vor einem Jahr aus Interesse an dieser Art der Speisenzubereitung gekauft und dabei im Hinterkopf schon die „Bootsnutzung“ im Auge gehabt, vielmehr war er mir deswegen schon positiv aufgefallen, da er recht kompakte rechteckige Abmessungen hat und besser in die Bordküche als ein großer runder Dämpfer…

Bei der häuslichen Anwendung fand er wenig Ulis Zustimmung, da Gewürze, angefangen bei Salz und Pfeffer, beim Dämpfen nicht so “ankommen”, wie man das vom „Kochwasser“ kennt.

Mich hingegen hat dennoch fasziniert die „unspektakuläre“ beiläufige energiesparende und nicht zuletzt schonende Zubereitung von Kartoffeln, Gemüse u.v.a.m.

Ob sich dieses „Teil“ bewährt und genutzt wird, wird sich zeigen…!

Vielleicht kommt auch noch unsere ebenfalls letztes Jahr zu “Testzwecken” gekaufte preiswerte Heißluftfritteuse mit an Bord.

In jedem Fall warten schon drei neue Reisebegleiter darauf, dass es losgeht: Nachdem die Bordpflanzen aus 2013 mittlerweile zu groß geworden sind, gibt es ein neues „Ensembles“ von pflanzlichen Mitreisenden :

 

 

 

 

 

 

 

 

Der mittlere Platz ist für Schnittlauch oder Pflanzen, die wir unterwegs treffen und die mitkommen wollen… 🙂

Meine vergangenen vielfältigen Bemühungen zur Optimierung der „Kommunikations- und Navigationsstruktur“ werden keine Neuauflage erfahren, weil spätestens die Erfahrungen in 2013 gezeigt haben, dass „besondere Vorkehrungen“ zur Erhöhung der WLAN- oder Mobilfunkreichweite oder besondere Softwarelösungen für Navigation irgendwie mehr Probleme machen als dass sie Vorteile bringen:

Meine externe WLAN-Antenne hat softwaremäßig oft gezickt und wenn sie funktioniert hat, auch nicht wirklich etwas gebracht, der WLAN-Router mit externer Antenne hat das Leben etwas erleichtert, aber kaum die Reichweite verbessert…!

Die Navigationssoftware  „WeatherInfoViewer” war „volldigital“, nämlich sie ging oder sie ging nicht und ist letztlich schon 2013 virtuell im Meer versenkt worden.

Der „Mörer“-Wetterempfänger, der die Navigationsdaten in die Software „einspielte“ oder am Rechner den Seewetterbericht visualisierte, verfügte über eine enttäuschende Empfangsreichweite und Informationsdichte und freut oder ärgert schon einige Zeit einen neuen, über Ebay gefundenen Besitzer.

Letztlich reicht die „Hotspot“-Funktionalität des Handys aus, um alles mit WLAN zu versorgen und auf See ergibt sich so oder so eine üppige Mobilfunkreichweite von bis 30 km, von daher ist eine externe Antenne, die es für Smartphones eh nicht mehr gibt, letztlich überflüssig geworden.

Die verschiedenen Wetterapps, teils kostenpflichtig, teils kostenfrei, in der Aussagekraft gut und ausreichend, ich werde mich auf „Windy“, den dann im Sommerhalbjahr wieder kostenpflichtig zu reaktivierenden Wetteronline-Account und Theyr verlassen.

Nicht zuletzt habe ich für Wettervorhersagen einschließlich Seewetter www.yr.no in guter Erinnerung.

Die so zusammengetragenen verschiedenen Informationen haben uns in und ab 2013 bei konservativer Interpretation ein überaus verlässliches „Bild der meteorologischen Lage“ verschafft, andere Lösungen mögen dann für „Blauwasserfahrer“ Sinn ergeben, nicht jedoch für unsere „Küstenetappen“.

Etwas wird neu sein bei Baltic Dream 2.0:

Während ich in 2013 noch Inhaber des Ingenieurbüros Wenzel war, bin ich nunmehr „Einzelkämpfer“ unter dem „Label“ RWS und habe keine Mitarbeiter oder Vertreter, die innerhalb der etwa dreimonatigen Abwesenheit meine „geschäftlichen“ Interessen wahrnehmen können.

