Traumberufe von heute:  Bestatter und IT-Spezialist…

Beide sind nie Schuld :

Dem Bestatter spielt der scharfe kalte Ostwind, Corona oder einfach nur das Alter seiner Kunden in die Hände, der IT-Spezialist sieht die Schuld oft und gerne immer beim Anderen, der wahl-  und idealerweise der Kunde ist, aber auch natürlich beim veralteten Rechner, dem nicht mehr zeitgemäßen Handy – beides häufig erst ein halbes Jahr alt – oder schlicht die Unfähigkeit der anderen Programmierer und deren „Protokolle“…!

Zu den Protokollen und vielem mehr, was der Zweitgenannten als Erklärung gerne auffährt, kann ich mich in Ermangelung von profundem Wissen nicht besser audrücken, der Erstgenannte, der Bestatter, ist im Vergleich dazu fast ein Sympathieträger und Vertreter eines ehrbaren Handwerks.  Der versteht seinen Job, führt ihn aus und alles ist gut, nach nur kurze Zeit wächst Gras über alles und wenn der Job gemacht ist treten dauerhaft keine keine Probleme mehr auf…

Folgeaufträge gibt es bei beiden bis zum jüngsten Tag, bei dem einen naturgemäß, bei dem anderen “selbstgemacht”…

Warum der etwas ironische Post, der hier eigentlich vordergründig gar nicht so hingehört:

Seit Reisebeginn und insbesondere seit Aufenthalt in Dänemark, im weiteren Verlauf gesteigert durch Schweden, funktioniert das Internet und alles was hier an Bord der ELSE daran hängt wie ein Münzfernsprecher im Ausland in den 70er Jahren…

Mal bricht die Verbindung ab, mal funktioniert sie nicht, mal ist alles super, Verlässlichkeit sieht völlig anders aus und von der Europäisierung des Mobilfunknetzes ist man gefühlt weit entfernt…!

Die Erstellung von Blogs mit WordPress direkt auf dem Rechner oder über die App auf dem Handy, das Hochladen der Bilder, das zuverlässige Funktionieren der Webcam der ELSE,  nichts geht wirklich durchgängig und dauerhaft und frustriert und ich bin kurz davor, den “Digitalterror” zu beenden und keine weitere Lebenszeit mehr mit der Suche nach Ursachen und Lösungen zu verschwenden…!

Nicht dass ich hier mit meinem “Bruchteilwissen” nach dem “Trial and Error” – Prinzip hantiere – nein, ich bin begleitet von einer kleinen Corona wirklich engagierter – und das ist wirklich nicht ironisch gemeint – Spezialisten, die sich alle wirklich Mühe geben, selbst der Geschäftskunden-Telekomtechniker mit einer ein wenig furchterregender hyänenartigen Stimme hat sich zwei Stunden lang geduldig und aufrichtig alle Probleme angehört und sich um Lösungen bemüht, um dann damit zu schließen, “Ich verstehe das alles nicht, das muss eigentlich funktionieren…!”

Er war hörbar selbst frustriert, letztlich erfreut darüber, wie viel ich schon selbst nach dem Ausschlussprinzip probiert hatte, vergebens…!

Selbst das Versenden einer schlichten SMS funktioniert oder funktioniert aktuell manchmal nicht, digital halt, entweder I oder 0…!

Für meinen eigenen Seelenfrieden registriere ich schon, dass vieles mit dem Handy auch super funktioniert und uns viele Dinge hier auf unserer Reise, sei es die “innerstädtische Fußgängernavigation” mittels Google Maps, die Suche nach dem nächsten Lebensmittelgeschäft oder Restaurant oder eben halt das Buchen von Fahrkarten oder Liegeplätzen, zum Glück alles kein Problem, von daher könnte man meine Ausführungen auch als Jammern auf hohem Niveau bezeichnen”

Das ehrliche Eingeständnis “Ich weiß nicht woran es liegt” finde ich weitaus akzeptabler als die Einschätzung der ewig Besserwissenden, die die Probleme nur nicht haben, weil sie sich nie mit den hier zeitweilig scheiternden Aufgaben beschäftigt haben..!

Unvergessen die erstaunte Frage des Bosch Dienstes zur Beseitigung verschiedener Fehlfunktionen, insbesondere der Sprachsteuerung, an meinem ersten “Blaupunkt-Auto Radio Telefon” in den 90iger Jahren : “Achso, Sie benutzen das Gerät ja auch wirklich!”…

Auf  mein erstauntes Gesicht hin erhielt ich die Antwort, dass sich viele das Gerät kaufen und einbauen lassen, weil sie es “hipp” finden und dann zum telefonieren rechts ran fahren und die damals erste Generation von Freisprechanlage und Sprachsteuerung überhaupt nicht benutzt haben…

Schlicht wie ich im Kopf bin dachte ich, dass diese Funktion auch zur Anwendung gedacht sei…!

Mein Dank und Lob richtet sich dann auch ausschließlich und ehrlich an meine eingangs erwähnten Spezialisten, die sich wirklich, leider bisher erfolglos, mit der Lösungsfindung ausgiebig beschäftigt haben.

Es ist online außer Frage auch noch schwieriger, als wenn man verschiedene “Umgebungsbedingungen” vor Ort variieren und probieren kann…

Für den Moment bleibt mir nichts, als sich mit dem Dysfunktionalitäten zu arrangieren…!

PS : das alles passiert übrigens nur bei mir, bei anderen funktioniert das alles super !😀

 

2 thoughts on “Traumberufe von heute:  Bestatter und IT-Spezialist…

  1. Lieber Reinhard,
    nein, Du bist nicht allein. Mein Router hat nach 3 Wochen kein Wifi mehr und da ich keinen Laptop mit RJ Stecker habe, habe ich ihn eingemottet und nehme ein altes iPad als Router (geht übrigens mit der Schwedenkarte sehr gut).
    Meine WLAN Kameras gehen mal, mal nicht, wollen aber auf jeden Fall öfter neu verbunden werden. Der Spiegel des Axiom auf dem iPad verabschiedet sich unmotiviert am liebsten dann, wenn ichs gerade brauche – dafür verbinden sich alle Geräte auf dem Schiff am liebsten mit dem Axiom-Wlan (warum weiss ich auch nicht).
    Kurz und gut: alles öfter neu starten und ruhig bleiben – das autarke Axiom funktioniert gut (auch wenn ich noch nicht rausgefunden habe, wie ich aus dem mitgeschriebenen Track Anfangs und Endezeit ersehen kann) und die iPads mit eigenem GPS sind meine Redundanzen und funktionieren.
    Also, Schiff fahren geht und über den Rest so wenig wie möglich aufregen!
    Grüsse Andreas

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