Leba-Hel

Wir sind ja schon in Danzig, aber der Text von der Fahrt von Leba nach Hel ist schon fertig, während der Fahrt geschrieben, darum soll er hier auch hin…

Bilder kommen natürlich auch noch, nur nicht im Moment, wir müssen die immer erst komprimieren vor dem hochladen und das macht weniger Spaß al

Abgefahren aus Leba, wieder stundenlang auf dem Wasser, Zeit zum Schreiben…


Mit dem in Kaliningrad wohnenden Deutschen auf der “DAFNA” komme ich noch etwas weiter ins Gespräch, er ist der Generalvertreter für die polnischen GALEON-Schiffe und so zeigt und erzählt er uns noch viel von seiner Galeon 345 und der der russischen Bekannten.

Kurz danach holt er ein ferngesteuertes Modellsegelschiff aus der DAFNA, macht es startklar und segelt im Hafen mit beachtlicher Geschwindigkeit. Mein Angebot, meine neue Micro-HD-Cam für unser Bordflugzeug auszuprobieren, nimmt er gerne an und kurze Zeit später sind die Segelvideos von Bord des Modellseglers in beeindruckender Qualität “im Kasten”, schade, das man sie nicht hochladen kann…150 MB brauchen Zeit und meistens stürzt vorher etwas ab….

Das Kind im Manne ist das einzige Organ, was nie altert…!

Leba war schön, weniger der Ort selbst, Ostseetouriort wie schon die anderen auch, hier nur ein bißchen liebloser. Dafür liegt der Hafen in einem Kiefernwald in unmittelbarer Strandnähe. Strand heißt hier ja immer endlos, breit, leer, Wald, naturbelassen, feinkörnig und steinfrei. Ausserdem liegt unweit von hier eine riesige Wanderdüne, die auf einer den “Lebasee” von der Ostsee abtrennenden Nehrung liegt. Die wollen wir unbedingt sehen…!

Vom Hafen gehen wir 20 Minuten durch einen mystisch wirkenden Wald nach Rabka, von dort aus fahren kleine Elektrokarren zur etwa 5 km entfernten Düne. Trotz der “frühen” Jahreszeit herrscht hier im Vergleich zur der gähnenden Leere anderorts Andrang.
Wir bezahlen, besteigen den Karren und bemerken zum wiederholten Male “andere Länder, andere Sitten”: Uns gegenüber sitzt ein jüngerer Vater mit seinem kleinen Sohn, völlig “normale” Optik die beiden; Als es etwas kühler auf dem Karren wird hohlt Papa aus der Beintasche seiner Shorts einen Flachmann und genehmigt sich zwei große Schlucke…Es ist aber auch echt ganz schön kühl auf dem offenen Elektrokarren..!

Kurze Zeit später befinden wir uns am Fuß der wirklich beeindruckenden Düne, die auch die Sahra Europas genannt wird. Uli macht ihr marodes Knie mit einer “Diclac” gefügig und wir besteigen die Düne. Der von Besuchern betretbare Bereich ist begrenzt, aber “ausreichend”. Leider verschwindet der größte Teil der Düne im allgegenwärtigen Seenebel, andererseits hat diese “Nebeloptik” auch ihren ganz eigenen Charme. Wir laufen auf der Düne zum Strand,wie immer fast menschenleer und riesig, rechts und links verschindet das “Ende” im Seenebel, von oben strahlt die Sonne, das Wasser lädt zum Baden ein, was wir uns aber bei den 10° Wassertemperatur verkeifen. Dafür beschließen wir, die etwa 8 km nach Leba am Strand zurückzugehen. Das wird trotz des Nebel richtig toll, bis an den Strand reichender Wald, abgetorbene bizarre Bäume, einfach genial. Wir laufen teils im Spülsaum im Wasser, teils auf dem Strand, um von Zeit zu Zeit die Füße auf diese Weise wieder warm zu kriegen.

Die acht Kilometer sind erstaunlich schnell vorbei, wir erreichen den Hafen und “chillen” noch ein wenig, bis uns die Lust auf`s Essen und auch Hunger zur gleichen Gaststätte wie am Vorabend treibt und wir essen Pirogi, am Vorabend Bigosch und heute noch diese tolle Rote-Beete-Suppe mit dem unaussprechlichen Namen B…sch ?. Die haben wir inzwischen zum Spaß und zum ausprobieren auch als “Instant”-Produkt  und als Konzentrat erworben, das haben wir in Deutschland auch in “einschlägigen” Läden noch nie gesehen..!

Den Abend verbringen wir mit dem Einstellen des Blogbeitrages, der Blog wird  mehr und mehr ein liebgewonnenes Reisetagebuch, zumal wenn die Texte wie jetzt entstehen :

Auf einer sonnigen ruhigen Ostsee mit eine ziemlich gewaltigen Dünung, untermalt mit Musik von Ankes teils maritimer “Abschieds-CD”…Teilweise begleiten uns Möven und wir fahren näher an der scheinbar unendlichen Naturküste entlang. Heute wollen wir bis Waldyslawowo, oder, wenn das Wetter so gut bleibt gleich bis nach Hel. Von dort ist nur noch einen Katzensprung über die Danziger Bucht nach Danzig, auf das wir sehr gespannt sind.

Dort will ich noch einen neuen Wechselrichter kaufen, der alte bewährte geht auf einmal nicht mehr -irgendwas ist immer-, neue Festmacherleinen und nach diesen kleinen platzsparenden offensichtlich selbstaufblasenden Rettungskragen, die wir auf den Russenbooten gesehen haben, unser ist uns ständig im Weg…

Unsere heute vor uns aufgebrochene Seglerbekanntschaft Klaus und Jan von der “bluefish” werden wir dann auch spätestens in Danzig wiedersehen…Nun schaukeln wir weiter unserem Tagesziel entgegen und genießen die rollende und wiegende Fahrt und arbeiten weiter an unserer seemännischen Gesichtsfarbe….

Nun kommt “Rixhöft” an der Steuerbordseite vorbei und wir machen ein Bild für unseren lieben polnischen Köter Rixxi, den wir das eine oder andere Mal sehr gerne dabei hätten…

Bilder folgen bei schneller und stabiler Internetverbindung…

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