Um mein neu frisch sprießendes zartes geschäftliches Pflänzchen nicht gleich vertrocknen zu lassen, werde ich während meiner Abwesenheit telefonisch erreichbar sein und auch den ein oder anderen Arbeitstag „online“ bestreiten müssen, um nicht ganz aus dem Gesichtsfeld meiner Auftraggeber zu geraten…

Letztlich ermöglicht mir erst der berufliche Wechsel die entspannte Neuauflage von Baltic Dream und so ist dieser „Wermutstropfen“ der Erreichbarkeit und des zeitweiligen Arbeitens von Bord aus durchaus erträglich, zumal ich ausschließlich nur noch mir Rede und Antwort stehen muss und nicht mehr den Tropf des Ingenieurbüros ständig füllen und regulieren muss…!

Die Reisevorbereitungen in 2013 waren irgendwie „aufregender“, da wir damals so etwas das erste Mal gemacht haben; für Baltic Dream 2.0 stellt sich die Vorfreude mit den Vorbereitungen langsamer ein, eine gewisse Routine und das Wissen darum, was uns erwartet, lässt die Euphoriewellen nicht ganz so hoch schlagen wie vor 2013.

Nachtrag :

Heute sind frische Kotztüten eingetroffen; nicht, das wir so etwas in 2013 gebraucht hätten, aber „sicher ist sicher“, zumal ich die „Seetüchtigkeit“ meiner diesjährigen Begleiter nur bedingt einschätzen kann…

 

Die 10. Saison…

Gedanken im April 2019…!

Dieser Tage, mit dem Beginn der Bootssaison 2019 wurde Else 10 Jahre alt.
Im Mai 2009 haben wir sie erlöst und einem mäßig freundlichen und ebenso inkompetenten namhaften norddeutschen Bootshändler abgekauft.

Ich erinnere mich gerne an den aufregenden Tag der Übergabe in der Ancora Marina in Neustadt: Schneeweiß mit blauem Verdeck „neu riechend“ haben wir um die Mittagszeit die Else am „Auslieferungssteg“ erstmals betreten, alles erkundet und waren hellauf begeistert.

„Mein Mann kommt gleich und macht mit Ihnen eine Einweisungsfahrt..!“ trötete die Frau des Mannes, der gleich kommt und dann nicht kam…

Ein paar Mal haben wir noch hinterher telefoniert, ich saß mittlerweile ca. zwei Stunden im Cockpitsessel der Else und habe mich mental mit ihrer Bedienung und insbesondere ihren Abmessungen vertraut gemacht.

Neun Fuß mehr in der Länge und drei in der Breite waren doch eine andere „Nummer“ als unsere Hydra, die wir im Herbst 2008 schwersten Herzens in Zahlung gegeben hatten.

Der mehrfach angekündigte Mann kam nicht, stattdessen die Mitteilung, „dass es ja nun auch ziemlich windig geworden sei“ und man die Einweisungsfahrt besser nicht machen sollte…!

Selbst mir als diplomierten Oberbedenkenträger schien das eher eine Ausrede als eine navigatorische Ausnahmesituation…!
Noch einmal auf das sich mäßig kräuselnde Wasser außerhalb der Marina guckt, den Finger in die Luft gehalten und ein großes Herz gefasst, ließ ich erstmals Elses Motoren an und hangelte mich aus der Box und im weiteren Verlauf aus der Ancora Marina hinaus auf die Ostsee, Richtung Neustädter Stadthafen.
Diesen hatte ich ins Auge gefasst, um an den dort befindlichen Kaimauern ein paar Längsseits-Anlegemanöver zu üben.

Das erste endete mit einem relativ dumpfen seitlichen Aufprall auf die Kaimauer, der zum Glück folgenlos blieb, die weiteren klappten dann „wie gelernt“ mittels Bugstrahlruder und Z-Antrieb schon eher bilderbuchmäßig. Schon jetzt war zu spüren, dass ein größeres Schiff, abgesehen von den Abmessungen, eigentlich besser als ein kleineres zu manövrieren ist, die Masse macht’s…!

Die Feuerprobe stand mir noch bevor, musste ich doch noch zurück in den mir zugewiesenen Liegeplatz in der Ancora Marina.
Wider Befürchtung klappte es dann mit rotem Gesicht und trockenem Mund eigentlich recht gut, es war von daher leicht, als dass die Box so klein war, dass Else gerade „saugend“ dort hinein passte und die zufällig anwesenden Stegnachbarn auf meine Einlaufversuche aufmerksam wurden und schützend beide Hände, Füße und zusätzliche Fender so positionierten, dass ich gar keine Chance hatte, irgendwo gegen zu rammen…!
Die üblichen gut gemeinten, aber nervenden Hinweise, jetzt Steuerbord, langsam verholen, Achtung jetzt vorwärts, nee, zurück, mehr nach Backbord und dann ein freundliches Hallo, gepaart mit unverhohlener Neugierde, über die Neuankömmlinge und insbesondere das „niegelnagelneue“ Boot.

Gegen Abend sahen wir dann in der Ancora Marina noch die eingangs erwähnte Dame flanieren, die uns freundlich zuwinkte mit den Worten „hat ja schon ganz gut geklappt mit den Anlegemanövern im Stadthafen…!“ Sie hatte uns auf ihrer Rückkehr aus dem Kosmetikstudio wohl beobachtet…
Kundenbindung stellt man sich irgendwie anders vor.

Es folgten noch einige Wochen Liegezeit in der Ancora Marina, die wir zum Anlegen und Üben des „Handling“ der Else benutzten und zu ersten Ausfahrten auf der Neustädter Bucht. Ein paar Wochen später sind wir dann eines aufregenden Tages in aller Herrgottsfrühe aufgebrochen und haben uns bei schönstem vorhergesagten und dann auch eingetroffenen Wetter für den uns damals sehr aufregenden langen Weg zum neuen Liegeplatz in Kappeln aufgemacht.

Am Abend kamen wir dann nach einer eindrücklichen, aufregenden und langen Fahrt am Liegeplatz in Kappeln an und meisterten dann die vorerst letzte Herausforderung dieser Tage, nämlich in der Box mit Heckpfählen – das sind wir so bisher nicht gewohnt gewesen – anzulegen.

Das Bootfahren und Leben in Kappeln und mit und auf der Else ist in diesem Blog schon hinreichend immer wieder beschrieben; immer wieder deswegen, weil es bis heute begeistert und dieser Liegeplatz und die Umgebung zu einem der schönsten Flecken der Erde gehört!

So begann dann auch nahezu 10 Jahre später die Saison 2019:

Die Abläufe beruflicher und privater Natur haben mir seit der Einwinterung der Else im Oktober 2018 keine Zeit gelassen, mich mit den Vorbereitungen der diesjährigen Saison in der „gebotenen Tiefe“ zu beschäftigen. Um alles fit für die Bootssaison des Folgejahres zu haben, muss man eigentlich schon unmittelbar nach der Einwinterung mit den Vorbereitungen für die neue Saison beginnen.

So hat mich diesmal zum Krantermin eine ziemlich desolate Else erwartet: Die insgeheim erhoffte Wunderheilung des letztes Jahr zum Saisonende defekt gewordenen Bedienpanels im Salon sowie der Standheizung ist ausgeblieben, eine funktionierende Tankanzeige weiterhin nur bedingt in Sicht und auch der Umbau der mechanischen Lenkung auf eine hydraulische im Hinblick auf eine dauerhafte Funktion des Autopiloten stand noch bevor.

Lediglich die altersbedingt mittlerweile unzuverlässlich arbeitenden so genannten Trimmsender der Z-Antriebe – diese ließen sich nicht mehr richtig trimmen – wurden kurz vor der Wasserung von der Firma Pauls erneuert, nun lassen sich die Antriebe trimmen wie eh und je…!

Nach Ankunft der an der bereits gewasserten und am Liegeplatz vertäuten Else am ersten Wochenende nach Pfingsten -so spät begann unsere Saison noch nie – war also erstmal der Umgang mit den Defiziten der letzten Saison und des Winterlagers zu regeln.

Glücklicherweise kam alles anders als befürchtet: Nach dem Motto „gut gereinigt ist halb repariert“ habe ich akribisch die durch das Streusalz am Bedienpanel – oberhalb des Panels war der Salzstreuer umgefallen – verursachten Korrosionsspuren an den Füßchen des „Mikroprofessors“ auf der Platine gereinigt und mit Platinenlack versiegelt, das ebenfalls auf der Platine montierte Anzeigedisplay abgebaut, zerlegt, gereinigt und wieder zusammengesetzt und, oh Wunder, die Anzeige funktionierte wieder wie eh und je. Ein neues Display hätte mit knapp 700,00 Euro zu Buche geschlagen, die nun glücklicherweise schöner eingesetzt werden können…!

Nach diesem Erfolgserlebnis habe ich dann noch einmal mehrere Stunden Informationen zur Standheizung „ergooglet“, um dann einen Reset – auch eine 10 Jahre alte Standheizung hat ein Hirn – durchgeführt und, oh Wunder, mit heftiger Qualmentwicklung, mutmaßlich herrührend von den vielen Fehlstarts der Standheizung, erwachte sie wieder zum Leben und heizt wie eh und je…

Eine fällig Wartung hätte ich ihr nach 10 Jahren ausgiebigen Betriebes auch nicht wirklich übel genommen, das werde ich während des nächsten Winterlagers nachholen.
Nach diesem guten „Vorlauf“ habe ich dann auch noch den neuen Solarregler installiert, sodass nun auch die PV-Anlage wieder mit der alten Anzeige wieder funktioniert.
Zukünftig werde ich zum Saisonende den Solarregler ausbauen, um erneute Schäden durch Korrosion im Motorraum zu vermeiden, hierzu später jedoch mehr.

Zwischenzeitlich hat ELSE auch endlich eine neue Lenkung bekommen : Die mechanische „Teleflex“-Lenkung ist durch ein hydraulische Lenkung ersetzt worden. Die Ansteuerung der Koppelstange der Z-Antriebe durch den Autopiloten erfolgt jetzt durch einen Hydraulikzylinder und nicht mehr elektrisch.

Von der ganzen Aktion verspreche ich mir nun mehr eine lange „Standzeit“ der Selbststeuerung, die Ölpumpe und der Hydraulikzylinder werden mutmaßlich eine höhere Lebensdauer als der elektrische Stellantrieb mit dem „Spielzeuguhrengetriebe und dem Föhnmotor“ haben …!

„By the way“ hat sich erfreulicherweise ein anderes Problem erledigt : die hydraulische Lenkung ermöglicht nun auch ohne die Servounterstützung die Lenkung recht gut, d.h., es ist jetzt unerheblich, ob der Steuerbordmotor mit der Lenkservopumpe läuft oder der Backbordmotor, ELSE lässt sich so oder so gut lenken und nunmehr hat man auf langen Fahrten die Wahl, entweder nur den STB-Motor oder den BB-Motor zu benutzen ! Vorher war der Betrieb des STB-Motors für die Funktion der Lenkung und des Autopiloten unumgänglich.

Die dadurch mittlerweile aufgetretene „Betriebsstundendifferenz“ von fast 50 h wird sich also mittelfristig wieder ausgleichen, weil jetzt auf langen Strecken erst mal der BB-Motor „dran ist“!

Seit vielen Jahren funktioniert nun erstmalig auch wieder der Tankinhaltsanzeiger :

Irgendwann hatte er seinen Geist aufgegeben und wurde durch einen „Fachbetrieb“ erst einmal „stumpf“ durch einen Geber gleicher Bauart ersetzt. Leider geruhte dieser nicht mit dem EVC zu sprechen und verweigerte die nächsten Jahre die Kommunikation : er ließ sich trotz aller Bemühungen nicht im Bedienmenü kalibrieren und weder die „Spezialisten“ von Volvo Penta noch von Bavaria hatten Ideen, wie man dann den Geber zur Anzeige schlüssiger Werte bewegen könnte…

Zwischenzeitlich hatte ich mich damit fast abgefunden, lieferte doch das mit dem neuen Plotter 2015 an Bord gekommene „Motormanagement“ verlässliche Verbrauchswerte, die es „umständlich“ aus der Kraftstoffeinspritzmenge beider Motoren ermittelte…!

Da der  Tankinhaltsgeber die Füllstandsanzeige aber auch an das EVC liefert – wenn er denn funktioniert – und daraus Reichweite und vieles andere mehr generiert, mochte ich mich nicht damit abfinden und startete in diesem Frühjahr einen neuen Versuch zur Revitalisierung der Tankanzeige.

Wider jegliches Erwarten mit Erfolg :

Eine erneute, Anfrage bei Bavaria brachte mich – von der Stimme her – mit dem „Betriebsältesten“ zusammen, der mir erläuterte, dass für das Boot der und der Tankgeber geht und er mir diesen zuschicken würde…!

Meine Einwände angesichts der langen negativen Historie ließ er nicht gelten; wenige Tage später traf der neue Geber, optisch anders und nur mit zwei Anschlussdrähten anstelle von bisher drei ein.
Mein sich spontan verfinsterndes Gesicht und Gemüt in Erwartung der erneuten Fehlfunktion erhellte sich aber glücklicherweise nach provisorischem Anschluss des neuen Tankgebers:
Ohne Kalibrierung nahm er sofort mit dem EVC Kontakt auf und lieferte endlich die seit Jahren vermisste Anzeige!
Warum das nun viele Jahre gedauert hat und mit einem Geber anderer Bauart spontan funktioniert, wissen die Götter…!

Nach dem Motto „irgendwas ist immer“ zeichnete sich schon am Liegeplatz ab, dass es mit den Verbraucherbatterien der Else wohl langsam zu Ende geht: Bereits in der vergangenen Saison war mir aufgefallen, dass beim Betrieb des Bugstrahlruders alle elektrischen Verbraucher „in die Knie gingen“ und der Plotter wegen Unterspannung abschaltete.

Ein Blick in diesen Blog offenbarte mir, dass die Batterien nicht gefühlt erst ein paar Jahre alt sind, sondern in den tatsächlichen 7 Jahren wohl das Ende der Lebensdauer legitim erreicht hatten…!

Aufgeschrieben schon im April 2019 aus Zeitmangel erst heute vervollständigt und gepostet

Zwischenzeitlich schlummert die Else im Winterlager ihrer 11. Saison entgegen und diese wird mit der geplanten Neuauflage unserer „Baltic Dream“-Tour sicherlich alles andere als langweilig!
Vor Beginn der diesjährigen Saison wird Else noch zwei neue Verbraucherbatterien erhalten und das Bugstrahlruder wird zukünftig mit einer separaten Batterie versorgt werden, um die vorstehend geschilderte Problematik ein für alle Mal zu „eliminieren“.
Mit den neuen Batterien wird dann wohl auch ein „Verbraucherbatteriemanagement“ an Bord kommen, um das eigentlich bewährte Abschätzen durch Wissen zu ersetzen.

Anlässlich der „Hamburg Bootsshow“ hatten Jürgen und ich viel versprechende Lithiumionenbatterien als Verbraucherbatterien in Augenschein genommen, die ein eigenes Batteriemanagement, welches über Bluetooth mit der dazugehörigen App spricht, eingebaut haben; der Preis und in diesem Fall doch eine gewisse Technikskepsis haben mich jedoch von diesen Batterien Abstand nehmen lassen.

Auf der Bootsmesse habe ich dann auch für meine Leuchten LED-Leuchtmittel gekauft, um den nächtlichen Stromverbrauch am Ankerplatz ohne Landstrom weiter zu reduzieren.

Vor dem großen Törn ist dann nach 10 Jahren auch der Zahnriemenwechsel bei beiden Motoren notwendig. Glücklicherweise ist das laut Auskunft von Volvo Penta ein im Gegensatz zum Kraftfahrzeug recht unspektakuläres Unterfangen, liegen die Zahnriemen doch recht zugänglich an der Vorderseite der Motoren.
Ob die Erneuerung der Antriebsbälge wieder einmal notwendig wird, werden wir kurz vor der Wasserung prüfen.

Für die neue Ostseerunde wird dann auch endlich der zweite Tiefenmesser als „Backup“ für den Fall des Ausfalls des „Haupttiefenmessers“ mit an Bord kommen: Bereits in 2013 war hierfür bereits der Heckgeber vorsorglich installiert, das eigentliche Gerät schlummerte im Schrank und wurde nie benötigt.
Die bisherigen zweimaligen Ausfälle des „Haupttiefenmessers“ fanden glücklicherweise immer in unproblematischen Gewässern statt, ein Ausfall des Tiefenmessers in Schärengewässern möchte ich mir nicht vorstellen, darum wird nun vor Fahrtantritt das „Backup“ betriebsfertig hergerichtet.

Leider hatte auch zu Saisonende die Standheizung doch erneut Betriebsstörungen, nun liegt sie auf der Werkbank des Boschdienstes und der sagt, dass sie funktioniert…!
Warum sie an Bord mit Drehzahlschwankungen die Beheizung beeinträchtigt hat, muss nun noch ergründet werden…!

Irgendwas ist immer und bereits Elses Vorgänger haben mich gelehrt, dass ein Boot eine Dauerbaustelle ist, egal wie alt es ist…!

Die eine Hälfte der Baustelle ist geschuldet Salzwasser, Seeluft, Winterlager, Vibrationen und der (Ab)Nutzung, die andere Hälfte immer neuen Ideen, was man verändern und optimieren könnte…! 😊

Es bleibt spannend…!

Impressionen Saisonbeginn 2019 :

 

 

 

 

 

 

Die schöne blaue Donau…!

Ich habe lange gehadert, ob ich von diesem unseren in der Überschrift schon angedeuteten Plan berichte, das Ganze ist mir ziemlich peinlich…!

Wir haben eine Donaukreuzfahrt gebucht!

Abgesehen davon, dass neuerdings Kreuzfahrten im Zeichen des Klimawandels ein absolutes No-Go sind, hatten uns die Berichte von Jörg eigentlich davon geheilt, in diesem Leben noch einmal eine Kreuzfahrt machen zu wollen.

Eine Flusskreuzfahrt ist dem Vernehmen nach nun eigentlich etwas mehr für Altersgruppe 80+, andererseits verspricht eine Kundschaft von maximal ca. 150 Passagieren, von denen die Hälfte zudem vermutlich entweder scheintot oder bewegungsunfähig ist, ein im Vergleich zu Aida und Co. eher ruhiges Ambiente und Erleben.

Zudem hat ein Flusskreuzfahrtschiff trotz der geringeren Passagieranzahl ein spezifisch deutlich geringeren Brennstoffverbrauch pro Passagierkilometer als eine Queen Mary o.ä. und ist von daher ökologisch kompatibler zum Zeitgeist als das klassische Seekreuzfahrtschiff…!

Trotz All inclusive, Bahnanreise von Lüneburg nach Passau und einer Hotelübernachtung in Passau hat das Preis-Leistungs-Verhältnis eher das Niveau einer Jugendherberge.

Genug Gründe, sich dieser Art des Reisens einmal zuzuwenden, aber der Hauptgrund ist eigentlich ein anderer:
Mein immerwährendes Bestreben nach „was geht“, besonders was das Bootfahren angeht, kam mir so der Gedanke, man könnte eigentlich mal die Donau befahren, verspricht sie neben zahlreichen Ländern und Metropolen auch ein großartiges Naturerlebnis zwischen Passau und dem Schwarzen Meer.

Nun ist es so, dass sich die Else weit ab von diesem Revier befindet und eine Anreise auf eigenem Kiel über Elbe, Elbe-Seitenkanal, Mittellandkanal, Rhein, Main, Main-Donau-Kanal bei zielstrebiger Fahrt überschlägig wohl ca. 3 Wochen benötigt, bevor man die Donau im Kielwasser hat…!

So entstand dann die Idee, die Else auf dem Landweg nach Schlögen in Österreich transportieren zu lassen.

Ein zwischenzeitlich vorliegendes Angebot für einen Landtransport der Else von Kappeln nach Schlögen brachte dann die befürchtete Ernüchterung: ca. 5.000,00 Euro werden fällig, zzgl. raus- und reinkranen, ggf. behördlicher Auflagen beim Transport (Polizeibegleitung o.ä.!) und vieles andere mehr. Insgeheim hatte ich diese Summe schon befürchtet und „leistungsbereinigt“ erscheint sie auch völlig gerechtfertigt, muss doch die Else auf einem Tieflader mit Überbreite und Begleitfahrzeug von einem in das andere Revier befördert werden.

Selbst wenn man den ökologischen Fußabdruck einer solchen Aktion und die Kosten zunächst einmal ausblendet, kommen einem doch verschiedene Zweifel auf: Was ist, wenn einem das Revier nicht gefällt? Was ist, wenn man dort, ähnlich wie auf dem Oberlauf der Elbe, kaum Anlegemöglichkeiten findet? Was ist, wenn die Österreicher alle genauso komisch sind, wie sich sie viele Jahre im beruflichen Umgang erlebt habe? Okay, es gibt insgesamt zehn Anrainer-Staaten und irgendeine Mentalität wird schon passen!

Was ist, wenn es einem da schlicht nicht gefällt??

Viele Fragen, wenige Antworten!

Wie seinerzeit bei unserer Elbe-Reise gibt es im www über dieses Revier nicht wirklich viele Informationen. Als „seriöse“ Grundlage für ein solches Vorhaben hat mir bisher der Törnführer „Die Donau“ aus dem Delius Klasing Verlag gedient, in memoriam an die Erlebnisse 2011 auf der Elbe, weicht das Geschriebene aber nicht selten deutlich von der Realität ab…!

So ist dann die Idee entstanden, auf einer preisgünstigen Flusskreuzfahrt sich vor Ort ein eigenes Bild über die Eignung der Donau für die Sportschifffahrt zu machen.

Kaum war die Idee geboren, waren wir dann aber doch ein Stück weit Feuer und Flamme für diese Reise: Ein wenig gruseln wir uns aber schon bei der Vorstellung, wir müssen in Abendkleid und Anzug – über solche Gegenstände verfügen wir aktuell gar nicht, zumindest nicht passend – zwischen honorigen Senioren sitzen und gut erzogen dem Verhaltenskodex dieser Gesellschaftsgruppe entsprechen.

Auch die Vorstellung, dass wir als Personal oder Künstler durchgehen würden oder Uli sogar ein bisschen ihrer Tätigkeit aus der Tagespflege nachgehen kann, mochte uns nicht wirklich die Schwellenangst nehmen…!
Bei der Suche nach einer geeigneten Reise sind wir dann bei Phoenix-Reisen und dort dem bulgarischen Flusskreuzfahrtschiff „MS Sofia“ gelandet: Die Sofia ist so alt, dass man ihr Baujahr entgegen sonstiger Gepflogenheiten der Branche tunlichst verschweigt und stattdessen ein eigentlich eher professionelles Imagevideo bei Youtube eingestellt hat :

Das Video versucht auf seichte Art und Weise die Sofia richtig schön zu reden, lässt beim Ansehen, insbesondere beim mehrmaligem, aber durchaus einen guten Rückschluss auf das zu, was einen erwartet: Ein altes Schiff, das möglicherweise überwiegend nur noch von der Farbe zusammengehalten wird, liebevoll umschrieben mit „elegant und nostalgisch“ und eine Crew, die Freigang aus dem Gruselkabinett zu haben scheint!

Bei Betrachten des Videos beachte man die Feinheiten: Wann hat man zuletzt ein Telefon mit Wählscheibe gesehen?! Auf der Sofia gibt es sowas!
Je öfter man das Video betrachtet, umso mehr fallen einem Feinheiten auf, mit denen augenscheinlich versucht wird, das „Produkt“ anzupreisen!
Wie sagt man: Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte, so gesehen ein Video erst Recht!

Nichts desto trotz: Wir haben die Reise auf der Sofia gebucht in der Erwartung und Hoffnung, dass das Publikum eher prollig als blasiert ist und die bulgarische Crew eher rustikal als hochnäsig ist: Der Reisepreis unterstützt diese Hoffnung und so sind wird auf das Äußerte vorbereitet und können eigentlich nur noch gewinnen auf dieser für uns so gesehen „Forschungsreise“!

Hinterher sind wir schlauer und werden nach einem sicherlich so oder so eindrücklichen Erlebnis auch Gewissheit darüber haben, ob die Donau möglicherweise ein – mehrjähriges ? – Revier für die Else sein kann oder eben auch nicht…

Das Video von Phoenix-Reisen :